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Ultraviolette Strahlung ist physikalisch gesehen eine elektromagnetische
Welle. UV-Strahlung hat eine kleinere Wellenlänge als
das sichtbare Licht und ist daher energiereicher.
Das für uns sichtbare Licht liegt zwischen etwa 750
Nanometer (nm) und etwa 400 nm. Diese beiden Wellenlängen
am Ende des Spektrums erzeugen in unserem Auge den Farbeindruck
Rot bzw. Violett. Unterhalb 400 nm folgt das UV.
Die ultraviolette Strahlung kann in die folgenden drei Bereiche
eingeteilt werden:
- UV-A
ist der Wellenlängenbereich von 320 bis 400 Nanometer.
- UV-B
reicht von 280 bis 320 Nanometer.
- UV-C
liegt zwischen 100 und 280 Nanometern.
UV-A macht
fast 99 Prozent des ultravioletten Lichts aus, das die Erdoberfläche
erreicht.
UV-B wird von Ozon gut absorbiert, mit dem Abnehmen des Ozons
in der Atmosphäre gelangt aber immer mehr UV-B-Strahlung
auf die Oberfläche der Erde.
UV-C wird normalerweise vollständig von der Atmosphäre
absorbiert und kommt auf der Erdoberfläche daher kaum
vor.
Im Wellenlängenbereich von 200 bis 325 nm ist Ozon der
entscheidende UV-Filter der Erde. Die DNS, das Erbmaterial
aller Lebewesen, ist gerade gegenüber Strahlung dieser
Wellenlängen am empfindlichsten. Ohne das Ozon in der
Atmosphäre würde vermutlich bald alles Leben auf
der Erde an Zellschäden zu Grunde gehen.
Die Einteilung von UV-Strahlung in diese drei Bereiche ist
vom Menschen so festgelegt. Die Grenze zwischen UV-B und UV-C
wurde so gewählt, dass die Wellenlängen, die nicht
bis zum Erdboden vordringen, unter UV-C fallen. Die Grenze
zwischen UV-A und -B beruht auf der Vermutung, Strahlung mit
einer Wellenlänge unter 320 nm sei deutlich weniger schädlich
für die Zellen. Inzwischen weiß man aber, dass
die Grenze sinnvoller bei 330 bis 340 nm gezogen werden sollte.
Im Gegensatz zu den energiereichen Röntgenstrahlen kann
UV-Strahlung nur geringe Dicken von Materie durchdringen.
Es ist aber stark genug, um zum Beispiel zur Desinfektion
von Oberflächen eingesetzt zu werden. UV-Strahlung tötet
die Bakterien, die sich in dünner Schicht auf einer glatten
Oberfläche befinden.
Ultraviolette Strahlung und die Haut
UV-A-Strahlung dringt bis zu einem Millimeter in die Haut
ein. Damit gelangt sie am weitesten ins Innere und beschleunigt
dort den Prozess der Hautalterung, da sie die stabilisierenden
Kollagenfasern schädigt.
Die
Falten bei alten Menschen entstehen vor allem,
weil UV die Kollagenfasern der Haut langfristig schädigt.
©
dpa
UV-B kann nur circa einen halben Millimeter in die Haut vordringen.
Dort löst es die Pigmentbildung und damit das Braunwerden
aus, kann dort aber auch Schäden an den Zellen anrichten.
UV-C dringt am wenigsten weit vor, es kommt unter natürlichen
Umständen auf der Erdoberfläche aber nicht vor.
Es wird von der Atmosphäre fast vollständig absorbiert.
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