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Inhalt der Sendung

20.000 Menschen leben in Hamburg behördlich „geduldet“, aber ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus. Viele von ihnen sind Kriegsflüchtlinge, die kein Asyl erhielten, die aber gleichwohl nicht abgeschoben werden durften. Sobald sich die Situation im Herkunftsland nach Einschätzung der deutschen Politik ändert, stehen sie auf den Abschiebungslisten. Die quälend lange Zeit des Wartens und der Ungewissheit zermürbt die Menschen und zerstört die Familien. Kommt es dann zur Abschiebung, sind dafür sind die Mitarbeiter der Ausländerbehörde zuständig. Ihre Entscheidungen greifen tief in das Leben der Menschen ein, ihre Aktionen verlaufen oft dramatisch. Nicht selten kommen die Abschiebe-Teams im Morgengrauen, oft bleibt den betroffenen Asylbewerbern nur eine halbe Stunde zum Packen.

Nach welchen Kriterien urteilen die Mitarbeiter des Amtes? Wie gehen sie mit den Menschen um, über deren Schicksal sie auf oft dramatische Art mitentscheiden? Vor allem kirchliche Hilfsgruppen kritisieren diese Abschiebepraxis und unterstellen den Behörden Willkür.

Zum ersten Mal hat die Ausländerbehörde Hamburg einem Filmteam gestattet, den gesamten Prozess der Abschiebung mit der Kamera zu begleiten. Für die ungekürzte Fassung des Films („Abschiebung im Morgengrauen“) erhielt Autor und Regisseur Michael Richter im März 2006 einen Grimme-Preis im Wettbewerbskontingent „Information & Kultur“.