zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.
Schönheit und Schönheitsideale gab und gibt es in allen Zeiten und in allen Kulturen. Was als schön empfunden wird kann sehr unterschiedlich sein, die Vorbilder wandeln sich und es hängt stark von der jeweiligen Kultur und ihren ästhetischen Idealen ab, wie Schönheit definiert wird.
Aber die Sehnsucht nach Vollkommenheit, wie auch immer sie aussehen mag, begleitet die Geschichte der Menschheit. Zu allen Zeiten trachteten die Menschen danach bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen.
Die sich wandelnden Vorstellungen von Schönheit verändern die Wahrnehmung und das Erscheinungsbild von Männern und Frauen. Bewußte Schönheits- und Körperpflege, Mode und Kosmetik unterstützen immer und in allen Kulturen das Streben nach Schönheit und halfen dabei als schön empfundene Körper und Gesichter zu formen. Eng verbunden mit der Suche nach Schönheit ist der Wunsch nach Jugend, der Versuch den Fortlauf der Zeit und das Alter aufzuhalten. Sehr anschaulich zeigt sich diese Sehensucht in der mittelalterlichen Idee des Jungbrunnens, der Verwandlung von Alt in Jung durch ein Bad im heilkräftigen Wasser. Die Kosmetikindustrie lebt zu einem guten Teil von diesem Wunschtraum ewiger Jugend ...
Schönheit hat aber nicht nur ästhetische Aspekte. Sie hat auch viel mit den Werten einer Gesellschaft zu tun, in ihr können sich Macht, Reichtum und soziale Stellung ausdrücken. Schönheitspflege war lange Zeit ein Privileg der Reichen und Mächtigen. Durch bewußte Inszenierung von Schönheit drückte sich die gesellschaftliche Vormachtstellung aus, Kleider- und Verhaltensvorschriften gaben einen detaillierten Code vor. Viele Schönheitsideale, wie zum Beispiel eine blasser Teint, waren für die ärmeren Schichten kaum zu erreichen.
In unserer Zeit ist Schönheit eng verknüpft mit Individualität und Erfolg. Attraktive Menschen lösen Sympathie aus, finden mehr Entgegenkommen als häßlichere Menschen und haben es oft leichter im Berufsleben. Wer im heutigen Sinn als schön gilt, der hat Ausstrahlung, wirkt gesund, fit und leistungsstark. Ein gepflegtes, schönes Äußeres, eine gesunder, sportlicher Körper sind begehrte Aushängeschilder des modernen Menschen. An der eigenen Schönheit wird bewußt gearbeitet, sie wird geformt durch Sport, gezielte Ernährung, Kosmetik, Bräunungsstudios und andere Mittel. Nicht alles was dem modernen Körperkult dient ist allerdings auch gut für den Menschen, und mit einem zunehmendem Körper- und Gesundheitsbewußtsein steigert sich auch die Kritik an gesundheitsschädlichen Schönheitsprozeduren.
© Text: Ulla Rehbein
