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Korallenriffe im Roten Meer vor der Küste Ägyptens sind ein Paradies für Taucher aus aller Welt. Aber der Tourismus hat in der Natur beträchtliche Spuren hinterlassen. Das Forscherteam findet immer wieder irreparable Schäden an den Korallen, die Tauch-Rowdies oder unerfahrene Taucher hinterlassen.
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Das "Blue Hole" ist vom Geheimtipp zur touristischen Massen-Tauchstelle geworden. Hunderte Schnorchler beschädigen täglich mit ihren Flossen die Korallen. "Taucherfriedhof" wird der Ort genannt, weil sich hier immer wieder Touristen überschätzen und ertrinken. Der Bauwahn stoppt nicht, obwohl sich jetzt schon Müllberge in der Wüste türmen und die Meerbuchten bedecken.
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Der Ras Mohammed Nationalpark ist wegen seiner Unterwasserlandschaft weltberühmt und wird täglich von Hunderten Touristen angesteuert. An den stark betauchten Stellen sind die Schäden unübersehbar. Das Wrack des britischen Schiffes "Thistlegorm" ist ein beliebtes Ausflugziel für Urlauber. Auch hier wird die Ignoranz der Hobbytaucher deutlich, die ganze Stücke als Souvenire vom Wrack abbrechen.
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Es gibt Taucher, die Meeresschildkröten oder Napoleonfische anfassen, füttern oder sie quälen. Auch einheimische Führer halten sich oft nicht an entsprechende Verbote. Inzwischen haben sich Tauchschulen der Region Hurghada zusammengeschlossen, um die Riffe und somit ihre Arbeit zu sichern. Sie bringen Bojen an, an denen Schiffe ankern können, ohne die Korallen weiter zu schädigen.
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Die Riffe bei Marsa Alam scheinen in Ordnung. Aber auch sie locken immer mehr Taucher an. Die Forscher befürchten, dass die Tiere ohne Rückzugsbereich schließlich verschwinden. Eine Bucht 150 Kilometer weiter zeigt Alternativen: Hier darf nur eine begrenzte Anzahl Taucher gleichzeitig ins Wasser; es gibt strikte Verhaltensregeln. Auch das nahe Städtchen kämpft um die Zukunft des Riffs.
