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Unterricht: Nadelbäume

Hinweise für den Unterricht

Einige Irrglauben rund um den Nadelbaum in unseren Gefilden halten sich hartnäckig. Für die meisten Menschen sind unsere Nadelwälder Tannenwälder, die Weihnachtsbäume Tannenbäume und gesammelt werden Tannenzapfen. Dabei bilden Tannen nur einen verschwindend geringen Teil unserer Nadelwälder. Auch unsere Weihnachtsbäume sind zum größten Teil Fichten und das Sammeln von Tannenzapfen ist schier unmöglich, es sei denn man pflückt sie direkt vom Baum.

Die Sendung bietet eine gute Grundlage, um die Unterschiede zwischen Fichte und Tanne zu behandeln. Am eindrücklichsten ist für die Schüler sicher der Unterschied bei den Zapfen. Sie erkennen im Film, dass Tannenzapfen aufrecht am Zweig stehen und ihre Schuppen am Baum verlieren, wodurch die Spindel immer noch aufrecht stehend zurückbleibt. Fichtenzapfen hingegen hängen am Baum und fallen mit samt ihren Schuppen zu Boden.

Um im Anschluss an den Film dieses Phänomen vertiefend zu behandeln, können die Schüler beispielsweise gefragt werden, was an folgenden Aussagen falsch ist:

- "Jonas sah viele Tannenzapfen am Baum hängen."

- "Tina sammelte viele Tannenzapfen."

Können die Schüler sich nicht mehr an die Aussagen des Films erinnern, kann die entsprechende Sequenz noch einmal gezeigt werden.

Anschließend sollten die Schüler Gelegenheit bekommen, Zapfen und Zweige von Fichte und Tanne untersuchen und vergleichen zu können. Als weiterer Unterschied kann so mit Hilfe des Pflanzenmaterials die unterschiedliche Beschaffenheit der Nadeln behandelt werden. Die gewonnenen Kenntnisse können in Form von Baumsteckbriefen festgehalten werden.

  • Tannenzweig mit einem Tannenzapfen.Ein Tannenzapfen auf einem Tannenzweig; Rechte: WDR
  • Fichtenwald, im Vordergrund ist eine Lichtung mit Grasbewuchs zu sehen, im Hintergrund blauer Himmel.Durch Borkenkäferbefall ausgelichteter Fichtenwald; Rechte: WDR
  • Eine Gruppe Schüler steht um eine Kiefer. Ein Lehrer zeigt auf einen abgesägten Ast.Biologie-Unterricht draußen, Unterrichtsobjekt ist eine Kiefer; Rechte: WDR

Optimal wäre ein Besuch in der Baumschule, um die beiden Bäume direkt vergleichen zu können. Auch eine Exkursion in einen Nadelwald bietet sich als Verbindung zur Lebenswelt der Schüler an. Hier können die Schüler selbst Fichtenzapfen sammeln und zugleich erkennen, dass unsere Nadelwälder zum größten Teil aus Fichten bestehen.

Im Zusammenhang mit der Sendung kann im Unterricht zudem auf das Phänomen, warum Nadelbäume im Winter ihre Blätter nicht verlieren, eingegangen werden. Allerdings sind hierzu Vorkenntnisse über den Wassertransport in Bäumen notwendig (Stichworte Verdunstung, gefrorener Boden, Frosttrocknis), wodurch dieses komplexe Thema eher für ältere Jahrgangsstufen geeignet ist.

Der abschließend in der Sendung vorgestellte Mammutbaum wird sicher eine Faszination auf die Grundschüler ausüben, so dass dieser als Ergänzung zu unseren heimischen Nadelbäumen im Unterricht behandelt werden sollte. Die Schüler können mit Hilfe geeigneter Materialien auch zu diesem Baum einen Steckbrief erstellen und Vergleiche der drei Bäume bezüglich Alter, Größe und Umfang anstellen.

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