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Weltweit haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mindestens doppelt so viele sind nicht an ein Abwassersystem angeschlossen. Bevölkerungsexplosion und Verschmutzung lassen Wasser immer knapper und deshalb zu einem marktwirtschaftlichen Gut werden - zu einem Objekt des Welthandels. Längst sind multinationale Konzerne in das Milliardengeschäft der Zukunft eingestiegen und greifen nach den Monopolen in Riesenstädten. Auch deutsche Unternehmen mischen mit: So ist RWE (‚Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk’) inzwischen der drittgrößte Wasserkonzern der Welt – mit weit über 60 Millionen Kunden in rund 50 Ländern. Kommunen in Geldnot, aber auch Regierungen und Entwicklungshilfeorganisationen setzen immer mehr auf Privatisierung im Wassersektor. Wem aber gehört das Wasser? Was darf Wasser kosten? Die Privatisierung ist heftig umstritten: Die Befürworter argumentieren, dass nur so die Versorgung ärmerer Bevölkerungsgruppen mit sicherem Trinkwasser verbessert werden könne. Kritiker befürchten hingegen, dass die Versorgung Profitinteressen untergeordnet wird – mit gravierenden Folgen für Gesundheit und Umwelt und gerade für die Armen, die sich das Wasser nicht mehr leisten können. Ist die Privatisierung nun Fluch oder Segen? Anhand der praktischen Erfahrungen untersucht der Film Gründe und Folgen der Wasserprivatisierung.

  • Frau trinkt verunreinigtes Wasser (Quelle: Deutsche Welle)Verschmutztes Wsser ist die Ursache für viele, tödliche Krankheiten
  • Frau protestiert (Quelle: Deutsche Welle)Albanien: Protest gegen schlechtes Wasser

Personen schöpfen Wasser aus Kanal (Quelle: Deutsche Welle)

Wasser-Selbstverwaltung auf Haiti

Er lässt Gegner und Befürworter zu Wort kommen und überprüft deren Argumente anhand der Wirklichkeit:

  • Was verbirgt sich hinter dem gewalttätigen Volksaufstand gegen den US-Konzern „Bechtel" in Cochabamba in Bolivien?
  • Wie gut funktioniert die hoch gelobte privatisierte Versorgung der Millionenstadt Jakarta tatsächlich?
  • Kann die Firma „Aguas Argentinas" wirklich die versprochene Verbesserung der Wasserversorgung für Buenos Aires bringen?
  • Wofür steht der deutsche Sonderweg der Public-Private-Partnership-Projekte im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit? Elbasan in Albanien ist ein Pilotprojekt!
  • Warum privatisiert eine Metropole wie Berlin ihre gut funktionierende Wasserversorgung und was hat das für Konsequenzen? Wie machen es andere westeuropäische Länder?
  • Und was wird aus den Ärmsten der Armen, etwa in Haiti, die für kein wirtschaftlich denkendes Unternehmen von Interesse sind? Ja, auch hier gibt es viel versprechende Lösungsansätze.