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Zum Glück, Themenwoche 2013, ARD Logo Unterricht Philosophen zum Glueck
Teaser

Glück ist mehr als die Summe seiner Teile, sagt Richard David Precht in seinem kurzen Filmclip über das Glück. Für Aristoteles ist das Glücksstreben ein Naturgesetz. Wie die Biene zur Blüte strebt, so strebt die menschliche Spezies zum Glück. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich anhand eines kurzen Filmclips mit Richard David Precht und Texten über Aristoteles mit philosophischen Positionen zum Glück auseinander. Mithilfe eines Tagebuchs versuchen die Schülerinnen und Schüler die Frage für sich selbst zu beantworten.

Angesprochene Themen:

  • Philosophische Positionen zum Glück
  • Glückseligkeit nach Aristoteles
  • Glück in der Gemeinschaft

Material
Filmreihe "Philosophische Gedanken mit Richard David Precht"
Hintergrundtext: Das Glück
Hintergrundtext: Das Gute
Unterrichtsmaterial zu den Filmen im Wissenpool bei Planet Schule

Jahrgangsstufen

  • Klassen 7 - 10


Die methodische Anlage:

Die Beschreibungen reichen eigentlich aus, um die Personen und ihre besonderen Probleme kennenzulernen. Je nach Zeit und Möglichkeiten können sich die Schülerinnen und Schüler auch näher mit den Personen beschäftigen: Drei Personen sind aus Filmen von Planet Schule, die vierte Person ist in einem schriftlichen Porträt näher beschrieben.

Der Filmclip und die Unterrichtsmaterialien sind Teil einer größeren Reihe von Planet Schule. In neun rund dreiminütigen Filmkolumnen führt Richard David Precht in grundlegende philosophische Themenkomplexe ein. An sorgfältig ausgewählten Schauplätzen greift Precht philosophische Grundfragen auf und gibt ihnen einen aktuellen Bezug. Neben Glück geht es auch um Freiheit, Verantwortung, das Gute, Identität oder Eigentum. Seine klaren, verständlichen Statements laden zum Mitdenken und zur Stellungnahme ein. Sie sind daher ein guter Einstieg in das Thema.
Die Unterrichtsvorschläge greifen die philosophischen Diskussionen auf, die von Precht angesprochen werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen die grundlegenden Positionen wichtiger Philosophen kennen und setzen sich mithilfe unterschiedlicher Methoden mit den Themen auseinander. Die Schülerinnen und Schüler stärken nicht nur ihre Sachkompetenz, sondern auch ihre Methoden- und Argumentationskompetenz.
Als Material stehen neben den Filmen im Hintergrund des Wissenspools kurze einführende Texte in die philosophischen Hintergründe des jeweiligen Themenkomplexes zur Verfügung. Die Arbeitsblätter enthalten häufig Zitate und Textauszüge relevanter Philosophen.


Ablauf

Die Schülerinnen und Schüler schauen sich zunächst als Impuls den Filmclip von Richard David Precht über das Glück an. Der Film kann hier heruntergeladen werden, der Ausschnitt über das Glück beginnt bei Minute 15:41 und dauert bis 18:50 Uhr.

Der Film "Philosophische Gedanken von Richard David Precht"

Nach einer ersten Diskussion beschäftigen sie sich näher mit den philosophischen Positionen. Dazu dienen die Materialien im Wissenspool bei Planet Schule zu der Filmreihe. Für Aristoteles ist Glückseligkeit das zentrale Ziel seiner Ethik. Was er darunter versteht, wird im Hintergrundtext erläutert. Was heißt das heute konkret? Wie können Menschen glücklich werden? Gibt es verallgemeinerbare Umstände, die Glück ermöglichen? Auf Arbeitsblatt 9 im Wissenspool finden die Schülerinnen und Schüler Material, um diese Fragen zu diskutieren: Ergebnisse einer Studie über das Glücksempfinden der Deutschen, ein Ranking der glücklichsten Länder der Erde sowie einen Textauszug von Aristoteles. Im Anschluss an diese Diskussion sollen die Schülerinnen und Schüler dieser Frage für sich persönlich auf die Spur kommen. Über ein paar Tage führen sie darüber Tagebuch, in welchen Situationen sie sich glücklich gefühlt haben. Sie ziehen für sich selbst Bilanz: Was macht sie vor allem glücklich? Was gehört zu meinem Glück dazu?

Das Unterrichtsmaterial mit den Arbeitsblättern

Man kann das Thema um die Frage nach der Identität erweitern. Was bestimmt heute unsere Identität? Früher bestimmte die Herkunft unsere Identität, später die Klassenzugehörigkeit. Im 20. Jahrhundert verwischten die Gegensätze. Im Zeitalter der Medienrevolution gibt es nichts mehr, was unsere Identität verbindlich festlegt. Das kann ganz schön anstrengend sein. Werden wir damit glücklich?
Auf die Frage, was der Mensch ist, geben Philosophen vielfältige Antworten. Wie sich diese Antworten auf zwei Grundideen zurückführen lassen, beschreibt der Hintergrundtext. Er kann zusammen mit dem Filmclip von Precht diskutiert werden. Richard David Precht bezieht sich vor allem auf die heutige mediengeprägte Zeit, wenn er sagt: Wir sind das, was wir zu sein vorgeben. Nach einer ersten allgemeinen Diskussion folgt ein Selbstexperiment, bei der auf eine Methode aus dem Deutschunterricht zurückgegriffen wird: Rollenbiografien. Sie ist den Schülern gut bekannt. Jede Schülerin und jeder Schüler schreibt zwei Rollenbiografien: eine über sich selbst und eine über einen anderen Mitschüler. Über welchen Mitschüler sie schreiben, wird ausgelost. Für die Rollenbiografien können sie Arbeitsblatt 11 nutzen. Anschließend werden die Texte in Gruppen verglichen. Stimmen Fremd- und Eigenwahrnehmung überein? Wie lassen sich Abweichungen und Übereinstimmungen erklären? In der Gruppendiskussion bleiben die Autoren der Rollenbiografien über andere Schüler anonym. Wenn gewünscht, können sich die Schüler aber nachher mit den Autoren in Zweiergesprächen austauschen.


 

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