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Vor Rostock liegt das größte künstliche Riff der Ostsee. Wissenschaftler haben es zu Forschungszwecken gebaut. Einer von ihnen ist Projektleiter Thomas Moor. Gemeinsam mit seiner Gruppe bereitet er sich auf einen Tauchgang vor, bei dem die Taucher Rotalgen sammeln wollen.
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Das künstliche Riff besteht aus verschieden geformten Betonteilen und ist beleuchtet. Kameras filmen, was hier passiert - sie übertragen die Daten ins Internet. Hunderte von Jungfischen haben zwischen den Betonklötzen ein Zuhause gefunden. Die Wissenschaftler hoffen, zu beweisen, dass solche künstlichen Riffe für die Vermehrung von Fischen sorgen.
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Fast auf der ganzen Welt gibt es unterschiedliche Arten von künstlichen Riffen. Vor der Küste Floridas findet man zum Beispiel einen Unterwasserfriedhof: das Neptune Memorial Reef. In der Nähe liegt außerdem das Riff „The Pipes“. An großen Rohren haben sich schnell Algen, Schwämme und Korallen angesiedelt und so Fische angelockt.
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Leider funktionieren nicht alle künstlichen Riffe so gut. In den 70er Jahren wurden Millionen Autoreifen im Meer entsorgt - die Lösung für ein drängendes Müllproblem. Doch es zeigte sich, dass Autoreifen kein geeignetes Ökosystem sind. Im Gegenteil: Hier wächst fast nichts. Die Reifen werden durch die starke Strömung und Stürmen über dem Meer sogar umhergeworfen und zerstören auf diese Art natürliche Riffe.
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Die Taucher am künstlichen Riff in der Ostsee müssen sich beeilen, weil das Wetter umschlägt. Trotzdem können sie noch genug Rotalgen sammeln. Der Rote Seeampfer wird in der Kosmetik und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Die Wissenschaftler möchten ihn deshalb, wenn möglich, am künstlichen Riff anbauen, um damit Geld zu verdienen.
