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Sendungsinhalt: De religione Romana

Woran glaubten die Römer? Und vor allem wie? Beteten sie wie wir heute? Das herauszufinden ist nach 2000 Jahren gar nicht mehr so einfach. Deshalb hat sich der Althistoriker und Religionswissenschaftler Wolfgang Spickermann von der Universität Erfurt zusammen mit einer Gruppe Studenten vorgenommen die antiken Schriftquellen (Cicero, Cato der Ältere, Lukian) nach den religiösen Praktiken der Römer zu durchforsten. Damit aber nicht genug, die Gruppe hat die Zeremonien dann auch real durchgespielt. Ort der Handlung war der rekonstruierte Tempelbezirk von Tawern, der dem Gott der Reisenden und der Händler, dem Merkur, geweiht war. In der Folge erfahren wir, wie wichtig den Römern Götterzeichen und die Verehrung ihrer Götter war. Aber nicht nur ihrer eigenen Götter: sie nahmen auch Götter eroberter Völker in ihren Pantheon auf. Aber mit dieser Toleranz war Schluss, sobald die Anerkennung ihres „göttlichen“ Kaisers und die bestehende Himmelsordnung in Frage gestellt wurden.

Filmskript: De religione Romana

De religione Romana

Kapitelübersicht:

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Polytheismus

00:00 – 04:18

Die Religion im römischen Reich kannte eine ganze Reihe verschiedener Götter, die alle ihren eigenen "Zuständigkeitsbereich" hatten. Den wichtigsten Gottheiten wurden große Tempel erbaut, in denen ihnen Opfergaben dargebracht wurden. Auguren versuchten mit verschiedenen Mitteln, den Willen der Götter zu ergründen, um zum Beispiel den Erfolg von geplanten Unternehmungen vorherzusagen.

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"Götterhitliste" und Opfergaben

04:18 – 12:31

Unter den zahlreichen Göttern ab es einige wenige, die als besonders wichtig und mächtig galten. Ihnen wurden besonders oft geopfert um ihr Wohlwollen zu gewinnen. Opfergaben waren vor allem Feldfrüchte und Vieh. Kleinere Gottheiten waren oft von regionaler Bedeutung, und auch ursprünglich fremde Götter wurden in den Provinzen in den Kult übernommen.

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Kaiserkult

12:31 – Ende

Ein Gott allerdings war im ganzen Reich vorgeschrieben: Der Kaiser selbst. Indem sie dem Imperator als Gott huldigten, bewiesen eroberte Völker ihre Loyalität zur römischen Herrschaft. So diente der Kaiserkult, für den in jedem Lager und in jeder Stadt eine große Statue des Herrschers stand, dem Machterhalt. Religion war also auch Politik.