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In der Entwicklungsgeschichte treten die Nadelbäume lange vor den Laubbäumen auf. Sie entwickelten sich bereits gegen Ende der Steinkohlezeit. Heute kennt man ungefähr 650 verschiedene Arten von Nadelbäumen. Ihre Blätter sind nadelförmig und haben eine feste Ummantelung, die von einer Wachsschicht umgeben ist. Das führt dazu, dass Nadelbäume über einen langen Zeitraum hinweg Wasser speichern können und nur alle paar Jahre ihre Nadeln abwerfen. Daher bezeichnet man Nadelbäume auch als immergrüne Bäume. Fichtennadeln zum Beispiel haben eine Lebensdauer von sieben Jahren bevor sie abfallen. Die Lärche ist allerdings eine Ausnahme unter den Nadelbäumen: Ihre Nadeln verfärben sich im Herbst goldgelb und im Winter werden sie abgeworfen.
Die Nadeln von Nadelbäumen nehmen viel Kohlendioxid auf. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der steigende Kohlendioxid-Gehalt in der Luft, der verantwortlich ist für die Erderwärmung, das Wachstum von Nadelbäumen fördert.
Nadelbäume gehören zu den "nacktsamigen Pflanzen" und Laubbäume zu den "bedecktsamigen". Die Samenanlagen der Nacktsamer, also der Nadelbäume, sind im Gegensatz zu denen der Bedecktsamer, den Laubbäumen, nicht so gut geschützt. Denn die Samenanlagen der Nadelbäume liegen unbedeckt auf ihren Fruchtblättern. Wenn sie allerdings einen ungestörten Platz haben, dann wachsen Nadelbäume erstaunlich schnell.
Ihr Stamm ist durchgängig und verzweigt sich, wenn überhaupt, nur im oberen Teil des Baumes. Deshalb liefern Nadelbäume gutes Nutzholz, das zudem noch sehr weich und damit gut zu verarbeiten ist. Nadelholzgewächse gibt es übrigens fast überall auf der Welt – Schwerpunkt ist jedoch die nördliche Halbkugel. Der häufigste Nadelbaum in Europa ist die gemeine Fichte.
© Text: Katharina Appia / Jennie Theiß
