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Das Blockuniversum – Darstellung der Raumzeit

Ein Auto fährt die Straße entlang und bremst vor einer roten Ampel – eine einfache, alltägliche Handlung. So erleben wir unsere Welt: Die Zeit verstreicht und irgendetwas passiert. Doch in der Relativitätstheorie sieht das anders aus: Was wir in jedem Moment als Gegenwart erleben, ist eigentlich nur eine „Zeit-Ebene“ in der Raumzeit. Eine anschauliche Erklärung hierzu liefert der Trickfilm.

Trickfilm zur Raumzeit starten

In der Raumzeit betrachtet man die Zeit als weitere Dimension neben den drei Dimensionen des Raumes. Da sich vierdimensionale Zusammenhänge jedoch eher schlecht visualisieren lassen, wurde zur Vereinfachung eine Dimension weggelassen. Das heißt, die Gegenwart ist in der Animation eine zweidimensionale Scheibe in einer dreidimensionalen Raumzeit.

Das Blockuniversum

Die drei Dimensionen des Raumes sind nach der Relativitätstheorie untrennbar verbunden mit der Zeit – die man als vierte Dimension betrachten kann. Man spricht in diesem Zusammenhang von der „Raumzeit“.

Das ist so wenig einleuchtend, dass übrigens auch Einstein selbst das lange nicht erkannt hat, obwohl es aus seiner Relativitätstheorie folgt. Einsteins Lehrer Hermann Minkowski kam als Erster darauf – im Jahr 1908. Erst 1916 gestand Einstein ein, dass ohne Minkowskis wichtige Gedanken die Allgemeine Relativitätstheorie „vielleicht in den Windeln stecken geblieben“ wäre.

Detailansicht des Trickfilms

Während für uns die Zeit verstreicht, bewegt sich unsere „Gegenwarts-Ebene“ durch die Raumzeit.

Interpretiert man die Zeit als vierte Dimension, so ist das ganze Universum inklusive der Zeit ein einziger massiver Block. Alle Gegenstände haben demnach nicht nur eine Ausdehnung nach links/rechts, oben/unten, vorne/hinten, sondern auch eine Ausdehnung nach vorher/nachher. Ein Gegenstand, der ein Jahr lang existiert, hat also eine Ausdehnung in der Dimension Zeit, die wir als „ein Jahr“ bezeichnen.

Und so wie es keinen Punkt im Raum gibt, der sich grundlegend von anderen unterscheidet, so gibt es demnach auch keinen Zeitpunkt, der grundlegend anders wäre als alle anderen. Die Gegenwart ist kein bisschen anders als die Vergangenheit oder die Zukunft – sie ist einfach nur ein bestimmter Punkt in der Raumzeit.

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