zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Einsatz im Unterricht: Mumbro & Zinell beim Umzug

  • Zinell steht vor einem Umzugskarton und betrachtet begeistert eine kleine Kuckucksuhr. (Quelle: Peter Andreas Schmidt) Eine Kuckucksuhr – ganz nach Zinells Geschmack
  • Zinell, Eine Frau und ein Mann schauen aus einem Fenster. (Quelle: Peter Andreas Schmidt) Mumbro freundet sich gleich mit den türkischen Nachbarn an

Lernziele:

Die Schüler sollen
● das Vokabular im Wortfeld „Möbel / Umzug / Wohnung“ anwenden können
● eigene Erfahrungen mit Umzug / Einrichten der Wohnung beschreiben können
● Adjektive und unbestimmte Artikel im Akkusativ angleichen können (ab 3./4. Klasse)
● Richtungsangaben aus Präpositionen und Nomen korrekt angeben (5./6. Klasse)
● Personen kurz beschreiben können
● Gefühle der Enttäuschung / Freude wiedergeben können
● Regeln für die Hausordnung formulieren können
● eine Einladung für ein Fest schreiben können (3./4. Klasse)
● Erlebnisse in Briefform beschreiben können (5./6. Klasse)

Einstieg ins Thema (Kommunikativer Ansatz)

Viele der Schüler sind selber schon einmal umgezogen oder haben einen Umzug im Haus miterlebt. Deshalb bietet es sich an, von den Erfahrungen der Kinder auszugehen und Fragen nach eigenen Erlebnissen zu stellen: „Seid ihr schon einmal umgezogen?“ „Sind bei euch ins Haus neue Mieter eingezogen?" „Wie war das?" „Kam ein Möbelwagen?“ „Was für eine Familie ist eingezogen?“ „Waren es nette Leute?“ „Welcher Nationalität?“ „In welches Stockwerk mussten die Möbel gebracht werden?“ „Gab es Probleme beim Transport?“ ... In diesem Unterrichtsgespräch werden bereits viele Begriffe aus dem Wortfeld „Umzug“ genannt. Schüler der 4. bis 6. Klasse sollten im Anschluss an das Gespräch alle Wörter, die im Zusammenhang mit einem Umzug stehen, aufschreiben (Tafel und Heft). In der 1. bis 3. Klasse bleibt es bei der mündlichen Aufzählung.

Einsatz des Films (szenenweise)

Nach dem Vorspann und der Sequenz „In der Höhle“ (TC 0'00-1'56) versichert sich die Lehrperson, ob verstanden wurde, was Mumbro und Zinell dem König dieses Mal mitbringen sollen. Die Schüler machen Vorschläge, was geeignet wäre, den König wach zu machen. (Wecker, Radio, Klingel, Baumaschinen, Gong, Musikinstrumente, ...).

Die beiden nächsten Szenen „Umzugswagen vor einem Mietshaus“, „Mumbro in der Wohnung des Musikers“ (TC 1'56-3'44) werden angeschaut. Anschließend stellt die Lehrperson Fragen, damit die Schüler die im Film gehörten Strukturen wiederholen: „Wo ist Zinell?“ „Wo ist Mumbro?“ „Wer sind die beiden Männer?“ „Welche Person ist noch zu sehen?“

Nach den beiden folgenden Szenen „Frau Zoffke vor dem Mietshaus“, „Mumbro im Treppenhaus“ (TC 3'33-4'09) bietet sich eine Übung an, in der die Schüler Eigenschaften der inzwischen kennengelernten Mieter nennen (Adjektive zur Personenbeschreibung: nett, freundlich, unfreundlich, blond, streng, hilfsbereit, türkisch, ...). Vermutlich ist an dieser Stelle die Unterrichtsstunde zu Ende. Am nächsten Tag können zum Einstieg diese beiden kurzen Szenen nochmals vorgespielt werden.

Mit dem Tipp, jetzt ganz besonders auf das weitere Verhalten der neuen Personen zu achten, werden die zwei anschließenden Szenen angeschaut: „Der neue Mieter vor dem Mietshaus“, „Im Wohnzimmer der türkischen Familie“ (TC 4'33-7'21). Danach wird der Kontrast im Verhalten der türkischen Familie und von Frau Zoffke besprochen. In der 5. und 6. Klasse kann eine kleine schriftliche Charakterisierung von Frau Zoffke angefertigt werden.

In den folgenden beiden Szenen „Chaos in der Wohnung des Musikers“, „Im Treppenhaus“ (TC 7'21-9'21) werden die Schüler mit Bezeichnungen für Möbel und mit dem Begriff der „Hausordnung“ konfrontiert. Nachdem die Schüler die Wohnung des Musikers gesehen haben, werden sie aufgefordert, möglichst viele Möbelstücke und Musikinstrumente, die im Film vorkamen, aufzuzählen.

