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Stonehenge – Bau und Funktion

Um Stonehenge ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Das aus Megalithen bestehende, monumentale Bauwerk stellt vor allem zur Sonnenwende einen magischen Anziehungspunkt dar. Besucher aus aller Welt strömen in die Grafschaft Wiltshire im südwestlichen England. Welche Geheimnisse birgt diese mystische Kultstätte? Planet Schule lädt zu einer aufregenden Zeitreise in die Vergangenheit ein!

Zeitreise nach Stonehenge starten

In der Zeit von ca. 2620 v. Chr. wurde Stonehenge zum ersten Mal zur Bestimmung der Sonnenwenden benutzt. Der Eingang der Stätte zeigt genau in die Richtung, in der die Sonne zur Sommersonnenwende aufgeht, bzw. zur Wintersonnenwende untergeht.

Bedienung der interaktiven Zeitreise

Die interaktive Zeitreise bietet einen umfassenden Überblick über Bau und Funktion von Stonehenge. Mit den Schaltflächen "weiter" bzw. "zurück" kann man durch die Bauepochen blättern.

Detailansicht der interaktiven Zeitreise: Stonehenge I

Man fand auf der Innenseite des Walls 56 Löcher, in denen vermutlich Holzpfeiler aufgestellt wurden, sodass eine Art Palisade entstand.

Folgende Stationen gilt es zu bereisen.

Stonehenge I (ca. 3100 v. Chr.)

Es wird vermutet, dass bereits um 3100 v. Chr. eine Kultstätte in Stonehenge existiere, die jedoch lediglich für Opferzeremonien verwendet wurde. Sie bestand aus einem Ringwall mit einem Eingang in nordöstlicher Richtung. Man ist sich sicher, dass Stonehenge noch nicht astronomisch genutzt wurde.

Stonehenge II (ca. 3000 v. Chr.)

Um 3000 v. Chr. wurde die Stätte weiter ausgebaut. Die Löcher, in denen ursprünglich die Pfeiler standen, wurden erweitert und dienten nun als Gräber für die verbrannten Toten. Stonehenge wurde ein prähistorischer Friedhof.

Stonehenge III.1 (ca. 2620 v. Chr.)

Um 2620 v. Chr. wurden massive Steine nach Stonehenge gebracht und dort aufgestellt. Das erste steinerne Stonehenge bestand aus „Blausteinen“ die in zwei konzentrischen Kreisen aufgestellt waren. Der äußere Kreis hatte ca. 50 Meter Durchmesser. Jeder dieser Steine wog 4 Tonnen. Die Steine wurden über eine Distanz von 380 Kilometern herangeschafft. In der Mitte der Stätte stand ein Altar-Monolith von 6 Tonnen Masse.

Detailansicht der interaktiven Zeitreise: Stonehenge III.2 aus der Vogelperspektive

In der Mitte der hufeisenförmigen Struktur von Stonehenge III.2 befand sich der Altar.

Stonehenge III.2 (ca. 2400 bis 2100 v. Chr.)

Um 2400 bis 2100 v. Chr. erhielt die Stätte ihr heutiges Aussehen. Man vermutet, dass zu dieser Zeit der Ring aus den Blausteinen bereits eingestürzt war oder entfernt wurde. Es wurde ein Ring von ca. 30 Metern Durchmesser aus 74 Sarsensteinen errichtet, die jeweils 25 bis 30 Tonnen schwer waren.

Als ein zweiter Steinring innerhalb des Sarsen-Rings wurden fünf je 50 Tonnen schwere Torbögen-Steine aufgestellt, die mit zwei Decksteinen überbrückt waren und so die Form eines Hufeisens bildeten.

Stonehenge III.3 (ca. 2100 bis 1700 v. Chr.)

Später wurde das Aussehen der Stätte weiter modifiziert. In der Zeit von 2200 bis 1900 v. Chr. wurden die Blausteine wieder aufgestellt und anders angeordnet. Stonehenge wurde bis ca. 1620 v. Chr. als Kultstätte verwendet und in der Bronzezeit aufgegeben.

Weiterführende Informationen: Sonnenkult

Detailansicht der interaktiven Zeitreise: Sommersonnenwende

Zur Sommersonnenwende geht die Sonne vom Altar aus gesehen an der Spitze des Fersensteins auf. Sie scheint dann genau zwischen zwei Sarsensteinen hindurch. Ob die Erbauer von Stonehenge zur Sonnenwende Feste feierten, wie es Esoteriker heute dort tun, das wird wohl für immer im Dunkeln bleiben.

Mit dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht trat die zuvor übliche Kultur der Mondverehrung in den Hintergrund, und die Sonne stand im Mittelpunkt des Lebens der Menschen: Denn die Sonne ist unverzichtbar für das Wachstum der Pflanzen. Daher wurden auch die Jahreszeiten wichtiger, denn man musste zur richtigen Zeit im Jahr mit Aussaat und Ernte beginnen. Die Menschen setzten vermutlich schon in der Mittelsteinzeit, also zwischen 11.000 und 7.000 v. Chr., Steine und Pfähle in die Erde, um die Bewegung der Gestirne zu verfolgen. Sie waren die Urformen der späteren Tempel und Kultstätten wie zum Beispiel Stonehenge.

Sehr früh entwickelten die Menschen einen Götterkult um die Gestirne am Himmel und erfanden Geschichten über diese seltsamen Gebilde über ihren Köpfen. Fast alle Hochkulturen in der Geschichte der Menschheit haben Formen in der Anordnung der Sterne gesehen und versucht, diese zu deuten und aus ihren Bewegungen die Zukunft abzulesen.

Als die Menschen später Mathematik und Schrift entwickelten, konnten sie die periodischen Bewegungen der Himmelskörper beschreiben und vorhersagen. Diese Kenntnis über die Himmelsmechanik entstand in verschiedenen Hochkulturen unabhängig voneinander und war der Grundstein für Astronomie und Zeitmessung.

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