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Virtuelles Röntgenlabor

Ganz selbstverständlich macht der Arzt schnell noch ein Röntgenbild, weil er ganz sicher gehen will, dass die Prellung harmlos ist. Mal angenommen, diese Prozedur wäre nicht alltäglich, wir würden sie zum ersten Mal erleben: Wir hören nichts, sehen nichts, spüren nichts davon. Und doch machen diese merkwürdigen Röntgenstrahlen unser Inneres sichtbar. Wir würden aus dem Stauen nicht herauskommen! Im interaktiven Röntgenlabor kann man in die Rolle eines Radiologen schlüpfen. Welche Bestrahlungsdosis ist notwendig, um ein Röntgenbild einer Hand oder eines Brustkorbs zu erhalten? Reichen dieselben Dosen auch beim Computertomograph?

Simulation starten

Im virtuellen Röntgenlabor lassen sich verschiedene Untersuchungsfälle simulieren. Hier beispielsweise eine Computertomographie des Kopfes mit einer Dosis von 0,6 mSv. Die Dosis wurde in diesem Fall zu schwach gewählt, das Bild ist zu dunkel.

Praktizieren im virtuellen Röntgenlabor

Detailaufnahme des virtuellen Röntgenlabors: Röntgen der Schulter

Verschiedene Körperbereiche – wie in diesem Beispiel die Schulter – können geröntgt werden.

Zunächst kann man sich für eine Untersuchungsmethode entscheiden: Röntgen oder Computertomographie. Über die Piktogramm-Buttons auf der linken Seite lässt sich ein Untersuchungsgegenstand wie zum Beispiel Kopf, Hals, Schulter, Knie, Handgelenk oder gar ein Hase auswählen. Anschließend muss mithilfe des Schiebreglers eine Bestrahlungsdosis zwischen 0 und 10 mSv eingestellt werden.

Nun kann die Untersuchung beginnen! Die Auswertung erscheint durch Klicken des Startbuttons. Als Ergebnis erhält man ein authentisches Röntgen- bzw. CT-Bild, welches mit dem Lupenpiktogramm gezoomt werden kann. Je nach gewählter Dosiseinstellung ist das Untersuchungsbild mehr oder weniger scharf ist. Außerdem wird man bei einer zu hoch eingestellten Dosis auf die gesundheitsschädlichen Gefahren für den Patienten hingewiesen.

Hinweis: In der Praxis regeln die Ärzte die Spannung und Stromstärke, um eine bestimmte, vom Körpergewicht abhängige Bestrahlungsstärke zu erzielen. Anstelle der komplexen Einstellungsvorgänge kann man hier die Bestrahlungsdosis wählen, die sich aus der Bestrahlungsstärke ergibt.

Mit Röntgenstrahlen Knochen abbilden

Detailaufnahme des virtuellen Röntgenlabors: Röntgenbild des Halses

Die Röntgenaufnahme des Halses bei einer Dosis von ca. 1 mSv ergibt ein scharfes Bild.

Röntgenstrahlen sind für das Auge nicht sichtbar. Sie durchdringen Materie je nach Dichte unterschiedlich stark. Wo ein Röntgenstrahl kompakte Knochen durchlaufen muss, wird fast die ganze Strahlung geschluckt. Wo er hauptsächlich Weichteile wie Haut und innere Organe durchläuft, passiert der ganze Strahl fast ungehindert und trifft auf eine Folie, die sich zusammen mit dem unbelichteten Film in einer Box befindet.

Diese Box ist undurchlässig für sichtbares Licht, aber durchlässig für die ankommenden Röntgenstrahlen. Die Folie wird durch die eindringende Strahlung zum Leuchten gebracht. Dieses Leuchten ist es, das schließlich den Röntgenfilm, einen lichtempfindlichen Schwarz-Weiß-Film, belichtet.

Der Film wird schließlich in einer Dunkelkammer entwickelt. Fertig ist das Röntgenbild: hell dort, wo es sehr undurchlässigem Gewebe wie Knochen entspricht, schwarz an durchlässigem Gewebe.

Computertomographie – Schnittbilder des Körpers

Detailaufnahme des virtuellen Röntgenlabors: CT-Aufnahme des Halses

CT-Aufnahme des Halses: Die gewählte Dosis von ca. 6 mSv ist zu hoch. Der Körper wird unnötig mit Strahlung belastet.

Eine Weiterentwicklung der klassischen Röntgentechnik ist die Computertomographie, kurz CT. Damit kann das Körperinnere dargestellt werden, ohne dass sich Organe und Knochen überlagen. Das ist möglich, weil der ganze Röntgenapparat um den Patienten rotiert, den Körper also von allen Seiten durchleuchtet.

Der Computertomograph bildet dabei nur einen sehr schmalen Bereich, eine dünne Scheibe des Körperinneren ab. Das Ergebnis ähnelt dem Muster eines Marmorkuchens. Die Methode zeigt den Querschnitt an jeder beliebigen Stelle des Körpers. Moderne CTS verarbeiten während einer Umdrehung, also für ein Schnittbild, bis zu 1000 Belichtungen.

Aus den Einzelbildern kann ein dreidimensionaler Körper errechnet werden. Dieser Körper lässt sich in verschiedenen Darstellungsformen ansehen. Das Spektrum reicht dabei von Bildern der Knochen mit oder ohne Adern und anderen Geweben.

Preisgekrönte Projekte
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