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Warum bekommt man einen Sonnenbrand?

Die Sonne brennt, das Thermometer steigt und steigt, nicht das kleinste Wölkchen ist am Himmel zu sehen – heute ist ein idealer Tag, um den Badesee zu erobern! Bikini, Badehose, Strandmatte, Wasserball – alles ist gepackt. Doch halt! Damit das sommerliche Vergnügen nicht in einem schmerzhaften Sonnenbrand endet, ist ein Sonnenschutz obligatorisch.

Was passiert eigentlich im Inneren der Haut, wenn man Sonnenstrahlung ausgesetzt ist? Reagieren manche Menschen empfindlicher auf ein Sonnenbad als andere?

In diesem Versuch können Schüler den verschiedenen Hauttypen gefahrlos ans Leder gehen!

Sonnenbrand-Simulation starten

In diesem Beispiel hat man sich für den See als Sonnenszenerie entschieden. Als Sonnenschutz wurde Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 30 und als Versuchsperson eine Person mit keltischem Hauttyp gewählt.

Versuchsbeschreibung

Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Ein Unterarm vor einer Gletscherlandschaft

Eine der möglichen Szenerien: die Versuchsperson vom mediterran dunklen Typ in der Gletscherlandschaft.

In der Sonnenbrand-Simulation lässt sich erproben, welchen Einfluss das Sonnenlicht auf verschiedene Hauttypen hat. Dazu entscheidet man sich zunächst für eine der vier Umgebungen aus den Sonnenszenarien (links). Danach kann unter dem Panoramafenster ein Sonnenschutz eingestellt werden. Als letzter Schritt wird der Hauttyp (rechts) ausgewählt. Über die Info-Buttons lassen sich weiterführende Informationen aufrufen.

Der Versuch startet mit einem Klick auf den Startbutton und läuft so lange, bis die Haut einen Sonnenbrand bekommt oder die maximale Versuchsdauer von sechs Stunden abgelaufen ist. Man muss natürlich nicht sechs Stunden warten – unser Versuch läuft mit Zeitraffer.


Sonnenszenerie wählen

Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Gletscherlandschaft

Die Intensität der Sonnenstrahlung ist auf einem Gletscher sehr viel höher als man denkt. Schnee reflektiert Sonnenlicht inklusive UV-Strahlung fast vollständig, somit wird die Strahlungsintensität mit zunehmender Höhe immer stärker. Das liegt daran, dass die Luft einen Teil der Strahlung absorbiert. Je höher man kommt, desto dünner ist die Luftschicht, die einen von der Sonne trennt. Der UV-Index liegt bei 8.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Wüstenlandschaft

In der Wüste tragen zwei Faktoren zu einer stärkeren Sonnenstrahlung bei: die geografische Lage und der Sand. Je näher man am Äquator ist, desto höher steht die Sonne am Himmel. Das bedeutet, die Sonnenstrahlung ist stärker, da weniger Strahlung von der Atmosphäre absorbiert wird. Der Sand reflektiert je nach Farbe zwischen 10 und 25 Prozent der UV-Strahlung. Der UV-Index liegt hier bei 12.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: See bei sonnigem Wetter

In Mitteleuropa ist die Sonne unter normalen Umständen nur im Sommer so stark, dass man einen Sonnenbrand bekommt. Besondere Vorsicht ist aber an Gewässern wie beispielsweise an einem See angebracht. Denn seine Oberfläche reflektiert 10 bis 20 Prozent des Lichts und der UV-Strahlung, die darauf trifft. Der UV-Index liegt hier bei 6.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Stadtszene bei bewölktem Himmel

Selbst bei bedecktem Himmel können empfindliche Menschen in Mitteleuropa Sonnenbrand bekommen. Denn genauso wie die Wolken das sichtbare Licht nicht vollständig abhalten, lassen sie einen Teil der UV-Strahlung durch. Der UV-Index liegt hier bei 3.




Sonnenschutz auswählen

Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Sonnenschirm-Piktogramm

Ein Sonnenschirm reduziert die Sonnenstrahlung deutlich. Dennoch lässt er je nach Dicke und Dichte des Stoffs immer noch etwas Strahlung hindurch. Das sieht man schon, wenn man durch den Sonnenschirm zur Sonne schaut: Sie ist meist noch als heller Kreis zu sehen. So wie das sichtbare Licht dringt auch das UV-Licht zum Teil durch den Stoff. Je dünner der Stoff, desto mehr UV-Licht dringt durch ihn hindurch.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Sonnencreme-Piktogramm

Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (z.B. 30) bietet einen guten Schutz vor Sonnenbrand. Voraussetzung ist, dass man keine Körperstellen vergisst und die Creme nicht mechanisch oder durch Wasser bzw. Schwitzen abgerieben wird. Außerdem macht auch die beste Sonnencreme nicht unempfindlich gegen UV-Strahlen, sie verlängert nur die Zeit, die man länger in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Fenster-Piktogramm

Hinter Fensterglas ist im weitgehend geschützt. Es lässt zwar Licht hindurch, absorbiert aber die UV-B-Strahlung, die für den Sonnenbrand verantwortlich ist. Man müsste schon sehr lange hinter dem Fenster in der Sonne liegen, um einen Sonnenbrand zu bekommen. Allerdings wird die UV-A-Strahlung nicht ganz so gut absorbiert.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: Dach aus Acrylglas

Acrylglas oder durchsichtiges Plastik bietet keinen Schutz vor Sonnenbrand. Sie lassen UV-Strahlung wie das sichtbare Licht fast ungehindert passieren. Daher sind billige Sonnenbrillen auch so gefährlich: Man fühlt sich mit ihnen geschützt, die Pupillen weiten sich hinter den abgedunkelten Gläsern und lassen so viel UV-Strahlung auf die empfindliche Netzhaut, was zu dauerhaften Schäden führen kann.


Hauttyp auswählen

Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: keltischer Hauttyp

Menschen mit Haut vom keltischen Typ haben sehr helle Haut mit Sommersprossen und blonde oder rote Haare. Sie werden praktisch nicht braun, sondern reagieren nach 5 bis 10 Minuten Sonnenbad mit Sonnenbrand.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: nordischer Hauttyp

Menschen mit Haut vom nordischen Typ haben helle Haut und manchmal Sommersprossen. Ihre Haare sind blond oder hellbraun, die Augen blau, grau oder grün. Nach etwa 10 bis 20 Minuten bekommen sie einen Sonnenbrand, wenn sie sich nicht schützen.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: europäisch dunkler Hauttyp

Menschen mit Haut vom europäisch dunklen Typ haben helle bis hellbraune Haut und sind dunkelblond bis braunhaarig. Sie können bis zu einer halben Stunde in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: mediterran heller Hauttyp

Menschen vom mediterran hellen Typ haben eine hell- bis olivbraune Haut und bekommen selten Sonnenbrand. Ungeschützt können sie gefahrlos zwischen 30 und 40 Minuten in der prallen Sonne liegen.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: mediterran dunkler Hauttyp

Menschen mit Haut vom mediterran dunklen oder asiatischen Typ haben unabhängig von der Sonnenwirkung dunkle Haut, die bis zu 45 Minuten intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt werden kann, ohne mit Sonnenbrand zu reagieren.


Detailansicht der Sonnenbrand-Simulation: negroider Hauttyp

Menschen mit Haut vom negroiden Typ sind fast unempfindlich gegenüber UV-Strahlung. Dennoch können sie an weniger pigmentierte Stellen wie den Handinnenflächen Sonnenbrand bekommen.


Preisgekrönte Projekte
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