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Schwerpunkt DDR

40 Jahre lang gab es zwei deutsche Staaten - von einer Mauer getrennt und als „Kinder des Kalten Krieges“ in ihrer ideologischen und politischen Ausrichtung von den jeweiligen Hegemonialmächten USA und UDSSR beeinflusst. Der „sanften Revolution“ der DDR-Bürger verdankt Deutschland die Wiedervereinigung und die Auflösung des DDR-Regimes. Doch was waren die politischen Strukturen dieses autoritären Staatsgebildes und wie lebte es sich in der DDR?

Der Schwerpunkt ist diesen Fragen gewidmet und bietet umfangreiche Materialien zu Politik und Alltagsleben in der DDR: Neben Hintergrundinformationen und ausgewähltem Quellen- und Informationsmaterial bereichern zahlreiche Filmausschnitte der Reihe „Alltag in der DDR“ den Schwerpunkt, die das Schulfernsehen von 1986 bis in die unmittelbare „Nachwendezeit“ produzierte. Diese Zeitdokumente konservieren mit westlichem Blick die letzten „Lebensjahre“ der anderen deutschen Republik und geben Schülern und Lehrern somit authentisches Material an die Hand, um sich jenseits beliebter fiktionaler Rekonstruktionen selbst ein „Geschichtsbild DDR“ zu erarbeiten.

Denn 20 Jahre nach dem Mauerfall ist die „Lebenswirklichkeit DDR“ für viele kaum noch nachzuvollziehen. Schülern kann sie nur noch „vermittelt“ werden, durch Erzählungen, Filme, Bilder, Dokumente. Jenseits von zu einfach gezeichneten schwarz-weiß Beschreibungen und eingebettet im historischen Kontext des Kalten Krieges plädieren die auf Planet Schule zur Verfügung gestellten Materialien für einen differenzierten Umgang mit der DDR-Geschichte.

  • Trabant auf Parkplatz in Eisenach (Quelle: Gerald Syring)

    Trabant 601 S – nicht unbedingt ein Traumauto. Aber wenn man 10 und mehr Jahre warten musste, um endlich glücklicher Besitzer sein zu können, wurde keine Mühe gescheut, ein Schmuckstück entstehen zu lassen

  • DDR-Emblemsäule vor Grenzstreifen bei Mödlareuth (Quelle: Gerald Syring)

    Einblick in die Grenzanlage: Kolonnenpfad, Spurensicherungsstreifen, Fahrzeugsperrgraben, Metallgitterzaun mit Selbstschussanlage „Splittermine 70“

Multimedia

Zum Schwerpunkt DDR gibt es folgende interaktive Angebote: Aufbau der DDR-Grenzanlagen - am Beispiel der Berliner Mauer in den 70er Jahren / Chronologie des Mauerfalls

MultimedialMultimedia [diverse Flash-Applikationen]
Anfangsscreen der Animation (Quelle: SWR) Multimedial

Zur Info - interaktive CD-ROMs mit DDR-Thematik

  • Externer LinkWarum? ... Ereignisse, die Schlagzeilen machten, Vol. 1 und Vol. 2

    Umfangreiches Quellenmaterial, O-Töne von Zeitzeugen, Filmausschnitte etc. bieten die multimedialen CD-ROMs des Schulfernsehens. Zur DDR-Geschichte sind folgende zeitgeschichtlichen Ereignisse ausführlich dokumentiert: 1953: Aufstand in der DDR (CD-Rom Warum? ... Vol.2) / 1961: Mauerbau (CD-Rom Warum? ... Vol.1) / 1989/90: Wiedervereinigung (CD-Rom Warum? ... Vol.1)

Zur Info - weitere Sendungen mit DDR-Thematik

  • Externer LinkBürgerrechte in der DDR: Meinungsfreiheit

    Der Liedermacher Stefan Krawczyk, die Regisseurin und Schriftstellerin Freya Klier, und Ralf Hirsch - diese drei „Bürgerrechtler” – ein Terminus, den viele aus dieser sehr heterogenen Gruppe ablehnen – führen durch die Sendung und schildern die Nachstellungen und Verfolgungen von anders Denkenden in der DDR.

  • Externer LinkBürgerrechte in der DDR: Kirchen und Religionsfreiheit

    Welchen Spielraum hatten Kirchen und kleinere Religionsgemeinschaften in der DDR? Für die unterschiedlichen „Epochen” der DDR muss diese Frage verschieden beantwortet werden. Der Film schildert die großen Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Kirche, die jeweils andere Strategien im Umgang mit dem DDR-Regime entwickelt hatten.

  • Externer LinkBürgerrechte in der DDR: Pressefreiheit

    Die Medien in der DDR hatten eine eindeutige Funktion: „Unsere Presse – die schärfste Waffe der Partei“. So lautete der auf Lenin zurückgehende Leitsatz der SED-Führung. Die Medien waren nicht frei, sie hatten im Sinne des Sozialismus zu wirken. Die Sendung zeigt die Instrumentalisierung von Presse, Hörfunk und Fernsehen für Propaganda- und Agitationszwecke.

  • Externer LinkOrte des Erinnerns: Das Stasi-Gefängnis Berlin Hohenschönhausen

    Kaum ein Ort in der DDR war so geheim wie das Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin Hohenschönhausen. Auf keinem Stadtplan war es verzeichnet. Die Untersuchungshäftlinge, die dort einsaßen, wussten nicht, wo sie sich befanden; oft wussten sie nicht einmal, in welcher Stadt sie waren. Die Geschichte dieses Ortes spiegelt den Kalten Krieg ebenso wider wie die deutsche Teilung. In der Sendung kommen Zeitzeugen beider Seiten zu Wort: ein Stasi-Vernehmer, für den das Untersuchungsgefängnis ein ganz normaler Arbeitsplatz war und Häftlinge, die hier der Stasi und dem Rechtssystem der DDR ausgeliefert waren.

