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Hintergrundwissen

Symbole des Todes

In christlichen Kulturkreisen war der Mensch gehalten, sich seiner Vergänglichkeit bewußt zu sein. Er sollte sich während des Lebens auf das Sterben, auf den Tod vorbereiten - in der Hoffnung auf eine leibliche Auferstehung, ein Leben nach dem Tod. Das "Memento mori" - das Gedenken des Todes - wurde in vielen bildlichen Darstellungen in vergangenen Jahrhunderten lebendig. Im Laufe der Zeit hat sich hierfür eine reiche Ikonographie entwickelt, die nicht nur Grabsteine schmückte. Vanitas-Stilleben seit dem 17. Jahrhundert, aber auch vielfältige Formen des Vanitas-Schmucks, den man als Erinnerung an die eigene Vergänglichkeit trug, legen davon ein reiches Zeugnis ab.

  • aufgebahrter TotenschädelVanité - S. Renard de Saint-André

Das absolute Unprogramm ist der Tod. Es ist heutzutage nicht normal, tot zu sein, und das ist etwas Neues.

Du kannst nicht wählen,
wie du sterben willst oder wann.
Du kannst nur beschließen,
wie du leben willst.
Jetzt.
Joan Baez*

  • Totenschädel © Carl Hanser Verlag München/Wien - 1984Vanité nach Philippe de Champaigne

Allegorien des Todes

Skelett "SchnitterTod", der die lebenden Menschen "erntet";
Mohnkapsel, Symbol für den ewigen Schlaf.

Allegorien der Vergänglichkeit

Totenschädel; Stundenglas, Symbol für die verrinnende Lebenszeit; verlöschende Kerze; geknickte Ähren, Symbol für das Lebensende; Seifenblasen.

  • Fingerring aus SchädelnP. Woeiriot: Entwurf Memento-mori-Ring