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Die
Atmosphäre der Erde besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff
und zu 21 Prozent aus Sauerstoff. Kohlendioxid und Argon
kommen ebenfalls in geringen Konzentrationen vor. Ozon macht
nur einen ganz geringen Bruchteil der Atmosphäre aus.
Das meiste Ozon befindet sich in den obersten Schichten
der Atmosphäre.
In der Ozonschicht, die sich ca. 15 bis 30 km Höhe
befindet, spielt das Ozon eine wichtige Rolle für das
Leben auf der Erde. Ozon absorbiert dort fast 99 Prozent
der UV-Strahlung, die auf die Atmosphäre trifft. Dadurch
werden alle Lebewesen vor dieser energiereichen Strahlung,
die die Zellen schädigen kann, geschützt.
Praktisch völlig absorbiert wird der Bereich der sehr
kurzwelligen UV-C-Strahlung. Diese kurzwellige UV-Strahlung
ist auch gleichzeitig an der Bildung von Ozon aus Sauerstoff
beteiligt. Die energiereiche UV-Strahlung spaltet ein Sauerstoffmolekül
(O2) in zwei so genannte Sauerstoffradikale.
Die Radikale reagieren mit anderen Sauerstoffmolekülen
und verbinden sich zu Ozon (O3).
Genau dieser Prozess absorbiert die UV-Strahlung.
Auch die langwelligere UV-B-Strahlung wird vom Ozon zu einem
Teil absorbiert, Lediglich die sehr langwellige UV-A-Strahlung
wird durch die Ozonschicht kaum gefiltert und gelangt bis
zur Erdoberfläche.
Die Ozonschicht spielt eine wichtige Rolle als Schutzschild
für die UV-B-Strahlung. In den letzten Jahrzehnten
ist eine deutliche Abnahme der Dicke der Ozonschicht, insbesondere
auf der Südhalbkugel festgestellt worden. Diese Abnahme
führt zu einr Erhöhung der UV-B-Strahlung am Boden
- Das Sonnenbrandrisiko steigt.
In
Bodennähe ist das Ozon dagegen höchst unerwünscht.
Denn es wirkt als Atemgift und kann in hohen Konzentrationen
Schäden an Schleimhäuten und vor allem der Lunge
auslösen. Das Ozon in Bodennähe entsteht an schönen
Sommertagen, wenn die Konzentration von Schadstoffen aus
Verbrennung von fossilen Brennstoffen (Stickoxide) hoch
ist.
Im Sommer
wird das Ozon in Bodennähe mehr und mehr zum Problem.
Bei starker Sonnenstrahlung und hohen Schadstoffwerten wird
es vermehrt gebildet. © dpa
Ozonloch
Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts stellte man fest,
dass die Ozonschicht über der Antarktis im Sommer regelmäßig
um bis zu 50 Prozent abnimmt. Das ist ein natürlicher
Prozess, doch ist er durch bestimmte vom Menschen freigesetzte
Stoffe wie Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) deutlich verstärkt
worden.
Die FCKW kamen seit den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts vor
allem als Kühlmittel in Klimaanlagen und Kühlschränken
sowie als Treibgas in Sprühdosen zum Einsatz. Sie galten
als chemisch inert, das heißt, als ausgesprochen reaktionsträge.
Sie brennen nicht und sind kaum zu chemischen Umwandlungen
zu bewegen. Genau diese Reaktionsträgheit macht uns heute
Probleme. Denn die FCKW steigen in der Atmosphäre sehr
langsam auf und bleiben dort lange erhalten. Erst nach Jahrzehnten
gelangen sie in die höheren Schichten der Stratosphäre.
Erst unter den dort herrschenden extremen Bedingungen werden
sie durch die UV-Strahlung gespalten. Dabei bilden sie Radikale,
die extrem reaktionsfreudig sind. Die Radikale spalten wiederum
das Ozon und zerstören damit die schützende Ozonschicht.
In den 80er-Jahren wurde daher der Einsatz solcher FCKW als
Kühlmittel für Kühlschränke und Klimaanlagen
sowie als Treibmittel für Sprühdosen gesetzlich
stark eingeschränkt.
Doch noch immer nimmt die Ozonschicht regelmäßig
ab, eben weil die FCKW so lange in der Atmosphäre verbleiben.
Das ist vor allem ein Problem auf der Südhalbkugel. In
Ländern wie Australien und Neuseeland beispielsweise
trifft im Sommer erheblich mehr UV-Strahlung auf die Erde
als früher. Die Gefahr eines Sonnenbrands und UV-Schäden
ist daher deutlich gestiegen. Zunehmend ist davon auch die
Nordhalbkugel betroffen. Auch hier wird eine Abnahme der Ozonschicht
beobachtet.
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