zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Hauptnavigation

Inhalt

Hintergrund: Interview mit David Fermer

  • David und Red stehen vor der Schule. Zwei dicke Freunde: David and Red; Rechte: WDR

Seit wann gibt es David and Red?

David and Red entstand aus einer Idee für "Die Sendung mit dem Elefanten", eine Vorschulsendung in WDR. Ich bin Engländer und meine Freunde, Stefan, Till und Samy, bauen Puppen. Also beschlossen wir zusammenzuarbeiten. Wir wollten etwas auf Englisch machen, das für Kinder lustig wäre – nicht nur nett und süß, sondern auch richtig lustig.

Können Sie uns Red kurz vorstellen?

Ich liebe Red! Er ist niedlich und frech und baut viel Mist. Es macht tierisch viel Spaß mit ihm unterwegs zu sein. Red ist außerdem immer neugierig und probiert alles aus. Das macht ihn sympathisch. Meistens ist er übermütig, aber manchmal hat er auch ganz schön Angst. Wenn ich mit Red vor der Kamera stehe, nehme ich ihn voll und ganz wahr. Wenn die Dreharbeiten vorbei sind, vermisse ich ihn.

  • Ein Klassenfoto: Die Schüler tragen rote Schuluniformen und sind in vier Reihen aufgestellt. Die Schuluniformen haben sich nicht geändert. Davids Klasse in der Grundschule; Rechte: David Fermer

Wo haben Sie in England gedreht?

Wir haben in einem Dorf namens Cookham Dean gedreht, in Südengland in der Nähe von Windsor. Da komme ich her. Wir haben mit einer sehr netten Familie aus dem Dorf gedreht: Debs, Darryl und ihren zwei Kindern Holly und Charlie. Vor langer Zeit bin ich mit Debs in die Dorfschule gegangen. Jetzt gehen auch ihre Kinder dahin. Lustig ist auch, dass die Schuluniform komplett unverändert geblieben ist. Das sieht man hier in diesem Bild.

Das ist meine Klasse, als ich acht oder neun Jahre alt war. Ich stehe in der hinteren Reihe, im grauen Hemd. Ich hatte anscheinend an dem Tag vergessen, mir die Schuluniform anzuziehen. Der Onkel von Charlie und Holly steht vor der Lehrerin rechts. Er war damals mein bester Freund. Er heißt Matthew. Heute trägt der kleine Charlie sogar Matthews alte Schuluniform. Sie ist dreißig Jahre alt und irgendwie noch unversehrt.

Wir haben nicht nur in der Grundschule in meiner Heimatdorf gedreht, sondern auch im Umland. Wir haben sogar einen Tag in London gedreht. Das war wirklich sehr spannend.

Die Personen, die im Film vorkommen, sind keine Schauspieler, oder? Sie spielen alle sich selbst?

Es hat wirklich Spaß gemacht, mit den Leuten in England zusammenzuarbeiten. Alle, die im Film vorkommen, sind keine Schauspieler. Der glatzköpfige, tätowierte Besitzer des "Pet Shop" ist tatsächlich der Besitzer des Tierladens. Die Mitarbeiter auf der Fähre arbeiten in der Tat auf dem Schiff. Im Zug überprüfte unsere Fahrkarten die echte Schaffnerin. Nur der Arzt macht eigentlich etwas ganz anderes. Alle haben mit Begeisterung mitgemacht. Dafür sind wir den Leuten sehr dankbar.

  • Eine Kinderzeichnung zeigt ein Schulgebäude, die Lehrerin, David und Red. Die englischen Kinder, die in den Filmen mitspielen, haben auch Bilder von David and Red gemalt; Rechte: WDR

Im Abspann werden Kinderbilder von den Folgen gezeigt. Wer hat sie gemalt?

Wenn man einen Film dreht, gibt es oft lange Pausen. Man muss die Kameraposition ändern, Licht setzen, proben. Alles dauert ewig. Als wir mit der Schulklasse gedreht haben, hatten wir die Idee, dass die Kinder Bilder in den Pausen malen könnten. Sie wollten sofort wissen, wovon. Die Antwort lag uns auf der Zunge: Von David and Red! Sie haben mit viel Leidenschaft gemalt, dann wieder beim Drehen mitgespielt und in der nächsten Pause weiter gemalt. Die Bilder sind wirklich toll geworden.

Mit wie vielen Personen waren Sie bei den Dreharbeiten unterwegs?

Wir sind ein Team von fünf Personen. Wir arbeiten gerne miteinander, weil alle mitmachen können. Wir tauschen Ideen aus, machen Vorschläge, kommen während der Dreharbeit auf neue Gags. Jeder hat sich ins Erzählstil von David and Red eingearbeitet und fühlt sich dort zu Hause.

  • Red guckt erstaunt das beleuchtete Kürbisgesicht an. Red bekommt handfeste Hilfe von Puppenspieler Sammy Challah; Rechte: WDR

Wer spielt Red?

Niemand! Red ist echt!

Na ja, sagen wir mal so, er bekommt ein bisschen handfeste Hilfe von einem Puppenspieler namens Samy aus unserem Team. Samy ist ein richtig guter Schauspieler und auch sehr lustig. Als wir in England gedreht haben, haben wir ständig mit neuen Leuten gedreht. Samy musste Red immer den Leuten am Set vorstellen. Manchmal haben sie ihn ganz schief angeschaut.

Wenn die Kinder ihre eigenen Sockenfiguren basteln und damit spielen - welche Tipps können Sie ihnen als Profi geben?

Um diese Frage zu beantworten, muss ich das Wort an Stefan Silies weiter geben. Hallo Stefan! Bist du da?

Ja, hier bin ich! Manchmal machen wir auch Sockenbastelkurse an Schulen. Das Basteln kriegen die Kinder immer super alleine hin. Wir wundern uns immer, was für tolle Puppen dabei rauskommen. Aber ich kann einen guten Tipp geben, wie man mit dem Puppenspiel anfängt. Zuerst macht man eine Liste, was für Hobbys die Puppe hat, was sie gerne liest, wie alt sie ist und so weiter. Und dann können die Puppen sich gegenseitig vorstellen. Das macht total viel Spaß!

Danke, Stefan! Jetzt bin ich wieder dran …

Was machen Sie, wenn Sie nicht mit Red unterwegs sind?

Ich schreibe Kinder- und Jugendbücher, das ist meine Hauptbeschäftigung. Ich reise auch viel durch Deutschland und die Schweiz, um Lesungen in Schulen und Bibliotheken zu machen, aber die meiste Zeit sitzt ich am Schreibtisch und schreibe. Deswegen ist David and Red für mich eine besondere schöne Abwechslung vom Schreiben, weil ich meistens allein schreibe. Es macht einfach Spaß, mit Leuten zusammenzuarbeiten.