  • Externer LinkOrte des Erinnerns: Checkpoint Charlie

    28 Jahre, zwei Monate und siebenundzwanzig Tage teilte die Mauer Deutschland und die Welt. Länge: über eintausend Kilometer. 155 Kilometer dieses aus dem Weltall sichtbaren Bauwerkes umschlossen den westlichen Teil Berlins. Der Checkpoint Charlie am Ende der Berliner Friedrichstraße wurde das bekannteste „Loch“ in der Mauer - ein von Ostberlin schwer bewachter Grenzkontrollpunkt. Im Jargon der Staatssicherheit war der Checkpoint Charlie das entscheidende Nadelöhr zwischen Kapitalismus und Sozialismus.

  • Externer LinkOrte des Erinnerns: Grenzübergang Drewitz/Dreilinden

    Es war ein besonderer Ort auf dem Wege von West-Berlin in den Westen Deutschlands: die Grenzkontrollstelle Drewitz/Dreilinden. Der Staat, der glaubte, seine Bürger einsperren zu müssen, demonstrierte seine Macht – mit schikanösen Abfertigungen oder mit kühl-routinierten Kontrollen, die immer die Geduld der Reisenden auf harte Proben stellten. Nur ein paar Mauerreste und ein alter Wachtturm erinnern noch an die alte Kontrollstelle. „Checkpoint Bravo" nannten die Amerikaner den Grenzpunkt Dreilinden. So heißt auch ein Verein von Bürgern aus Kleinmachnow und Berlin-Zehlendorf, der sich der Besonderheit dieses Ortes widmet und versucht, Nachkriegsgeschichte fassbar zu machen.

  • Externer LinkOrte des Erinnerns: Das Brandenburger Tor

    Das Brandenburger Tor sollte, nach griechisch-antikem Vorbild gestaltet, ein repräsentatives Stadttor für das preußische Berlin werden. Doch nach seinem Sieg über Preußen entführte Napoleon die Quadriga des Tores nach Paris – als Kriegsbeute. Eine Demütigung, die erst mit der Niederlage Napoleons überwunden wurde: Mit ihrer Rückkehr 1814 wurde die Quadriga und mit ihr das Brandenburger Tor zum preußischen, zum nationalen Symbol. Dass das Tor auch in den nachfolgenden Jahrhunderten zum Kristallisationspunkt der wechselvollen deutschen Geschichte geworden ist, verdankt es vielleicht bereits diesem frühen Ereignis, sicherlich aber seiner besonderen Lage im Herzen der Hauptstadt.

  • Externer LinkMeine Geschichte: Häftling der Stasi: Regina Kaiser

    1981 wurde Regina Kaiser vom DDR-Staatssicherheitsdienst verhaftet und kam nach Hohenschönhausen in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wurde ihr landesverräterische Agententätigkeit“ und „landesverräterische Nachrichtenübermittlung“. Sie wurde zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Ihre Haftstrafe verbrachte sie zweieinhalb Jahre lang im sächsischen Frauengefängnis Hoheneck. 1983 wurde sie von der Bundesregierung freigekauft. Regina Kaiser berichtet von ihren Ängsten nach der Verhaftung, den Verlust der Intimsphäre in der Zelle und über ihre Strategien, ihre Würde und Persönlichkeit gegenüber den Vernehmern und Bewachern zu wahren.

  • Externer LinkMeine Geschichte: Häftling der Stasi: Peter Rüegg

    Peter Rüegg verpflichtete sich für drei Jahre zum Dienst bei der Grenzpolizei der DDR. 1956 wurde er Leutnant und war an verschiedenen Dienststellen als stellvertretender Kompanieführer tätig. Im Sommer 1959 wurde Peter Rüegg vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verhaftet. Peter Rüegg glaubt, dass an ihm mit falschen Beschuldigungen ein Exempel statuiert werden sollte. Der Vorwurf lautete auf angebliche Verherrlichung des Faschismus, Diffamierung der Sowjetarmee und Teilnahme an illegalen Versammlungen. Er wurde in Hohenschönhausen inhaftiert. Peter Rüegg berichtet über die beklemmende Situation während der Haft sowie über die willkürlichen Vernehmungsmethoden, die in der Forderung gipfelten, die Todesstrafe zu verhängen.

  • Externer LinkWo war eigentlich die Mauer? Zwischen Erinnern und Vergessen

    Gerhard Horstmeier, langjähriger SFB-Korrespondent in Ost-Berlin, folgt den Spuren von Berlin-Touristen, die heute oft ratlos die Frage nach der Mauer stellen: Wo ist sie geblieben, gibt es noch Spuren? Die kargen Überreste, etwa an der Bernauer Straße, werden gezeigt, Anwohner und Zeitzeugen kommen zu Wort. Was bedeutete die Mauer früher, was bedeutet sie heute? Darf man Geschichte so ohne weiteres entsorgen? Der Film versucht die Frage nach dem Vakuum und nach dem Verschwinden der Mauer mit konkretem Inhalt zu füllen. Er zeigt Archivmaterial und Flugaufnahmen in niedriger Höhe.