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Zum Glück, Themenwoche 2013, ARD LogoUnterricht Deutsch Was ist Glueck
Ein junges Pärchen geht Arm in Arm über einen Platz. Rechte: Imago

In der Unterrichtseinheit nähern die Schülerinnen und Schüler sich dem Thema Glück und Unglück. Sie ist einfach, anschaulich, handlungs- und produktionsorientiert angelegt, so dass sie sich gut für heterogene, insbesondere inklusive Lerngruppen eignet. Je nach individuellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler können Anpassungen nötig sein. Die Einheit kann als Einstieg ins Thema dienen, bevor Filme oder andere weitergehende Angebote der "Aktion Schulstunde" behandelt werden.

Angesprochene Themen:

  • Individuelle Vorstellungen von Glück
  • Unterschied zwischen "Glück haben" und "glücklich sein"
  • Glück und Unglück

Der Ablauf:
Überblick über den Ablauf der Unterrichtseinheit sowie den Methoden und benötigten Materialien

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Ablauf


Die Unterrichtseinheit

Am Anfang stehen freie Assoziationen der Schülerinnen und Schüler: Was bedeutet für sie Glück? In Vierergruppen erarbeiten sie ein Placemat mit ihren Vorstellungen. Die Methode und der Ablauf wird auf Arbeitsblatt 2 "Placemat" erläutert. Placemat ist eine Methode des kooperativen Arbeitens. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich an einen Gruppentisch. Jede Gruppe erhält einen großen Bogen Papier (A3 oder größer) und zeichnet das "Platzdeckchen" (siehe Arbeitsblatt 2 "Placemat") ein. Jeder Schüler trägt zunächst in das eigene Außenfeld seine eigenen Gedanken ein. Danach wird das Plakat so gedreht, dass jeder jeden Beitrag liest. Im Anschluss tauschen sich die Schüler aus und tragen in das Feld in der Mitte des Plakats die Gemeinsamkeiten ein.
Da persönliches Glück sehr individuell ist, muss vorher klargestellt werden, dass sich die Gruppe nicht auf eine "Glücks-Version" einigen muss, sondern dass in der Plenums-Präsentation mehrere Glücksvorschläge pro Gruppe genannt werden. Es geht nicht darum, die individuellen Vorstellungen zu bewerten, sondern festzustellen, welche Gemeinsamkeiten es gibt.
Diese Aufgabe bietet sich gut für eine innere Differenzierung gut an, da es kein vorgeschriebenes und festes Lernziel gibt. Die Schülerinnen und Schüler können die Aufgabe entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten auf ihrem Niveau lösen. Die Einträge können in verschiedenen Formen geschehen: schreiben, malen oder aufkleben. Seite 3 des Arbeitsblatts enthält Symbolfotos, die die Schüler verwenden können, wenn sie nicht schreiben wollen oder können. Die Gruppenmitglieder unterstützen sich gegenseitig.
Die Plakate werden zum Abschluss in der Klasse aufgehängt und jede Gruppe trägt ihre Ideen kurz vor. In der abschließenden Diskussion wird deutlich, dass Vorstellungen von Glück genau so individuell und unterschiedlich sein können, wie Menschen an sich unterschiedlich sind. Trotzdem werden wahrscheinlich grundlegende Bedürfnisse sichtbar, die alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam haben.

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Placemat


Eigene und fremde Vorstellungen vom Glück

Im nächsten Schritt setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Glücksvorstellungen auseinander und überlegen, welche Rolle Gemeinschaft für das Glücklichsein bedeutet.
Auf Arbeitsblatt 3 sind vier verschiedene Zitate von Jugendlichen abgedruckt, die ihre Vorstellung von Glück beschreiben – mal spielt Gemeinschaft darin eine größere, mal eine geringere Rolle. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich jeweils ein Zitat aus, das sie bearbeiten möchten, und beantworten die Fragen schriftlich, die auf dem Arbeitsblatt stehen. Dies können beispielsweise auch lernschwache Schüler gut schaffen.
Jede Glücks-Aussage sollte ungefähr gleich häufig verteilt werden, alternativ können die vier Varianten per Los vergeben werden. Anschließend kommen die Schülerinnen und Schüler, die dasselbe Zitat bearbeitet haben, in "Experten-Gruppen" zusammen und tauschen sich über ihre Antworten aus und helfen sich gegenseitig. Im Anschluss werden die Gruppen gemischt, die Schüler erzählen sich die Ergebnisse zu den verschiedenen Zitaten und vergleichen die Vorstellungen von Glück sowie die Ideen der Schüler dazu.

