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Bericht aus der Praxis: Arbeit mit der DVD-ROM

  • Mumbro und Zinell mit Plakat. (Quelle: SWR) Mumbro und Zinell sorgen für Spaß beim Deutsch lernen (Quelle: SWR)
  • Höhle mit Gegenständen für die DVD-Navigtation. (Quelle: SWR) Sechs Gegenstände in der Höhle führen zu den Lernstationen (Quelle: SWR)

Grammatik zocken? Deutsch lernen mit Mumbro & Zinell

„Hey, ich bringe euch nächste Woche ein Computerspiel mit, mit dem ihr Grammatik einmal etwas anders ausprobieren könnt. Was haltet ihr davon?“ – Das war meine Ankündigung in einer zweiten Klasse der Theodor-Heuss-Schule in Baden-Baden. „Hey, wir zocken normalerweise GTA. Was geht bei deinem Spiel?“ – Das war die Antwort meiner „digital natives“ mit Migrationshintergrund, mit denen ich „mein“ Computerspiel – sorry: Lernspiel – im Unterricht ausprobieren wollte.

Die Latte lag also ziemlich hoch, schon bevor die Lernsoftware auf dem Server im PC-Raum unserer Schule installiert war (siehe Technische Voraussetzungen).

Ich bin durchschnittlich „medienaffin“, technisch (noch) entwicklungsfähig und grundsätzlich neugierig auf Neues, ein Profil, das mich vermutlich mit vielen Kollegen verbindet. Zugegeben: Software, die nach zehn Minuten noch hakelt oder immer noch nicht selbst erklärend ist, hat es schwer, in meinen Unterricht Einzug zu halten. Die gleiche Latte also auch für mich...

Scheibe rein...

Das Spiel auf der DVD-ROM läuft aber schon nach drei Minuten. Es geht um das Lernspiel „Deutsch lernen mit Mumbro & Zinell“, das sich an Kinder ab der 2. Grundschulklasse richtet, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Es greift – ebenso wie die gleichnamige Filmreihe – das im Bildungsplan verankerte Ziel der Sprachförderung im Zweitsprachenbereich auf und verspricht (nach lehrerseitigem Erstdurchlauf) auch Erfolge bei den allseits bekannten „fließend-falsch-sprechenden“ Kindern mit Migrationshintergrund. Ich glaube Lehrmaterial gefunden zu haben, das fossilierte fehlerhafte Sprech- und Schreibstrukturen aufbrechen kann und bin gespannt darauf, ob meine Schüler das nächste Woche genauso sehen.

Ich klicke mich durch und freue mich sofort über eine Lernsoftware, bei der alle vier Sprachfertigkeiten trainiert werden sollen: Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen. Eine Software mit Spracherkennung? Das ist mir bisher noch nicht begegnet (* Die Spracherkennung gibt es nur auf der DVD-ROM, nicht bei der online-Variante).

Technische Voraussetzungen in der Schule

Das Spiel auf DVD-ROM ist beim Landesmedienzentrum Baden Württemberg zum Preis von zwölf Euro erhältlich und läuft ab Windows XP. Der Inhalt lässt sich recht unkompliziert auf ein den Schülern zugängliches Verzeichnis auf Serverebene kopieren (zum Beispiel Laufwerk Tausch (U:) und dann von jedem zugelassenen Benutzer über Doppelklick starten. Weil hier Sprache und Sprechen geübt werden soll, braucht man auch noch Headsets mit Mikrophonen. Das Spiel läuft auch online, allerdings – je nach Serverauslastung und Übertragungsgeschwindigkeit der Rechner – mit Qualitätseinbußen gegenüber der DVD-ROM.

  • Gezeichneter Marktplatz. (Quelle: SWR) Station Markthalle: Durch das rechte Tor geht es zu den Übungen (Quelle: SWR)
  • Gemüseschleuder (Quelle: SWR) Gemüseschleuder (Quelle: SWR)

Wie war's? – Gesamteindruck

... eine Woche später: Grammatik und Wortfelder also...

Das Tolle an Kindern in diesem Alter ist, dass sie offen für vieles, nahezu alles sind. Und dass sie Lernspiele noch voller Begeisterung „abspielen“ – trotz schottischer Konkurrenz im Third-Person-Format am heimischen Computer. Das war das erste und unmittelbarste positive Beobachtungsergebnis dieses Vormittags, bei dem auch die Spielautorinnen aus der Redaktion zum Schauen und Staunen gekommen waren.

