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Chronologische Abfolge des Mauerfalls

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"

Die Worte von Ulbricht sollen sich kurz darauf als Lüge herausstellen. Am 13. August 1961 reißen DDR-Arbeitstrupps mitten in der Nacht das Straßenpflaster auf und errichten Stacheldrahtbarrieren. Westberlin wird abgeriegelt. Eine Mauer wird die Stadt 28 Jahre lang in West und Ost trennen. Das "Bauwerk des Todes" teilt Familien und zerstört Freundschaften. Erst die Politik von Gorbatschow Mitte der 80er Jahre leitet die Wende ein. Die DDR-Bürger gehen für Reformen auf die Straße, der öffentliche Druck auf die Regierung wächst. Am 9. November 1989 liegen sich Ost- und Westberliner in den Armen. Die Grenze ist offen, die Mauer ist gefallen. Die wichtigsten historischen Stationen des Mauerfalls lassen sich in der Zeitreise erkunden!

Zeitreise zum Mauerfall starten

Die interaktive Mauer lädt zu einer spannenden Zeitreise ein! Hinter den anklickbaren Graffiti-Datumsangaben verbergen sich Kurzfilme und weiterführende Informationen zur Chronologie des Mauerfalls.

Durch die Geschichte des Mauerfalls navigieren

Detailansicht der interaktiven Mauer: Navigation

Die Zeitreise wird über die anklickbaren Datumsangaben und Pfeilen gesteuert.

Die Bedienung der interaktiven Mauer ist intuitiv: Man muss einfach mit der Maus über die als als Graffiti-Schriftzüge gezeichneten Datumsangaben fahren. Diese Flächen sind sensitiv, d.h., mit einem einfachen Klick auf das gewünschte Datum öffnet sich ein Fenster mit Informationsmaterial.

Die Zeitreise umfasst monatliche Stationen zwischen Januar und November 1989. Um sich durch die gesamte Zeitleiste der Mauer durchzuscrollen, muss man mit der Maus ganz nach rechts (bzw. links) fahren, bis ein anklickbarer Pfeil sichtbar wird.

Das Material der einzelnen Station besteht aus zahlreichen Infotexten und Ausschnitten der Tagesschau von Januar bis November 1989.

Detailansicht der interaktiven Mauer: Bildschirmfoto Tagesschau Juni '89

Durch zahlreiche Tagesschau-Ausschnitte – wie hier zum Besuch Gorbatschows in der BRD Juni 1989 – wird die Zeitreise besonders anschaulich.

Man kann sich folgende Schlüsselereignisse in der Chronologie des Mauerfalls als Tagesschau-Ausschnitt anschauen: DDR-Ausreisewillige verlassen die Ständige Vertretung Bonns in Osterberlin (Januar '89); Gespräche am Runden Tisch in Polen (Februar '89); Bespitzelung Ausreisewilliger in der DDR (März '89); Ministerpräsident Albrecht zu Besuch in Ost-Berlin (April '89); Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze (Mai '89); Gorbatschow-Besuch in der BRD (Juni '89); das Schicksal der DDR-Flüchtlinge in Ungarn (Juli '89); Massenflucht an der Grenze Ungarn-Österreich (August '89); Prag und die Verkündigung Genschers (September '89); Großdemonstration in Leipzig (Oktober '89) und der Jubel in Berlin nach dem Mauerfall (November '89).

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Mit dieser Mahnung versucht Gorbatschow noch im Oktober 1989, die SED-Spitze von ihrer sturen Reformverweigerung abzubringen. Schließlich hatte er 1985 den Reformkurs vorgegeben und einige Ostblockländer wie Polen und Ungarn haben längst reagiert. Sie setzen demokratische Reformen durch und im Frühjahr 1989 öffnen sie ihre Grenzen.

Detailansicht der interaktiven Mauer: Bildschirmfoto Tagesschau November '89

Auch den Moment des Mauerfalls und den Jubel über die Wiedervereinigung kann man sich als Tagesschau-Ausschnitt anschauen.

Die ersten Lücken im "Eisernen Vorhang" werden zur existenziellen Bedrohung für die DDR. Die Menschen nutzen die Schlupflöcher im Sommer 1989 zu Massenfluchten, und die zunehmende Unzufriedenheit treibt immer mehr Leute auf die Straße.

Weder Massenflucht noch Großdemonstrationen beeindrucken die DDR-Führung. Sie verschließt sich weiterhin gegen jegliche Reformen.

Doch die Zahl der Flüchtlinge und Demonstranten steigt. Im November 1989 muss die Regierung dem Druck der Menschen nachgeben. Eine gewaltlose Revolution zwingt die SED-Spitze zum Einlenken und führt zum Fall der Mauer.

Preisgekrönte Projekte
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