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Filmclipinhalt: Bürgerinitiative in der DDR

Neustadt-Glewe ist eine Kleinstadt mit 8000 Einwohnern in Mecklenburg, südlich von Schwerin. Erläutert wird das Zusammenspiel von Kommunalpolitik und Bürgerinitiative. Die Aufgaben der Kommune waren durch Gesetze und Auflagen übergeordneter staatlicher Organe bestimmt. Forderungen der Bürger nach Leistungen der Kommune, die nicht im Plan festgeschrieben waren, konnten, wenn ihre Dringlichkeit evident war, zum Inhalt einer Bürgerinitiative werden. Der Ruf nach dem Staat wurde mit einer Aufforderung zur Selbsthilfe erwidert. Waren erforderliche Geld- und Sachmittel nicht im Etat vorhanden, hatte die Kommune mit örtlichen Betrieben Kommunalverträge zu schließen. Die Nationale Front (NF), der Zusammenschluss aller Parteien und Massenorganisationen, hatte die Bürgerinitiative zu organisieren. Bürger übernahmen mehr oder weniger freiwillig Arbeiten. In Neustadt-Glewe waren das die Reparatur eines Gehwegs, die Installation einer Wasserleitung in einer Kleingartenanlage, das Anlegen und Pflegen von Außenanlagen eines Kindergartens und schließlich die Verschönerung des Wohnumfeldes durch eine Hausgemeinschaft. Deren Arbeit wurde mit Ehrenurkunde und Geldprämie belohnt. Ein Ausschnitt aus dem Film von 1990 belegt die neuen Aktivitäten echter Bürgerinitiven.

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„Am Beispiel von Neustadt-Glewe wird die Rolle von Bürgerinitiativen in der DDR beleuchtet. Das Filmteam hat dort 1987 gedreht und ist drei Jahre später nach der Wende noch einmal dort gewesen, um zu sehen was sich geändert hat, um Altes mit Neuem zu vergleichen. Am Beispiel der Verlegung einer Wasserleitung wir die funktion einer „Mach-Mit-Initiative erläutert.“ (05:39)

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„Der Mach-mit-Plan ist Gegenstand einer Stadtverordnetensitzung. Das Wesen von Kommunalverträgen wird am Beispiel des Lederwerks Neustadt-Glewe erläutert, das sich bei der Gehwegerneuerung engagiert. Anwohner äußern sich zum Arbeitseinsatz.“ Folgendes ergänzen: „Nach der Wende wurden 1990 die Beteiligten der Dreharbeiten des „Mach-Mit-Plans“ von 1987 erneut befragt und um eine Einschätzung der Bürgerinitiativen der DDR gebeten.“ (11:53)

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Auch in der DDR hat oft große Umweltprobleme gegeben. In Neustadt-Glewe z.B. die Belastungen durch große Mengen von Düngemittel, oder die Abwasser des Lederwerks. Aber deutlich beim Namen genannt konnten diese Probleme erst nach der Wende werden. Wie sieht der Einsatz für die Umwelt 1990 im Vergleich zu damals aus? (10:35)