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Der letzte König von Frankreich, Ludwig der XVI., starb mit seiner Frau Marie Antoinette auf der Guillotine der französischen Revolutionäre. Ihr kleiner Sohn, der Dauphin, Erbe des Bourbonen-Throns, wurde ins Gefängnis geworfen. Die Kerkermeister der Revolution behaupteten, er sei dort an Tuberkulose gestorben. Doch die Gerüchte starben nie aus, dass Louis Charles, also der künftige König Ludwig XVII., aus dem Gefängnis entführt und ersetzt worden sei durch einen anderen Knaben, der an seiner Stelle starb.
Seitdem gibt es Anwärter auf den Thron Frankreichs, die behaupten, sie seien Nachfolger dieses Knaben, dem damals die Flucht aus dem Gefängnis gelungen sei und der als ungekrönter Ludwig XVII. im Ausland gelebt und für Nachkommen gesorgt habe. Ein Streit, der die französische Nation seit drei Jahrhunderten entzweit. Endlich hatte nun ein Wissenschaftlerteam die Möglichkeit, die DNS aus einem Haar der Schwester Marie Antoinettes zu vergleichen mit der DNS, die aus dem Herzen des toten Knaben aus dem Gefängnis gewonnen werden konnte.
Ziel der Untersuchung des belgischen Genforschers Jean-Jacques Casiman ist es, die Identität des Jungen herauszufinden, ob er wirklich der Sohn Marie Antoinettes war und damit die Anspruchssteller auf den Thron Frankreichs endgültig zum Schweigen zu bringen.