Gerne habe ich mich an diesem Vormittag immer wieder vor die Bildschirme rufen lassen, um mir Dinge, Effekte oder Besonderheiten zeigen zu lassen, die ich im ersten Durchlauf zu Hause noch gar nicht entdeckt habe. „Dank“ häuslicher Vorentlastung bei Schülerinnen und Schülern in puncto Navigation durch Stationen mussten wir wenig Erklärungs-Input auf Spielanleitungen verwenden. Die Kinder waren schneller in den Übungen, als wir dachten, und rückblickend waren die Avatare der Kids schneller verkleidet und in den Übungsräumen abgetaucht, als das bei mir der Fall war... Perspektivwechsel in Sachen Lerntempo sozusagen, was für viele Lernschwache oder irgendwie Benachteiligte ein wohltuendes und motivierendes Erlebnis war.

Kleine Navigationshilfe

Wenn Sie sich trotzdem mit Einführungsmaterial vor Spielbeginn wohler fühlen, das mit den Symbolen vertraut macht und eine vorab-Orientierung durch die Stationen verschafft, verwenden Sie Materialblatt 2. So sind Sie noch sicherer, dass der Wiedererkennungseffekt von Symbolen und Szenarios die Schüler durch die Lernsoftware trägt.

  • Materialblatt 2a: Navigationshilfe: Der Eingang zum Spiel
  • Materialblatt 2b: Navigationshilfe: Der Zugang zu den sechs Spielräumen
  • Materialblatt 2c: Navigationshilfe: Der Zugang zu den Übungen
  • Materialblatt 2d: Navigationshilfe: Die Navigation innerhalb der Übungen

Wie lief's? – Unsere Beobachtungen im Einzelnen

Wir wollten die Kinder an diesem Vormittag zuerst einmal „planlos“ das Spiel erkunden lassen, nicht zuletzt um authentischere Rückmeldungen zu Aufbau und Inhalten zu bekommen. Wir wollten wissen: Wie schnell sind sie „drin“? Welche Themen bevorzugen sie? Welche Fertigkeiten steuern sie spontan an? Und zum Schluss: Was hat ihnen gefallen und was vermissten sie? Entdeckendes Lernen in seiner verspieltesten Form...

Ich führte lediglich die Rahmenhandlung ein (zum Beispiel auch mit Materialblatt 1 zur Vorentlastung) , die einige Schüler schon aus den Filmen kannten: Die beiden Zotteltiere Mumbro und Zinell leben in beiden Formaten in einer Höhle, wo sie ein furchtvolles Leben bei einem einsamen, ungnädigen König fristen, der sich immer wieder Aufträge für die beiden ausdenkt. Bei deren Nicht-Erfüllen droht er mit drakonischen Strafen. Mumbro und Zinell schaffen es per High Tech, aus der Unterwelt in das Leben der Menschen und deren Alltag zu gelangen.

  • Materialblatt 1: Mumbro und Zinell: Die Geschichte - Lesetext
  • Querschnitt durch ein Wohnhaus. (Quelle: SWR) Im Haus geht es um den Wortschatz zur Einrichtung (Quelle: SWR)
  • Supermarktregal und Einkaufswagen. (Quelle: SWR) Im Supermarkt wird virtuell eingekauft (Quelle: SWR)

Spiel an

Die Kinder sind mittlerweile an den Bildschirmen verteilt und jeweils im Besitz eines Headsets. Gleich die ungeduldige Frage, wozu denn das gebraucht werde... „Finds raus“ – der teamstarke Kommentar aus der anderen Ecke, bevor die Kinder dann auch ohne weiteres Erklären (Stromkabel rein, roter Hebel nach unten...) schon in der Höhle herumstolpern.

Hinter der Höhlenspieloberfläche verbergen sich ganze 216 Übungsaufbauten: hinter sechs Symbolen (Einkaufswagen, Karton, Topf, Mistgabel, Stift, Zirkuspodest), die beim Anklicken Zutritt in die sechs Stationen Kaufhaus, Treppenhaus, Markthalle, Bauernhof, Schule und Zirkus gewähren. Dort sind wiederum jeweils neun Themen in jeweils vier Fertigkeiten (Hören – Lesen – Schreiben – Sprechen / aha das Headset...) hinterlegt. Das haben wir den Kindern allerdings nicht gesagt, um sie selbst suchen und finden zu lassen.

Versunken ins Spiel...

Dann muss ich mich – nach mehrjähriger Grundschulzeit – tatsächlich erst einmal an den niedrigen Geräuschpegel im Raum gewöhnen, was mir jedoch relativ schnell gelingt. Schüler versunken in Grammatik und Wortfeldarbeit? (thematische Übersicht hierzu auf Materialblatt 3) Bei unserem Rundgang an den Computern schauen wir, wo sich die Kinder am liebsten tummeln.

