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Sendungsinhalt: Hermann Hesse – der Weg zu sich selbst

Wie kaum ein anderer Autor von Weltrang hat Hermann Hesse sein literarisches Werk aus den Erfahrungen seines eigenen Lebens geschöpft - von den Krisen seiner Jugendjahre bis zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Kalten Krieg. Die Stationen seines Lebens zwischen seinem Geburtsort Calw im Schwarzwald und Montagnola im Tessin, wo er die letzten 40 Jahre seines Lebens verbrachte, sind zugleich eine Art Wegweiser zur inneren Entwicklung und zum Werk des Dichters.

Filmskript: Hermann Hesse – der Weg zu sich selbst

Szenenüberblick

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
00:00 - 06:57

Calw, die zwei Welten der Kindheit

Hesses Eltern hatten im Rahmen der evangelischen Missionsarbeit in Indien gelebt und sich anschließend im schwäbischen Calw niedergelassen. Hier verbrachte Hermann Hesse eine glückliche Kindheit, die einerseits von Weltoffenheit und andererseits vom Pietismus geprägt war. Draußen eroberte sich Hesse die Natur, zu Hause faszinierte ihn die geistige Welt seines Großvaters.

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
06:58 - 12:21

1891 - Maulbronn: Auflehnung und innere Not

Der Familientradition entsprechend sollte Hermann Hesse Pfarrer werden und wurde ins evangelische Klosterinternat Maulbronn geschickt. Hesse selbst aber wollte Dichter werden. Er floh aus der Schule und versuchte sich das Leben zu nehmen. Seine Eltern ließen ihn daraufhin in eine Heilanstalt bringen.

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
12:22 - 14:07

1895 - Tübingen: Buchhändlerlehre und Literaturstudium

Nachdem er die Schule abgebrochen hatte, machte Hesse eine Buchhändlerlehre, bildete sich selbst durch das Lesen der Klassiker weiter und brachte mit 21 Jahren seine Gedichtsammlung „Romantischen Lieder“ heraus.

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
14:08 - 15:35

1899 - Basel, vom Zeitungsschreiber zum Bestsellerautor

Als Buchhändlergehilfe in Basel freundete sich Hesse mit Künstlern an, befasste sich mit Philosophie und reiste nach Italien. Er schrieb Zeitungsartikel, Rezensionen und eigene Werke, in deren Mittelpunkt die Persönlichkeit des einzelnen Menschen stand. Sein Roman „Peter Camenzind“ wurde zum Erfolg.

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
15:36 - 18:44

1905-1912 – Bodensee: Sesshaftigkeit und Flucht.

Der Erfolg erlaubte Hermann Hesse zu heiraten und in einem Haus am See eine Familie zu gründen. Er genoss das Leben in der Natur und verarbeitet seine Kinder- und Jugendjahre literarisch. Auch „Unterm Rad“ wurde wieder zum Bestseller. Doch bald empfand Hesse die ländliche Idylle als beengend und begab sich mehrere Monate im Jahr auf Reisen.

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
18:45 - 21:39

1917 – Bern: Lebenskrise und Neuorientierung

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Hesse nicht mehr als Dichter gefeiert, sondern als „vaterlandsloser Gesell“ gesehen, weil er sich gegen nationalistische Hysterie aussprach. In Bern redigierte er nun Zeitschriften für Kriegsgefangene, hatte keine Zeit zum eigenen Schreiben und fühlte sich einsam. Er fiel in eine tiefe Krise, aus der heraus „Demian“ entstand.

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
21:40 - 27:12

1919-1962 – Monagnola: Zuflucht und Zuhause

Nachdem seine Familie sich aufgelöst hatte, zog Hesse, fast mittellos, ins Tessin. Der Neuanfang setzte Kräfte frei und er begann in der Natur zu malen und an den Abenden zu schreiben. Er lebte zwischen Phasen der Begeisterung und der Verzweiflung und sucht Hilfe bei C.G. Jung. Er lebte in ständiger Spannung zwischen Gegensätzen und immer nah am Abgrund. Die Winter verbrachte er in Basel und Zürich, bis ihm ein Gönner in Montagnola ein eigenes Haus baute.

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
27:13 - Ende

Letzter Besuch in Calw und Nobelpreis

Dieses Haus in der Schweiz wurde nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten zum Zufluchtsort für viele Emigranten und Flüchtlinge. Bei einem letzten Besuch in Calw empfand Hesse kein Heimatgefühl mehr. 1946 erhielt er den ersten Nobelpreis für Literatur nach dem 2. Weltkrieg. In seinen letzten Lebensjahren widmete sich Hesse seiner umfangreichen Korrespondenz.