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In christlichen Kulturkreisen war der Mensch gehalten, sich seiner Vergänglichkeit bewußt zu sein. Er sollte sich während des Lebens auf das Sterben, auf den Tod vorbereiten - in der Hoffnung auf eine leibliche Auferstehung, ein Leben nach dem Tod. Das "Memento mori" - das Gedenken des Todes - wurde in vielen bildlichen Darstellungen in vergangenen Jahrhunderten lebendig. Im Laufe der Zeit hat sich hierfür eine reiche Ikonographie entwickelt, die nicht nur Grabsteine schmückte. Vanitas-Stilleben seit dem 17. Jahrhundert, aber auch vielfältige Formen des Vanitas-Schmucks, den man als Erinnerung an die eigene Vergänglichkeit trug, legen davon ein reiches Zeugnis ab.
Skelett "SchnitterTod", der die lebenden Menschen "erntet";
Mohnkapsel, Symbol für den ewigen Schlaf.
Totenschädel; Stundenglas, Symbol für die verrinnende Lebenszeit; verlöschende Kerze; geknickte Ähren, Symbol für das Lebensende; Seifenblasen.
© Text: Monika Buscher