Die Mädels sind natürlich gleich im Kaufhaus, wo Rolltreppe, Warenhausatmosphäre mit passender Geräuschkulisse direkt zur Kleiderkommode führt. Sofia bleibt länger beim Ankleidespiel hängen, wo sie Wortschatz mit Artikeln übt, was für sie vermutlich jedoch nicht im Vordergrund steht. Sie denkt, sie spielt, wir wissen, sie lernt.

Weil Spielen die älteste und nachhaltigste Form des Lernens ist, wenn auch mit neuzeitlichen Medien. Und das in einem Bereich, an den wir Pädagogen sonst nur schwer herankommen. Sofia lebt hier mit ihren italienischen Eltern, die ihr all das, was sie gerade am Computer auf Deutsch lernt, auf Italienisch schon beigebracht haben. Die deutschen Strukturen in diesen Alltagsbereichen sind bei ihr wie bei ihren Klassenkameraden mit anderen Sprachhintergründen daher nicht altersgerecht ausgeprägt, fehler- und lückenhaft. Die Übungsaufbauten aus „Mumbro und Zinell“ greifen fast ausnahmslos Themen auf, die Kinder, welche Deutsch als Zweitsprache ungesteuert erworben haben, mehrheitlich falsch machen, die der Regelunterricht jedoch meistens nicht auffangen kann.

Kein bisschen dröge

Wir schauen, was Alex so macht. In ihm mischen sich italienisches und polnisches Timbre und sehr viel ungebremstes Temperament. Es freut mich, ihn „arbeiten“ zu sehen. Er ist gerade beim Umzug und richtet sein Zimmer ein. Dabei geht es um Positions- und Richtungsverben, Präpositionen mit dem Dativ und Akkusativ, was wir ihm allerdings auch nicht sagen... Die Übungen fragen grammatische Strukturen in einem Format ab, das offenbar nicht so „nervt“ wie dröge Grammatikübungen.

Bilder-Schieben mit der Maustaste, Anklicken und Sprechen mit einem Computer hält die jungen Lerner offenbar mehr am Ball als das übliche Grammatikunterrichts-Setting. Wir lassen ihn also weiter Lampen aufhängen, Regale einräumen und Möbel verschieben und vertrauen auf das Entstehen neuer grammatischer Automatismen.

Salvatore ist in der Küche, klickt sich durch die wundersame Welt der Küchenutensilien, die ihn zum Artikelgebrauch verpflichten.

Nick versucht es im kommunikativen Bereich. Er befindet sich ebenfalls im Umzugskontext und probiert Grußformeln aus, die man ja besonders auch nach einem Umzug zum Kennenlernen neuer Leute können sollte. Was beim Sprechen gut klappt, will beim Schreiben nicht gleich gelingen. Doch die Software denkt mit und anstatt zu demotivieren, bietet sie – binnendifferenziert raffiniert – unmerklich ein niedrigeres Niveau an, so dass Nick sich allmählich hocharbeiten kann. Das abgesenkte Niveau bekommt er aber nicht mitgeteilt, er spürt lediglich die Machbarkeit der Übung und bleibt somit länger dran.

  • Hand hält Spielkarten. (Quelle: SWR) Im Kaufhaus geht es um die Verneinung mit “nicht” (Quelle: SWR)

Die Themenbeliebtheit

Die Kinder sollten sich an diesem Vormittag möglichst ungesteuert von einem Thema zum anderen klicken, ohne von unserer Seite allzu viele Vorschläge zu bekommen. Die im Gesamtspiel untergebrachten Themen sind ungefähr 50 Prozent Grammatik und 50 Prozent Wortfeldmaterial. (siehe Themenübersicht Materialblatt 3). Es war schwer herauszufinden, was die Kinder bevorzugten. Sie ließen sich auf beides ein und machten sich dabei vermutlich diese thematische Kategorisierung weniger bewusst als wir, was wir als gutes Zeichen werten. Die beste Methodik ist die, die die Lerninhalte nicht benennt sondern unterschwellig vermittelt. Das schien gelungen...

Was die Auswahl der Sachthemen anbelangt, so haben wir lediglich individuelle Prioritäten, teilweise geschlechtertypisch gewachsene Präferenzen festgestellt, dann aber wieder verworfen und gemerkt, dass die Übungsthemen nahezu alle Lebens- und Interessenbereiche der Kinder in diesem Alter bedienen.

