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Flusskrebs Fritz stellt uns seinen Heimatfluss vor: Die Oder entspringt in Tschechien, in einer kleinen Hütte tief im Wald. Auf den ersten 70 Kilometern ist sie so flach, dass noch nicht einmal ein Paddelboot auf ihr fahren kann.
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Das häufigste Transportmittel auf der Oder ist das Schubschiff. Das Schiff "Bison" transportiert Kohle aus den Bergwerken der Stadt Kattowitz. An den Schleusen muss der Schiffer ganz schön aufpassen. Staustufen sorgen dafür, dass immer genug Wasser in der Fahrrinne ist.
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Jeder Fluss transportiert Sand, ganz automatisch durch die Strömung. Vom Grund der Oder wird er mit einem Spezialschiff nach oben geholt - 1000 Tonnen täglich, für die Bauindustrie. Fünf Meter tief wird das Flussbett ausgebaggert. In Breslau wird der Sand für die Betonherstellung weiterverarbeitet.
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Breslau entstand rund um eine Flussinsel. Deshalb fließt die Oder auch mitten durch die Stadt. In einem Wasserkraftwerk wird Strom hergestellt. Enge Gitter schützen die Turbinen vor Treibgut. Sie funktionieren im Prinzip ähnlich wie ein Fahrraddynamo, nur werden sie vom Wasser angetrieben. Eine sehr umweltfreundliche Art, Strom zu erzeugen.
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Berufstaucher überprüfen unter Wasser eine Schleuse. Der Taucher schwimmt nicht durch das Wasser, sondern er läuft über den Boden. An der Schleuse muss er eine Luft-Sprudelanlage untersuchen, die das Einfrieren der Schleuse im Winter verhindert.
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Im Schwedter Hafen sollen große Schiffe ankern. Noch lassen die allerdings auf sich warten. Im Winter ist die Schifffahrt auf der Oder nur sehr eingeschränkt möglich - der Fluss friert regelmäßig zu. Dann braucht man den Eisbrecher "Frankfurt". Er hat einen Bug aus extra starkem Stahl, mit dem er gefährliche Eisbarrieren auflösen kann. Jetzt im Sommer wird der Eisbrecher auf Vordermann gebracht.
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Im Stettiner Hafen kommen jeden Tag Schiffe aus der Ostsee an. Sie orientieren sich an großen Bojen - grün für das eine Ufer, rot für das andere. Taddäusz und sein Team sind für die Wartung der Bojen zuständig. Wenn eine Boje zu Wasser gelassen wird, bringt man zuerst den Anker in Position, dann die tonnenschwere Boje.
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860 Kilometer von der Quelle entfernt, verlässt Flusskrebs Fritz die Oder. Salzwasser verträgt er nicht. Hier ist das Stettiner Haff. Es ist eine Mischung aus Meer und Fluss, hat aber nur eine schmale Verbindung zur Ostsee. Ein Lotsentaxi holt Lotsen von den großen Seeschiffen ab oder bringt sie dort hin. Weil die Fahrrinne in den Stettiner Hafen so schmal ist, werden die großen Handelsschiffe von diesen Spezialisten gesteuert.
