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Klimaszenarien interaktiv

Tatort Erde

Anstieg der Meeresspiegel, globale Erwärmung, Sturmkatastrophen – das sind die bekannten Schlagworte aus den Nachrichten. Sie verdichten sich mehr und mehr zu einer Schreckenshypothese: Das Weltklima gerät aus den Fugen. Und Schuld daran soll der Mensch sein, der durch Missbrauch und Verunreinigung der Natur in das Klimageschehen eingreift – ohne dabei die Zusammenhänge wirklich zu verstehen! In dem interaktiven Experiment lassen sich drei mögliche Klimaszenarien eindrucksvoll simulieren.

Klimaszenarien interaktiv starten

In dieser Szenerie hat man sich für den Fall "T" entschieden, d.h., man nimmt an, dass fossile Brennstoffe weiterhin die dominierenden Energiequellen bleiben werden. Im Jahre 2200 hat sich die Kohlenstickoxid-Konzentration um 1330 ppm erhöht. Die jährliche Jahrestemperatur in Deutschland ist auf 16,62 ° C und der Meeresspiegel ist um 1,37 m gestiegen.

Funktionsweise der Klimaszenarien-Simulation

Das "Intergovernmental Panel on Climate Change" hat eine Reihe von Emissions-Szenarien erstellt. Diese Szenarien unterscheiden sich durch die unterschiedliche Gewichtung von fossiler und erneuerbarer Energie beim zukünftigen Gesamtenergieverbrauch. Die Entwicklung der weltweiten Kohlenstoffdioxid-Konzentrationen wurde anhand von Annahmen zum Energieverbrauch, zum Bevölkerungswachstum, zur wirtschaftlichen Entwicklung und anderen Faktoren vorausberechnet. Man hat versucht, aktuelle Tendenzen zu berücksichtigen, aber explizit den Einfluss einer globalen Klimapolitik außer Acht gelassen.

Detailansicht der Klimaszenarien interaktiv: Vergleich der Temperaturerhöhung

Der Vergleich der durchschnittlichen Temperaturen im Jahr 1900 und 2200 verdeutlicht den Einfluss der fossilen Brennstoffe auf das Klima.

Die hier vorgestellten Szenarien gehen alle von einem schnellen wirtschaftlichen Wachstum und einer raschen Zunahme der Weltbevölkerung aus, die Mitte des 21. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht und danach abflaut. Außerdem wird angenommen, dass sich neue, effizientere Technologien sehr bald finden und schnell einsetzen lassen. Man geht davon aus, dass sich die Regionen dieser Welt weiter annähern werden und der kulturelle und soziale Austausch auch die Unterschiede im Pro-Kopf-Einkommen nivelliert. Es handelt sich also um realistische, aber auch durchaus optimistische Annahmen.

Bedienung der Klima-Simulation

Zunächst muss man sich für eines der drei Szenarien entscheiden. Im Fall "F1" wird davon ausgegangen, dass Kohle, Öl und Gas auf absehbare Zeit die dominierenden Energiequellen bleiben werden. Im zweiten Fall "T" wird angenommen, dass neue Technologien, die erneuerbare Energien stärker in den Mittelpunkt rücken, schon bald eine gewichtige Rolle spielen werden. Die fossilen Brennstoffe rücken damit in den Hintergrund. Im dritten Fall – "B" – wird vermutet, dass in naher Zukunft eine Balance zwischen fossilen Brennstoffen und anderen Energieressourcen gefunden wird.

Nun kann man den Zeitraum für die Simulation einstellen. Dabei sind Zeiträume 1900 bis 2200 möglich. Das aktuelle Datum in Jahren kann per Schieberegler festgelegt werden.

Gestartet wird die Simulation mit dem runden Start-Button. Mit einem erneuten Klick auf diesen Button kann die Simulation jederzeit angehalten und die Werte abgelesen werden.

Die Ergebnisse der Simulation werden anhand von drei Skalen visualisiert: Kohlendioxid-Konzentration, durchschnittliche Jahrestemperatur und Anstieg des Meeresspiegels. Mit dem Button "Klimadiagramme" (rechts oben) lassen sich Ergebnisse als Liniendiagramme aufrufen und ausdrucken.

Detailansicht der Klimaszenarien interaktiv: Diagramm zum Anstieg des Meeresspiegels

Das Diagramm verdeutlicht den Anstieg des Meeresspiegels zwischen 1900 und 2200 für die drei verschiedenen Klimaszenarien. Die gelbe Linie visualisiert den Fall "F1" (fossile Energiequellen), die orange Linie den Fall "T" (hauptsächliche Nutzung von erneuerbaren Energien) und die braune Linie den Fall "B" (Balance zwischen fossilen und erneuerbaren Energien).

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