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Unterricht: Zur sprachlichen Gestaltung der Texte

Die Sendungen orientieren sich an der Sprachkompetenz von Schülerinnen und Schüler gegen Ende des 2. – oder Anfang des 3. Lernjahrs.
Die Flüchtigkeit des gesprochenen Wortes in einem Filmkommentar und die angenommene Sprachkompetenz der Schüler verlangen einen einfachen und klaren Satzaufbau.
Die Übersetzungen folgen in der Reduktion der ursprünglichen, deutschen  Sprechertexte – was Lexik, Satzbau, Tempora etc. betrifft – daher folgenden Prinzipien:
Für den Vokabelgebrauch ist der „Bamberger Wortschatz“ zugrunde gelegt, d.h. die rund 1.300 statistisch häufigsten Vokabeln der gängigen Schulautoren, die auch Grundlage vieler Lehrwerke sind. Darüber hinaus wurden Vokabeln für die im Film genannten Gegenstände benötigt, die nicht zum schulischen Lernwortschatz gehören (z.B. clavus „Nagel“, mālus „Mast“, pix „Pech“ etc.): Solche Vokabeln sind im Textmaterial in den Fußnoten als Hilfe angegeben; alle Manuskripte der Sendungen finden Sie unter: Filmskripte zu Experimentum Romanum
Für moderne Begriffe und Gegenstände wurden im Allgemeinen Neologismen verwendet (z.B. camera „Kamera“, archaeologus „Archäologe“, technicus „technisch“ etc.), um ein möglichst unmittelbares auditives Verstehen ohne längere Überlegung zu ermöglichen. Auf den in einigen neulateinischen Lernmaterialien üblichen Ciceronianismus wurde für diese Produktion zwecks leichter Verständlichkeit bewusst verzichtet. Die vielen lateinischen Vokabeln zu Schiffbau, militärischer Ausrüstung oder Hausbau sind im Übrigen durch die gleichzeitige visuelle und auditive Präsentation oft auch dann verständlich, wenn die Vokabel eigentlich unbekannt ist. So ergibt sich für den Lateinunterricht ein ähnlich situatives Vokabelverstehen und –lernen, wie es im modernen Fremdsprachenunterricht üblich ist.
Der Satzbau der lateinischen Version wurde gegenüber der deutschen Vorlage erheblich vereinfacht. Im Wesentlichen werden Hauptsätze verwendet, die durch Konnektoren wie sic „so“, itaque „daher“, sed „aber“ etc. verbunden werden. Konjunktivische Nebensätze kommen nur an sehr wenigen Stellen in Form von abhängigen Fragesätzen vor und sind dann auch ohne Kenntnis des Konjunktivs auditiv verstehbar. Auch auf Partizipialkonstruktionen wurde weitestgehend verzichtet.
Im Bereich der Formenlehre ist die Kenntnis aller Kasus und Deklinationsklassen einschließlich der Pronomina Grundlage für die Texte: Besonders die deiktischen Pronomina hic, ille, is sind aufgrund der Bild-Text-Kombination unverzichtbar. Beim Verbum wurde weitestgehend auf Konjunktivformen verzichtet; an Tempora kommen fast nur Präsens, Perfekt und Imperfekt vor.