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Die Emscher entspringt in Holzwickede und zieht sich 85 Kilometer quer durch das Ruhrgebiet. Der kleine Fluss ist der größte Abwasserfluss Europas. Vor über hundert Jahren entschieden die "Urväter" des Ruhrgebiets, die Ruhr als Trinkwasserfluss zu nutzen und in die Emscher die Abwässer zu leiten. Um Hochwasser vorzubeugen, wurde die Emscher eingedeicht.
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Bevor das Wasser der Emscher in den Rhein fließt, wird es in Kläranlagen gesäubert. Zunächst wird der grobe Dreck herausgefiltert, danach findet die eigentliche Reinigung statt: Im "Belebtbecken" fressen Bakterien die Nährstoffe im Abwasser auf. Schließlich wird der Klärschlamm vom Wasser getrennt - das Wasser ist sauber. Als Trinkwasser ist es aber noch nicht geeignet.
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Streckenwärter müssen ständig die vielen Zuflüsse der Emscher kontrollieren, weil die Betonrinnen schnell verstopfen. Heute sind viele Zechen im Ruhrgebiet verschwunden, das Abwasser soll es auch. Künftig soll es unterirdisch zu den Klärwerken fließen. Dafür werden 400 Kilometer Rohre verlegt.
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Die Emscher und ihre Zuflüsse sollen renaturiert werden. In einigen Zuflüssen ist damit schon begonnen worden. Biologen prüfen die Wasserqualität. Tiere wie die Köcherfliegenlarve sind ein sicheres Zeichen für sauberes Wasser. Zudem wird die ganze Region umgestaltet, ehemalige Zechengeländen werden Naherholungsgebiete.
