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Inhalt

Inhalt der Sendung

Einleitung

Kein Machthaber, kein Denker hat mehr bewegt in der Welt als ein galiläischer Wanderprediger, von dem wir kein Bild und keine geschriebene Zeile besitzen. Am Rand der antiken Zivilisation, unter Hirten und Fischern, beginnt eine Geschichte, deren Ende noch immer nicht abzusehen ist.

  • Bildausschnitt der Tora mit hebräischer Schrift

    Die heilige Schrift der Juden ist die Thora.

  • Thora-Rolle

    Sie erzählt von der Erschaffung der Welt, von Adam und Eva, der Sintflut, Abraham und Moses. Auch Jesus wuchs mit diesen Geschichten auf.

  • Palästina

Situation zur Zeit Jesu:

Palästina war in jenen Jahren ein unruhiges Land. Es gab Hunger und Elend. Radikale Gruppen wagten immer wieder Aufstände gegen die römischen Besatzer. Diese antworteten mit grausamen Strafaktionen. Viele Juden verließen das Land und siedelten in die großen Städten des Reiches. Nicht wenige erwarteten das nahe Ende der Welt. Die Welt des Judentums splittete sich in mehrere Parteien auf: Pharisäer, Sadduzäer, Zeloten und Essener.

  • Bild zeigt die Ausdehnung des Römischen Reiches um das Mittelmeer

    Römisches Reich zur Zeit Jesu. Kaiser war Augustus (37v.-14n.Chr.) Herodes, aus der Herrscherfamilie der Hasmonäer, war König in Palästina.

  • Bild zeigt Hände, die sich bei einer Taufe über einen Kopf heben

    Die Taufe durch Johannes den Täufer war für Jesus ein Wendepunkt. Ab diesem Zeitpunkt führte er das Leben eines Wanderpredigers in Galiläa.

  • Negativ vom Turiner Grabtuch

    Millionen Menschen gilt das Turiner Grabtuch als Antlitz Jesu.

Inhalt: Von Jesus zu Christus

Palästina zur Zeitenwende. Ein jüdischer Wanderprediger namens Jesus macht von sich reden. Er spricht von einem menschenfreundlichen Gott, lehrt die Umwertung aller Werte und verkündet das nahe Gottesreich. Einige Zeitgenossen lassen alles stehen und liegen und folgen ihm. Vielleicht ist er es ja, auf den sie seit langem warten, der Messias, der "Gesalbte des Herrn", der das geknechtete Israel wieder aufrichten werde. Die Jerusalemer Führungsschicht sieht das anders. Für sie ist er ein Aufrührer und Gotteslästerer. In einem Schauprozess fordert sie seine Verurteilung. Die römische Besatzungsmacht lässt ihn kreuzigen. Aber das Ende ist der Anfang. Die Jünger glauben an seine Auferstehung. Aus dem jüdischen Lehrer Jesus wird für sie ein theologisch gedeuteter Christus. In enger Gemeinschaft bleiben sie zusammen. Geleitet durch die Apostel löst sich die Jesusbewegung aus dem damaligen Judentum und breitet sich in Kleinasien aus. Ein Pharisäer namens Saulus wandelt sich vom Gegner zum glühenden Verfechter der "frohen Botschaft" von der Auferstehung. In drei großen Missionsreisen trägt er sie weit ins Römische Reich. Unter Kaiser Nero kommt es in Rom zu einer blutigen Verfolgung. Nach einem jüdischen Aufstand zerstören römische Legionen Jerusalem und den Tempel. Das Judentum zerstreut sich in der damaligen Welt.

  • Römer errichten ein Hinrichtungskreuz

    Die Evangelien berichten von gewaltigen Naturerscheinungen nach Jesu Tod, um die Bedeutung des Ereignisses zu unterstreichen.

  • Blitzeinschlag über Jerusalem

    Doch die große Politik nahm keine Notiz davon.

  • Grabeskirche in Jerusalem, heiligster Ort der Christen.

  • Ikone mit gekreuzigtem Jesus

    An diesem Ort soll Jesus gekreuzigt und bestattet worden sein.

  • Altar der Grabeskirche

    Schon in der Frühzeit des Christentums errichtete man dort eine Kirche

Aus dem tiefen Asien kam der Kult des Midras. Diesem Gott zu Ehren tötete man während der Zeremonien einen Stier. In solchen Kulten suchten die Menschen wie zu allen Zeiten eine Antwort auf die Frage nach dem Woher und Wohin.

Erlösung durch Tod und Auferstehung Christi galt für alle, die an ihn glaubten. Doch diese Botschaft wurde jahrelang nur mündlich überliefert. Die Zeitgenossen Jesu starben aus. Man begann, die Erinnerung an sein Leben, an seine Worte festzuhalten. So entstanden die Evangelien. - Sie sind keine Biografien, keiner hat Jesus persönlich gekannt. Die Bibel ist das Ergebnis einer langen Entwicklung.

  • Wandrelief mit einer Stieropferung
  • Aufgeschlagene Bibel
  • Bild zeigt die Hände eines Evangelienschreibers
  • Illustrierte Bibel