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Der Film erläutert am Beispiel von drei betroffenen Personen, was Autismus ist. Die Porträts zeigen das breite Spektrum der autistischen Störungen vom Asperger-Syndrom bis zum frühkindlichen Autismus. Man erhält einen tiefen Einblick in den Alltag und die Innenwelt von Menschen mit autistischen Störungen, der es ermöglicht, sich in diese fremde Welt hineinzuversetzen. Wie nehmen Menschen mit Asperger-Syndrom ihre Umwelt wahr? Mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen und mit welchen Strategien bewältigen sie ihren Alltag? Therapiemöglichkeiten für leichte und schwere autistische Störungen werden aufgezeigt.
Da Autismus vor allem auf Störungen von Gehirnfunktionen zurückgeht, eignet sich der Film sich sehr gut für exemplarisches Lernen, wenn die Bereiche Verhaltensbiologie, Sinnesphysiologie und Neurobiologie behandelt werden. Wichtige Hirnfunktionen konnten erst anhand solcher Störungen erforscht werden. Sie lassen sich an diesem Beispiel auch gut erlernen. Das Thema ist für die Schülerinnen und Schüler fesselnd, weil es mit grundlegenden menschlichen Eigenschaften wie Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit und Empathie zu tun hat. Gleichzeitig entwickeln Autisten oft erstaunliche Inselbegabungen.
Der moderne Biologieunterricht soll auch Anwendungsbezüge deutlich machen. Das gelingt mit dem Film an einem sehr aktuellen Beispiel. Mit Hilfe der modernen Hirnforschung wurden in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei der Diagnose und Therapie von Autismus gemacht. Neuste Erkenntnisse wie die Entdeckung der Spiegelneuronen werden thematisiert. Gleichzeitig wird auch erläutert, wo es noch ungeklärte Fragen und Forschungsbedarf gibt. Eine Auseinandersetzung mit ethischen Fragen, wie zum Beispiel der Umgang mit abweichendem Verhalten oder Behinderungen, bietet sich an, was den Film auch für Fächer wie Ethik, Religion und Sozialkunde geeignet macht.
Der Film stellt die Fachmethoden vor, mit denen Symptome und Ursachen des Autismus untersucht werden. Anschaulich wird erläutert, mit welchen Methoden die Forscher in den 40er Jahren die Störung entdeckt haben, wie man Schritt für Schritt möglichen Ursachen auf die Spur gekommen ist und ursprüngliche Annahmen wieder verworfen hat. Methoden der Hirnforschung wie die Magnetresonanztomographie werden angesprochen. Die ausführlichen Porträts der drei Autisten ermöglichen zudem, dass die Schüler die Fachmethoden nicht nur nachvollziehen, sondern selbst Merkmale und Verhaltensmuster der Störungen beobachten und beschreiben.
Der Körper des Menschen und seine Gesunderhaltung
Den eigenen Körper verstehen
Leben im Gleichgewicht
Menschen verändern
Inhaltsfeld: Kommunikation und Regulation
Erkennen und Reagieren: Signale senden, empfangen und verarbeiten
Steuerungs- und Regulationsmechanismen im Organismus
Lernbereich Verhalten und Verständigung
Information und Kommunikation in lebenden Systemen
Sinnesorgane und Nervensystem
Bau und Leistungen des menschlichen Organismus
Reizphysiologie
© Text: Anne Haage, Helene Pawlitzki
