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Entstehung von Erdöl

Der fossile Energieträger Erdöl führt die Bezeichnung "schwarzes Gold" nicht ohne Grund, ist er doch einer der wichtigsten Energielieferanten und Rohstoff für die chemische Industrie. Welche Bedingungen waren notwendig, dass über Jahrmillionen aus schlichten Algen und Plankton das "schwarze Gold" entstehen konnte? Das kann man auf einer spannenden Zeitreise in die Erdgeschichte erfahren!

Zeitreise zur Entstehung von Erdöl starten

Aus dem organischen Material entsteht bei den richtigen Bedingungen Erdöl. Wichtig sind vor allem die Temperaturen, die bei 50 bis 120 Grad Celsius liegen sollte sowie der Druck. Dieser ist bei einer Tiefe von 2.000 bis 4.000 Meter unter der Oberfläche ideal.

Funktionsweise der Zeitreise

Die Bedienung der Zeitreise lässt sich leicht nachvollziehen: Durch einen Klick auf die großen Schaltflächen kann man zwischen den verschiedenen Zeitaltern navigieren. Die zeitgeschichtlichen Szenerien laden zum Erkunden ein! Fährt man mit der Maus über die einzelnen Elemente der Querschnittzeichnung, erhält man weiterführende Informationen.

Erdöl und Erdgas

Detailansicht der interaktiven Zeitreise

Wichtigster Ausgangsstoff für Erdöl sind Algen und Plankton. Sterben diese, sinken sie zu Boden, d.h., sie sedimentieren. Gelangen sie dabei in großen Tiefen in eine Senke, kann sich Faulschlamm bilden.

Erdöl und Erdgas sind die Überreste von kleinen Tieren und Pflanzen, die vor 100 Millionen Jahren im Meer trieben. Als dieses sogenannte Plankton abstarb, sank es auf den Meeresboden. War das Meer tief genug, gab es am Boden keinen Sauerstoff – und damit keine Lebewesen, die sich von Plankton ernährten. Ähnlich wie bei der Entstehung von Kohle wurde das Plankton also nicht zersetzt. Stattdessen setzte es sich als Faulschlamm auf dem Meeresboden ab. Im Laufe von einigen hunderttausend Jahren wuchsen diese Faulschlammschichten an – teilweise mehr als 100 Meter hoch.

Später setzten sich dann Sand, Kies und andere Sedimente über dem Faulschlamm ab und verfestigten sich zu Gesteinsschichten. Auch diese wurden im Verlauf der Jahrmillionen immer dicker. Dadurch nahmen Druck und Temperatur in der darunter liegenden Faulschlammschicht zu.

Detailansicht der interaktiven Zeitreise

An jeder Erdöllagerstätte trifft auch Erdgas auf. Je nach den genauen Bedingungen (Druck, Temperatur) entsteht mehr oder weniger Erdgas. Da es leichter ist als Erdöl, liegt es stets oben.

Wie bei der Kohle wurden dadurch chemische Prozesse im Faulschlamm ausgelöst. Die großen Moleküle, die vor allem aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen bestanden, wurden aufgebrochen. Übrig blieb ein Gemisch von vielen verschiedenen kleineren Kohlenwasserstoff-Molekülen.

Kleine Kohlenwasserstoff-Moleküle sind bei Normalbedingungen meistens flüssig – sie bilden das Erdöl. Die kleinsten wie zum Beispiel Methan oder Ethan sind sogar gasförmig – aus ihnen besteht das Erdgas. Durch Poren konnten Öl und Gas im Gestein nach oben aufsteigen. Teilweise erreichten sie die Oberfläche, wo sie sich im Meer bzw. in der Atmosphäre verteilten.

Erdöllagerstätten entstanden, wenn die Teilchen unterwegs aufgehalten wurden. Das geschah an durchgehenden undurchlässigen Gesteinsschichten wie zum Beispiel Ton oder Salz. Hier wurde der Aufstieg von Öl und Gas gestoppt und sie ordneten sich nach ihrer Dichte an: Zuoberst das leichte Erdgas, darunter das Öl, ganz unten Wasser, das ebenfalls mit aufgestiegen war.

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