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Mit Spezialmaschinen wird Rollrasen geerntet und aufgerollt; Rechte: WDR
Ein Pandabär frisst Bambussprossen; Rechte: WDR
Basis für viele Getreideprodukte: Weizen; Rechte: WDR
Getreideprodukte, Heuschnupfen, Viehfutter und Fußballplatz: Es gibt zahlreiche Anknüpfungspunkte des Themas „Gräser“ an die Lebenswirklichkeit der Schüler. Die Sendung „Gräser“ kann helfen, Schüler zusätzlich für das Thema zu motivieren.
Die Sendung besteht aus drei Teilen:
1. Rollrasen
2. Bambus
3. Weizen
Im Film wird ausgehend von einem stark geschädigten Rasen auf einem Fußballplatz die Produktion von Fertig- beziehungsweise Rollrasen beschrieben. Nebenbei lernen die Schüler bereits etwas über Aufbau, Wuchsform und Früchte der Gräser.
Für viele Schüler ist es sicher eine Überraschung, dass diese häufig fast baumhohe Pflanze auch ein Gras ist, genau wie unsere heimischen sehr viel kleineren Arten. Es bietet sich an, Vergleiche zwischen dem beeindruckenden Bambus und einer heimischen Grasart anzustellen. Die Schüler sollten direkt mit dem Pflanzenmaterial arbeiten, um so forschend entdeckend die Gemeinsamkeiten der Pflanzen herauszufinden. Die zusammengetragenen Gemeinsamkeiten können dann im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe auf andere heimische Arten übertragen werden.
Die Unterscheidung der verschiedenen heimischen Grasarten ist schwierig. Es sollten daher Gräser ausgesucht werden, die charakteristische Merkmale aufweisen und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Dafür eignen sich zum Beispiel Knäuelgras, Zittergras, Fuchsschwanz und einjähriges Rispengras. (Es genügt auf Gattungsebene zu bleiben.) Diese Arten repräsentieren zudem die immense Vielfalt dieser Pflanzenfamilie. Nachdem die verschiedenen Gräser auf ihre Gemeinsamkeiten überprüft wurden, lernen die Kinder die Artnamen der Gräser kennen. Es können Steckbriefe, Herbarien oder Plakate in Einzel- oder Gruppenarbeit angefertigt werden.
Der Film bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht. Beispielsweise kann die Klasse die Unterschiede der wichtigsten Getreidearten (Hafer, Weizen, Roggen, Gerste) erarbeiten. Es kann auch die im Film gezeigte Ernte des Getreides im Vergleich „früher – heute“ aufgegriffen werden.
Ein weiteres Thema ist der Weg des Getreidekorns zu Mehl beziehungsweise zu Brot. Es bietet sich an, mit den Schülern den Begriff „Vollkorn“ im Zusammenhang mit gesunder Ernährung zu erarbeiten. In der Schulküche können im Anschluss Brot, Pfannkuchen und ähnliches aus Vollkornmehl (als ein „Grasprodukt“) gebacken werden.
Auch das im Film vorgeführte Veredeln der Rosen kann im Unterricht demonstriert und somit verständlicher gemacht werden. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit im Schulgarten ein Obstgehölz zu veredeln oder eine Baumschule zu besuchen, um sich dort diese Methode vorführen zu lassen.
Weitere Vorschläge für den Unterricht zum Thema „Gräser“:
Um Antworten auf die Fragen „Haben Gräser Blüten?“ und „Tragen Gräser Früchte?“ zu finden, können die Schüler heimische Gräser mit Hilfe von Lupe und Binokular genauer untersuchen. Die Schüler sollten hier bereits über Kenntnisse des Aufbaus einer Blütenpflanze verfügen. Dann werden sie erkennen, dass auch Gräser Blüten und Früchte (Karyopsen) entwickeln.
Die Schüler können auch aufgefordert werden, möglichst viele verschieden Gräser zu sammeln (möglicherweise im Rahmen einer Exkursion), um dann beispielsweise ein Klassenplakat zu erstellen, das die Vielfalt unserer Gräser anschaulich macht.
© Text: Phoebe Rosenkranz