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Überblick Zitate

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Glücksvorstellung Mirjam

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Glücksvorstellung Björn

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Glücksvorstellung Florian

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Glücksvorstellung Luca


Unglück ist nicht gleich Unglück

Was ist eigentlich das Gegenteil von Glück? Ist es Unglück, Pech, Trauer oder Leid ...? Dazu wird im Klassenzimmer eine Linie mit Krepppapier gezogen, die eine Skala darstellt: An das eine Ende wird eine Sonne als Symbol für Glück und ans andere Ende eine dunkle Wolke für maximales Unglück gelegt. Die Schüler erhalten reihum Karten mit Fotos und Überschriften, die verschiedene Situationen von "Glücksbedrohungen" darstellen. Die Situationen sind an die Lebenswelt der Schüler angepasst. Die Schülerinnen und Schüler stellen sich mit ihrer Karte an die ihrer Meinung nach passende Stelle der Skala. Anschließend begründen sie reihum ihre Entscheidung. Alle Materialien sind auf Arbeitsblatt 4 "Unglück" zu finden. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass es schwerer-wiegendes und leichter-wiegendes "Unglück" gibt. Außerdem erleben sie, dass jeder bestimmte "Glücksbedrohungen" unterschiedlich wertet..

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Glück und Unglück


Produktionsorientierte Aufgabe: Glückliche Momente

Zum Abschluss machen die Schülerinnen und Schüler miteinander Fotos über glückliche Momente in der Schule. Dabei wird das Thema Glück und Gemeinsamkeit wieder aufgegriffen. Es geht um kleine Momente in der Schule – ob im Unterricht, in AGs oder in den Pausen. Jedes Mal sollte es etwas mit anderen Personen zu tun haben. Anerkennung, sich gegenseitig helfen oder einfach schöne Gemeinschaft tragen viel zum eigenen Wohlbefinden bei. Wie könnten solche Momente in der Schule aussehen? Die Schüler stellen eine Situation dar, die sie erlebt haben. Je nach Schülergruppe kann es aber sinnvoll sein, sich fiktive Situationen auszudenken: "Schon kleine Gesten können glücklich machen. Drei Beispiele, wie man in der Schule Mitschüler glücklich machen kann."
Die Schülerinnen und Schüler kommen in Dreiergruppen zusammen und nehmen drei Fotos auf. Die Aufgaben rotieren: Mindestens einmal steht jedes Gruppenmitglied hinter und vor der Kamera. Tipps für den Ablauf sind auf Arbeitsblatt 5 "Fotos" zusammengefasst. Die Schüler schreiben zu jedem Foto einen erklärenden Satz auf. Bei der Präsentation in der Klasse sollen die anderen Schüler aber zunächst raten, welche Situation gezeigt wird. Erst danach wird der Satz vorgelesen. Aus den Fotos kann eine Ausstellung in der Klasse oder in der Schule werden, die die Schülerinnen und Schüler immer wieder daran erinnert, wie man sich das Leben in der Schule schöner gestalten kann.

öffnet pdf-Dokument, Größe: 708 KB Glückliche Momente


Mehr zum Thema bei Planet Schule

In WIR! sammelt die Filmemacherin Anna Wahle Geschichten von Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, irgendwo zwischen Duisburg und Bad Honnef. Sie antworten auf einfache Fragen wie "Wann warst du das letzte Mal richtig glücklich", "Was wünschst du dir gerade besonders?" oder "Was würdest du rückgängig machen?" Sie erzählen dabei sehr viel über ihr Leben, ihre Wünsche, Hoffnungen und Enttäuschungen. Die Antworten sind spannend. Alle Antworten zusammen erzählen von dem Gefühl, wie es ist, Jugendlicher zu sein.

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