  • Materialblatt 3a: Themenübersicht Wortschatz
  • Materialblatt 3b: Themenübersicht Grammatik
  • Offener Koffer und Lückentext. (Quelle: SWR) Mit den Schreibübungen füllt sich der Koffer (Quelle: SWR)
  • Unordentliches Klassenzimmer. (Quelle: SWR) Zu Beginn ist die Station Schule komplett durcheinander (Quelle: SWR)
  • Aufgeräumtes Klassenzimmer. (Quelle: SWR) Sind alle Übungen erledigt, ist das Klassenzimmer schön aufgeräumt (Quelle: SWR)

Die vier Sprachfertigkeiten

Meine Schüler mit Migrationshintergrund sind zum Teil akzentfreie fließend-falsch-Sprecher. Die Sprachdefizite erschließen sich bei manchen erst beim zweiten Hinhören oder manchmal auch nur in einer oder zwei der vier Sprachfertigkeiten. Die Spielübungen fragen die grammatischen oder Wortfeldthemen in allen vier Sprachfertigkeiten ab und wir wollten wissen, ob es eine Lieblingsfertigkeit bei ihnen gibt. Gab es ein Ranking?

Hör-Verstehen

Allen Schülern mit Migrationshintergrund ist gemeinsam, dass sie beim Hör-Verstehen – abgesehen vom geringeren Wortschatz im Vergleich zum Altersdurchschnitt – keinerlei Defizite gegenüber Muttersprachlern aufweisen. Erwartungsgemäß spielen meine Schüler daher auch am routiniertesten die Übungen mit Hör-Verständnis-Auftrag. Hier sind die Erfolgserlebnisse naheliegenderweise am größten.

Sprechen

Die Korrektur von automatisiertem falschem oder weglassendem Sprechen scheint im regulären Unterricht schier nicht machbar. Fehlerhafte Automatismen lassen sich nur schwer oder mit extremem Zeitaufwand „überschreiben“. Fehlende Korrekturen im häuslichen Alltag der Kinder mit nicht deutschsprachigem Hintergrund verfestigen falsche Sprechstrukturen. Die Sprechvariante des Spiels „Mumbro und Zinell“ greift an dieser Stelle ein: Der Computer hört die Sprechäußerung des Schülers (Spracherkennung), fordert bei fehlerhaftem Sprechen zum nochmaligen Wiederholen auf und erkennt richtige Sprechäußerungen. Und wie erhofft, sind die Kinder besonders oft in dieser Spielvariante. Weil sie einfach technisch herausfordernder, kommunikativer und noch spaßiger ist.

Lesen

Das Abarbeiten von geschriebenen Aufgaben lässt den Lernenden mehr Zeit als das flüchtige gesprochene Wort. Daher kann dieses Übungsformat vor allem bei Schülern punkten, die dieses Zeit gebende Element der Aufgabe schätzen und auch Gefallen an Aufgaben finden, die ein bestimmtes Maß an Gewissenhaftigkeit oder Ausdauer abverlangen. In meiner Gruppe waren das erwartungsgemäß nicht ganz so viele, aber dennoch waren einige Kinder (mehrheitlich Mädchen) mit Spaß dabei.

Schreiben

Die Königsdisziplin? Wir erwarteten bei Zweitklässlern nicht unbedingt, dass sie sich auf den schwierigsten Teil stürzten und wurden eines Besseren belehrt. Zum einen macht es einfach Spaß zu tippen (vermutlich mehr als im Heft zu schreiben), zum anderen lässt die „delete“-Taste das schreiberische Endergebnis optisch deutlich besser dastehen als der Tintenkiller-Kollege. Das motiviert scheinbar und führt zu passablen Ergebnissen. Ich habe mich wieder einmal mehr über den Antrieb junger Menschen gewundert, etwas herausbekommen zu wollen, sich durch Fehltritte nicht vom Ziel abbringen zu lassen und selbstständig eine Verbesserung anzustreben.

Abschlussrunde

Als wir den Eindruck hatten, die Schüler hätten genug gelernt für heute, machten uns die Kinder schnell klar, dass sie noch nicht fertig gespielt hätten. Eigentlich wollten wir noch ein paar Statements von ihnen vor Unterrichtsschluss, schließlich sollte es ja einen Bericht über sie und das Spiel geben. Wir einigten uns auf eine kurze Verlängerungsrunde.

