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Im Alltag meint der Begriff Gräser im Allgemeinen nur die Pflanzen, die einen Rasen oder eine Wiese bilden. In der Biologie umfasst der Begriff dagegen eine ganze Pflanzenfamilie (die „Gramineae“), die unterteilt wird in Süß- und Sauergräser. Die Pflanzen dieser Familie von Gräsern können durch ihre charakteristischen Merkmale erkannt werden:
Die wichtigsten unserer Gras- beziehungsweise Getreidesorten sind Weizen, Roggen, Gerste und Hafer.
In der Steinzeit machten die Menschen die Entdeckung, dass aus Samen neue Pflanzen entstehen konnten. Diese Erkenntnis war zum Teil dafür verantwortlich, dass der Mensch sesshaft wurde. Er säte und erntete Getreide, um sich zu ernähren. Mit Steinen oder Mörsern wurden die Samen zerrieben, um dann mit Wasser oder Milch verrührt zu werden. Durch Erhitzung von Steinen konnten daraus Fladen gebacken werden. Durch Ausgrabungsfunde in Europa geht die Wissenschaft davon aus, dass die Menschen bereits 3000 vor Christus eine Art Backofen zum Brotbacken entwickelt hatten. Im Laufe der Geschichte und mit dem rascheren Ansteigen der Bevölkerungszahlen entwickelten sich Mehl und Brot zu einem Grundnahrungsmittel.
© Text: Katharina Appia / Jennie Theiß
