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Pigmente der Haut

Für die Hautfarbe ist vor allem das Pigment Melanin verantwortlich. In der Keimschicht der Oberhaut sitzen neben 28 weiteren Zellarten auch die so genannten Melanozyten. Die Melanozyten bilden das Pigment Melanin, das durch seine dunkle Farbe eine braune Hautfarbe erzeugt.
Das Melanin schützt die in tieferen Schichten liegenden Zellen der Haut vor der energiereichen UV-Strahlung, die dort Schaden anrichten kann. Die Menge an Melanozyten ist bei allen Menschen ungefähr gleich, sie liegt bei durchschnittlich 1.500 Zellen pro Quadratmillimeter Haut. Ein Mensch aus Zentralafrika besitzt die gleiche Menge Melanozyten wie ein Skandinavier. Ihre Hautfarbe unterscheidet sich, weil ihre Melanozyten unterschiedlich aktiv sind. Beim Afrikaner sind die Melanozyten ständig in Aktion, beim Skandinavier nur selten und weniger intensiv.
Bei allen hellhäutigen Menschen müssen die Melanozyten erst angeregt werden, bevor sie größere Mengen Melanin herstellen. Diese Anregung erfolgt durch UV-Licht. Scheint die Sonne auf die Haut, löst der UV-Anteil die Melaninbildung aus. Je nach Hauttyp ist die Melaninproduktion unterschiedlich stark ausgeprägt. Darum bräunen Menschen hellen Hauttyps nicht so schnell und stark wie Menschen dunkleren Hauttyps.
Dieser Farbstoff Melanin ist ein natürlicher Schutzmechanismus, der dazu dient, die Zellen der Haut von der UV-Strahlung abzuschirmen.

Die Hauttypen

Es gibt verschiedene Klassifizierungen, nach denen die Pigmentierung von Menschen und damit ihre Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung eingeteilt werden. Eine in Deutschland häufige Klassifizierung geht von vier Typen aus, dabei bleiben aber die sehr dunklen Typen außen vor. International üblich sind die folgenden sechs Hauttypen:

Keltisch (Typ I)
Menschen mit Haut vom keltischen Typ haben sehr helle Haut mit Sommersprossen und blonde oder rote Haare. Sie werden praktisch nicht braun, sondern reagieren nach 5 bis 10 Minuten Sonnenbad mit Sonnenbrand.

Keltisch (Typ I)
Nordisch (Typ II)
Menschen mit Haut vom nordischen Typ haben helle Haut und manchmal Sommersprossen. Ihre Haare sind blond oder hellbraun, die Augen blau, grau oder grün. Nach etwa 10 bis 20 Minuten bekommen sie einen Sonnenbrand, wenn sie sich nicht schützen.

Nordisch (Typ II)
Europäisch dunkel (Typ III)
Menschen mit Haut vom europäisch dunklen Typ haben helle bis hellbraune Haut und sind dunkelblond bis braunhaarig. Sie können bis zu einer halben Stunde in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Europäisch dunkel (Typ III)
Mediterran hell (Typ IV)
Menschen mit Haut vom mediterran hellen Typ haben eine hell- bis olivbraune Haut und bekommen selten Sonnenbrand. Ungeschützt können sie zwischen 30 und 40 Minuten in der prallen Sonne liegen, bevor sie Sonnenbrand bekommen.

Mediterran hell (Typ IV)
Mediterran dunkel/asiatisch (Typ V)
Menschen mit Haut vom mediterran dunklen oder asiatischen Typ haben, unabhängig von der Sonneneinwirkung, dunkle Haut, die bis zu 45 Minuten intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt werden kann, ohne mit Sonnenbrand zu reagieren.

Mediterran dunkel/asiatisch (Typ V)
Negroid (Typ VI)
Menschen mit Haut vom negroiden Typ sind fast unempfindlich gegenüber UV-Strahlung. Dennoch können Sie an weniger pigmentierten Stellen wie den Handinnenflächen Sonnenbrand bekommen.
Negroid (Typ VI)