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Weltweit haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mindestens doppelt so viele sind nicht an ein Abwassersystem angeschlossen. Bevölkerungsexplosion und Verschmutzung lassen Wasser immer knapper und deshalb zu einem marktwirtschaftlichen Gut werden - zu einem Objekt des Welthandels. Längst sind multinationale Konzerne in das Milliardengeschäft der Zukunft eingestiegen und greifen nach den Monopolen in Riesenstädten. Auch deutsche Unternehmen mischen mit: So ist RWE (‚Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk’) inzwischen der drittgrößte Wasserkonzern der Welt – mit weit über 60 Millionen Kunden in rund 50 Ländern. Kommunen in Geldnot, aber auch Regierungen und Entwicklungshilfeorganisationen setzen immer mehr auf Privatisierung im Wassersektor. Wem aber gehört das Wasser? Was darf Wasser kosten? Die Privatisierung ist heftig umstritten: Die Befürworter argumentieren, dass nur so die Versorgung ärmerer Bevölkerungsgruppen mit sicherem Trinkwasser verbessert werden könne. Kritiker befürchten hingegen, dass die Versorgung Profitinteressen untergeordnet wird – mit gravierenden Folgen für Gesundheit und Umwelt und gerade für die Armen, die sich das Wasser nicht mehr leisten können. Ist die Privatisierung nun Fluch oder Segen? Anhand der praktischen Erfahrungen untersucht der Film Gründe und Folgen der Wasserprivatisierung.
Wasser-Selbstverwaltung auf Haiti
Er lässt Gegner und Befürworter zu Wort kommen und überprüft deren Argumente anhand der Wirklichkeit:
