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Unterricht: Heilpflanzen

Hinweise für den Unterricht

Im Anschluss an den Film, bietet es sich an, mit der Klasse einen Heilkräutergarten zu besuchen oder den Schülern einige aus ihrer Lebenswirklichkeit bekannte Produkte (wie Pfefferminztee, Ringelblumensalbe und Salbeibonbons) zu demonstrieren.

Neben den aus diesen Produkten bekannten Pflanzen, sollten im Unterricht vor allem Arten vertiefend behandelt werden, die die Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Spazierengehen wiederfinden und -erkennen können. Dazu eignen sich beispielsweise Schafgarbe, Oregano und Beifuß.

Um die Pflanzen kennenzulernen, können die Schüler Steckbriefe zu den einzelnen Arten erstellen. Dies kann sowohl in Einzelarbeit, in Form eines Stationenlernens oder auch in arbeitsteiliger Gruppenarbeit (Klassenplakate) geschehen. In jedem Fall sollte das Pflanzenmaterial für die Schüler immer zugänglich sein.

Das Pflanzenmaterial kann zudem genutzt werden, um für die Klasse ein Heilkräuterherbarium anzufertigen oder um im Anschluss an die Erarbeitung der Steckbriefe im Schulgarten oder in Kästen auf der Fensterbank ein eigenes Heilkräuterbeet anzupflanzen.

  • Eine Schülerin der 5. Klasse meldet sich im Unterricht.Umwelterziehung in der Schule; Rechte: dpa/Michael Hanschke
  • Wild wachsende Pfefferminze zur Blütezeit. Die kleinen, kugeligen Blüten der Pfefferminze sind blassviolett; Rechte: WDR

Eine weitere Möglichkeit, um den Schülern die in der Sendung erwähnten Pflanzen näher zu bringen, ergibt sich durch eine botanische Exkursion. Viele der Heilkräuter sind am Weges- oder Wiesenrand zu finden. Die Schüler können die Pflanzen selber sammeln, trocknen und im Anschluss ihr eigens Herbarium anfertigen und werden so unter Anleitung mit diesen wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut gemacht. Zudem dürfte sich für viele Schüler ein Aha-Effekt ergeben, wenn sie erkennen, dass viele Pflanzen, die sie vom Hörensagen oder als Pizzagewürz kennen, in ihrer direkten Umgebung wachsen.

Als spannende Ergänzung kann im Unterricht zudem anhand von Pflanzen wie Lungenkraut, Leberblümchen oder Milzkraut gezeigt werden, dass früher häufig vom Aussehen der Pflanzen auf ihre Wirkungsweise geschlossen wurde. Nach der so genannten Signaturenlehre wurde beispielsweise das Lungenkraut wegen seiner gefleckten und damit an die menschliche Lunge erinnernden Blätter gegen Krankheiten der Lunge und der Atemwege eingesetzt.

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