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Die kanarischen Inseln Teneriffa, Gran Canaria und Lanzerote gehören zu den Lieblingszielen deutscher Urlauber. Sie liegen vor Westafrika im Atlantik. Die Gegend bietet eine Vielfalt einheimischer Pflanzen- und Tierarten. Aber diese Idylle ist durch den Massentourismus bedroht. Hotels werden überall gebaut, auch illegal im Naturschutzgebiet.
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Auf der Vulkaninsel Teneriffa ist ein Bauwahn ausgebrochen. Riesige Appartement- und Hotelanlagen werden immer näher am Naturschutzgebiet errichtet. Im Zuge des Massentourismus entstehen Golfanlagen, künstliche Strände und Autobahnen, die die Landschaft zerstören und Tier- und Pflanzenarten bedrohen. Oft werden Baumaßnahmen von Fördergeldern der Europäischen Union unterstützt.
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Trotz Massentourismus ist die Unterwasserwelt vor Teneriffa größtenteils noch intakt. Doch durch den geplanten Industriehafen vor Granadilla würden wahrscheinlich die dortigen Seegraswiesen zerstört. Sie bilden die Nahrungsgrundlage für die vom Aussterben bedrohten Riesenschildkröten. Der Schiffsverkehr stellt auch eine Gefahr für die Wale dar: Kollisionen sind keine Seltenheit.
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Auf Lanzarote gibt es noch unberührte Natur. Auch unter Wasser ist die Artenvielfalt groß. Gefahr droht hier von stacheligen blinden Passagieren: Schiffe aus der Karibik haben Seeigel eingeschleppt, die sich stark vermehren und einheimischen Tieren die Nahrung wegfressen. Außerdem zerstören illegal in Naturschutzgebieten errichtete Hotelanlagen die einzigartige Vulkanlandschaft.
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Im Inneren Gran Canarias findet man noch ein Naturparadies, während sich an der Küste Touristen tummeln. Der Bauboom ist ungebrochen. Die Dünen im Süden der Insel sind Heimat vieler Pflanzen- und Tierarten. Doch der Sand kann sich wegen der Golfplätze nicht mehr richtig verteilen. Eine einheimische Umweltorganisation fordert, die rücksichtslose Bebauung zu stoppen.