Tipps

Übungsübersicht mit Raum- und Themenplan

Ist die Software einmal auf dem Schulserver oder den Einzelrechnern installiert, bietet sie für alle einzigartige Fördermöglichkeiten mit minimalem Vorbereitungsaufwand. Bei insgesamt 54 Spielvarianten mit jeweils vier Sprachfertigkeits-Ebenen lohnt es sich allerdings, sich vor dem ersten Einsatz im Unterricht selbst ein wenig durchzuklicken, damit man den Kindern schneller auf die Sprünge helfen kann, wenn sie gerade etwas Bestimmtes suchen. Wenn die Schüler zum Beispiel auf dem Nachbarbildschirm einen verlockenden Spielraum sehen, aber nicht wissen, wie man da hinkommt, kann es ganz nützlich sein, mit dem Raumplan in der Hand (Materialblatt 4) schnelle Erste Hilfe leisten zu können. (zum Beispiel der Weg zur Gemüseschleuder: Kochtopf – Karotte). Sie werden bald eine Hitliste benötigen für Spielräume, die alle Kinder immer wieder nachfragen (Rap, Gemüseschleuder, Einkaufsliste,...).

Die Kinder schauen natürlich anders auf die Spiele als Lehrer. Anstatt sich durch die über 50 Übungen durchzuklicken, um ein bestimmtes Thema zu finden, besteht die Möglichkeit, das gewünschte Thema gezielt anzusteuern (Materialblatt 3 – Themenübersicht). So ist es möglich, entweder mit einer ganzen Gruppe an ein derzeit unterrichtsaktuelles Thema ranzugehen oder den Kindern einzelne Themen binnendifferenziert vorzugeben.

  • Materialblatt 4a: Raum- und Spielübersicht alphabetisch A - Ges
  • Materialblatt 4b: Raum- und Spielübersicht alphabetisch Gew - Ma
  • Materialblatt 4c: Raum- und Spielübersicht alphabetisch Me - Su
  • Materialblatt 4d: Raum- und Spielübersicht alphabetisch Tä - Zi
  • Materialblatt 4e: Überblick über Stationen und Übungen: Umzug und Markthalle
  • Materialblatt 4f: Überblick über Stationen und Übungen: Kaufhaus und Bauernhof
  • Materialblatt 4g: Überblick über Stationen und Übungen: Schule und Zirkus
  • Materialblatt 3a: Themenübersicht Wortschatz
  • Materialblatt 3b: Themenübersicht Grammatik
  • Aufgeschlagenes Buch. (Quelle: SWR) Im Lerntagebuch sehen die Schüler ihre Fortschritte (Quelle: SWR)
  • Trophäen in der Höhle. (Quelle: SWR) Krönender Abschluss: In der Höhle stehen die Trophäen (Quelle: SWR)

Lerntagebuch

Die Software zählt mit: Wer regelmäßig mit der Lernsoftware arbeiten will und auf ein gewisses Maß an Erfolgsmessung Wert legt, kann dieses praktische Tool verwenden: In der Symbolleiste oben rechts gibt es ein Symbol (aufgeschlagenes Buch), hinter dem ein sogenanntes interaktives Lerntagebuch hinterlegt ist. Dieses Lerntagebuch dokumentiert automatisch und benutzerspezifisch über die Arbeitssitzung hinaus die Spielergebnisse, damit das „level“ nicht verlorengeht.... Die „Sternchen“ motivieren zum einen die Schüler zum fleißigen Sammeln und geben zum anderen den Lehrern ein verlässliches Kontrollinstrument an die Hand, das ihnen zeigt, wer was gelernt hat. Und wer es geschafft hat, 70 Prozent einer Station erfolgreich zu erledigen, wird mit einer schimmernden Trophäe belohnt, die in der Höhle steht.

Verlockende Ausblicke

Binnendifferenzierung:

Ich musste den Kids am Ende des Vormittags versprechen, zukünftig den PC-Raum öfters für unsere Stunde zu reservieren. Damit hatte ich mir gleichzeitig alle Möglichkeiten bei den Schülern reserviert, auch thematisch nach meinen Wünschen und den von mir befundenen Schülerbedarfen zu arbeiten.

Methodenwechsel:

Während wir im Regelunterricht angehalten sind, circa alle 15 Minuten einen Methodenwechsel herbeizuführen, um die Aufmerksamkeit der Schüler zu sichern, stellen wir an diesem Vormittag fest, dass nach erst ziemlich genau 60 Minuten Sprachbad in der Höhle und den Spielräumen die Konzentration allmählich abfällt. Der Methodenwechsel scheint also im Spielsystem zu liegen. Genial für die Kids und ... sehr entlastend für die staunenden Lehrer.