An dieser Stelle kann in Klasse 1 und 2 das Arbeitsblatt 1 eingesetzt werden. Das Wortfeld „Möbel“ wird durch die Abbildungen ergänzt. Jeder Gegenstand ist in zwei Variationen vorhanden, von denen sich die Schüler jeweils eine aussuchen und die Bilder mit den Untertiteln eng um die Konturen ausschneiden. Dann kleben sie sie auf die Vorlage „Mein Zimmer“ auf und zeigen ihren Banknachbarn oder der ganzen Gruppe ihr persönlich gestaltetes Zimmer: „Das ist mein Bett. Das ist mein Schrank. Hier ist meine Stehlampe. usw.“ Diese Übung trainiert das Vokabular des Wortfelds Möbel und das Possessivpronomen in der ersten Person.

Den Fähigkeiten der Schüler der 3. und 4. Klasse ist das Arbeitsblatt 2 angepasst. Es trainiert ebenfalls das Wortfeld „Möbel/Wohnung“ und fordert auf, Kategorien zu bilden, indem die Schüler Oberbegriffe wie „Musikinstrumente“, „Elektrogeräte“, etc. finden. Aufgabe 2 trainiert darüber hinaus die Angleichung des Adjektivs mit unbestimmtem Artikel im Akkusativ.

Für die 5. und 6. Klasse eignen sich die Arbeitsblätter 3 und 4. In Aufgabe 1 (Arbeitsblatt 3) wird das Wortfeld „Umzug“ mit einem Buchstabenlabyrinth und einem Kreuzworträtsel erarbeitet. Die Gestaltung der Übungen als Rätsel soll die Schüler motivieren. Die Aufgaben lassen sich auch in Kleingruppen lösen. Mit dem Arbeitsblatt 4 wird ausgehend von der Situation des Umzugs die grammatikalische Struktur Präposition + Nomen im Akkusativ eingeübt.

  • Arbeitsblatt 1: Wortfeld „Möbel“
  • Arbeitsblatt 2: Wortfeld „Möbel/Wohnung“
  • Arbeitsblatt 3: Wortfeld „Umzug“ I

    Lösungen: 1. Waagerecht: BALKON, HAUSORDNUNG, MOEBELPACKER, MIETEN, KARTON(S), EINZIEHEN, ZIMMER / Senkrecht: WOHNUNG, UMZUGSKISTE, HOF

    2. Miete, Kuehlschrank, Sperrmuell, Kiste, Keller Treppe, Krach

  • Arbeitsblatt 4: Wortfeld „Umzug“ II

An dieser Stelle im Film bietet sich ausgehend von dem Begriff „Hausordnung“ ein Rede- beziehungsweise Schreibanlass (je nach Klassenstufe). Die Grundschüler sollen mündlich formulieren, was in einer Hausordnung steht, ob es zu Hause auch eine gibt und eventuell auf die Hausordnung der Schule eingehen. Die Schüler der 5./6. Klasse sollen einige Regeln der Hausordnung selber formulieren können, dabei können sie die im Film genannten übernehmen oder eigene erfinden.

In einer weiteren Unterrichtsstunde kann der restliche Teil des Films angeschaut werden. Der Film sollte in der Szene „Frau Zoffkes Verwandlung“ (TC 9'21-11'34) nach der Rückblende in die Jugend der Frau Zoffke gestoppt werden, damit diese Szene thematisiert wird. Sie bietet vielfältige Gesprächsanlässe: „Wie reagieren die Eltern auf die Flötenmusik? “ „Wie fühlt sich das Mädchen?“ „Haben die Erlebnisse Folgen für Frau Zoffkes Leben?“ „Dürft ihr zu Hause Musik machen?“

Vom weiteren Verlauf des Films und der Verwandlung der Frau Zoffke sind die Schüler vermutlich überrascht. Diesen Überraschungseffekt sollte die Lehrperson sich zunutze machen und erfragen, warum Frau Zoffke sich verändert hat. In der 5./6. Klassenstufe kann detaillierter auf die Begriffe Lob/Anerkennung eingegangen werden und besprochen werden, ob es Parallelen im schulischen Bereich gibt. Das Berichten von eigenen Erfahrungen spricht die Schüler emotional an. Danach empfiehlt es sich, den Film komplett anzuschauen, um weitere Details zu verstehen und die sprachlichen Strukturen noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.

Vorschläge für Schreibanlässe:

● Schreibe einen Zettel für das schwarze Brett im Treppenhaus, auf dem du zu einem Fest im Hof einlädst (W-Fragen beachten) (3./4. Klasse)
● Schreibe einen Brief, den Frau Zoffke ihrer Freundin in München schickt. Sie erzählt, was sie beim Einzug des neuen Mieters erlebt hat. (5./6. Klasse)