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Der Rhein entstand vor etwa 500.000 Jahren zwischen zwei Eiszeiten. Das Rheinwasser besteht hauptsächlich aus Regenwasser, im Frühjahr aus geschmolzenem Schnee. Im Sommer hat der Fluss meist doppelt so viel Wasser wie im Winter. In den Bodensee fließen insgesamt 236 Bäche und Flüsse. Das meiste Wasser des Sees stammt allerdings aus dem Rhein.
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In Radolfzell, am Ufer des Bodensees, arbeitet Vogelforscher Wolfgang Fiedler. Im benachbarten Wasserkraftwerk fließen 90.000 Liter Rheinwasser in der Sekunde durch die Turbine, die Strom erzeugt.
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Bootsführer Theo Kirner zeigt im Naturschutzgebiet Taubergiessen 160 verschiedene Tierarten im alten Rheinarm. Lange Zeit wurde um den Fischbestand des Rheins gebangt. 1986 flossen nach dem Brand in einem Baseler Chemiewerk mit dem Löschwasser Hunderte Tonnen Gift in den Rhein. Ein Unfall in einer Fabrik in der Nähe verschmutzte den Fluss zusätzlich mit 400 Litern Pflanzenschutzmittel. Auf 300 Kilometern Länge war der Rhein damals verseucht. Heute hat sich der Fischbestand wieder erholt.
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Iffezheim: Der Fischpass fungiert hier als Umgehungsstraße für Lachse und Co. Der künstliche Wildbach ist 200 Meter lang. Fischexperte Dieter Degel kontrolliert jeden Morgen die Tiere im Pass. Insgesamt konnte er hier schon 30 verschiedene Fischarten beobachten.
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Im Millinger Ward bei Emmerich findet sich eine Halbinsel zwischen zwei Rheinarmen. Hier leben Galloway-Rinder und seltene Wildpferde. Nur ein Mal im Jahr kommt der Tierarzt vorbei, um die Rinder zu impfen. Auf den letzten 170 Kilometern des Rheins treffen wir auf Wildgänse, Deichschafe und in Rotterdam auf freche Jungemöwen.
