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Das Wasser gelangt aus unserer Waschmaschine zusammen mit dem Schmutz und dem Waschmittel in die Kanalisation und von dort in die Klärwerke. Danach fließt es in Flüsse, Seen und das Meer.

Kläranlagen säubern in großem Umfang das Schmutzwasser. Manche Stoffe jedoch können dort kaum oder gar nicht entfernt werden.

Ein besonderes Problem stellt das Herauslösen der Phosphate dar.

Algenblüte

Zu viele organische Nährstoffe im Hausabwasser und Phosphate führen zu Algenblüten im Gewässer. © dpa

Bis 1984 waren in fast allen Waschmitteln Phosphate enthalten. Diese dienten als Enthärter, um die Waschwirkung zu sichern. Führt man dem Wasser in einem See oder Fluss Phosphate zu, wirken diese als Dünger für Wasserpflanzen. Vor allem die Algen vermehren sich sprunghaft. In der Folge nehmen auch die Kleintiere stark zu, die sich von Algen ernähren.

Die Lebensspanne dieser Kleinstorganismen ist kurz und so sinken viele abgestorbene Tiere und Pflanzen zu Boden. Flüsse und Seen kommen bei großen Mengen an Biomasse nicht mit dem Abbau hinterher. Auf dem Boden sammelt sich dieses organische Material und der Sauerstoff wird knapp.

Es setzen anaerobe (sauerstofflose) Vorgänge wie Gärung und Faulung ein - das Gewässer wird trüb, die Pflanzen- und Tiergesellschaft ändert sich. Die entstehenden Faulgase bedrohen die verbliebenen Bewohner der Gewässer.



Algen


Die mikroskopisch kleinen Algen vermehren sich sprunghaft, wenn die Phosphatbelastung steigt. © dpa