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Mexiko-City, Lagos und Jakarta – drei Kontinente, drei Mega-Cities und ein Problem: die Versorgung der Einwohner mit sauberem Wasser. Mexiko-City kann seinen Wasserbedarf schon lange nicht mehr selbst decken, das Wasser muss aus 150 Kilometern Entfernung herangeschafft werden. In der nigerianischen Wirtschaftsmetropole Lagos gibt es keine funktionierende Wasser-Aufbereitungsanlage, selbst das in Plastikbeuteln zu kaufende Trinkwasser ist nicht sicher: Diarrhöe, Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung) und Cholera drohen. Jakarta mit seinen zehn Millionen Einwohnern verfügt über genügend Wasser. Aber die Flüsse sind zu stinkenden Müllkippen verkommen. Und dem Grundwasser werden zu große Mengen entnommen, so dass Meerwasser kilometerweit in die Stadt eindringt und das Grundwasser versalzt. Auch die künstliche Oase Las Vegas ist in Gefahr, ihr geht das Wasser aus. Die Wasserkrise zeichnet sich nicht erst ab, in den wuchernden Metropolen ist sie längst Realität. Ein Vorgeschmack auf die Zukunft, denn der Prozentsatz der in Städten lebenden Weltbevölkerung steigt in den nächsten Jahren dramatisch an. Die Zahl der Millionenstädte - derzeit etwa 300 – wird sich bis zum Jahr 2025 verdoppeln. Die meisten dieser Städte werden in den so genannten Entwicklungsländern liegen. Es werden Ballungsräume entstehen, die allein aufgrund ihrer Einwohnerzahl bisher völlig unbekannte Anforderungen an Politik, Verwaltung und Management stellen. Die Herausforderung, Millionen Menschen in einem urbanen Raum mit Trinkwasser zu versorgen und ihr Abwasser zu entsorgen, muss angenommen werden. Denn die großen Städte sind Brennpunkte, an denen sich die Zukunft der jeweiligen nationalen Gesellschaft und Ökonomie entscheiden wird.

  • Lagos (Quelle: Deutsche Welle)Millionenstadt Lagos, Nigeria
  • (Quelle: Deutsche Welle)
  • Wasserrohrbruch (Quelle: Deutsche Welle)Wasserrohrbrüche sind in Mexico City an der Tagesordnung