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Unser subjektives Zeitempfinden – Zeitspannen einschätzen

Ein Blick auf die Uhr versetzt Melanie in Erstaunen: Es ist beinahe 20 Uhr und somit allerhöchste Zeit, nach Hause zum Abendessen zu gehen! Der ereignisreiche Nachmittag im Freibad ist wie im Flug vergangen, während sich die Zeit in der Nachhilfe scheinbar wie Kaugummi gezogen hat. Wie ist das möglich? In diesem spannenden Experiment kann man sein eigenes Zeitgefühl auf die Probe stellen!

Zeitspiel starten

In der zweiten Testphase geht es darum, ein Pendel möglichst exakt anzuklicken, nämlich immer dann, wenn es den tiefsten Punkt seiner Schwingung erreicht hat.

Beschreibung des Versuchs

Das Experiment besteht aus drei verschiedenen Testphasen. Im ersten Schritt muss man lediglich eine schlichte Animation anschauen. In der zweiten Teilaufgabe ist etwas mehr Aktivität erforderlich: Es gilt, die Bewegung eines Pendels mitzuverfolgen und in regelmäßigen Abständen zu klicken. In der letzten Testphase muss man schließlich ein kleines Denkspiel meistern. Nach jeder Phase wird man aufgefordert, einzuschätzen, wie lange sie jeweils gedauert hat.

Nun wird es spannend: Hat man alle Teilaufgaben absolviert, erscheint eine tabellarische Auswertung, mit der sich die persönliche Zeiteinschätzung mit der tatsächlichen Zeitdauer vergleichen lässt.

Detailansicht des Experiments: dritte Testphase

In der dritten Testphase muss man möglichst schnell die gleichen Kartenpaare finden.

Hintergrund: Unsere subjektive Wahrnehmung von Zeit

Wir Menschen können sehr genau feststellen, welche Ereignisse gleichzeitig und welche nacheinander passieren. Zwei Lichtblitze zum Beispiel können wir schon auseinanderhalten, wenn sie etwa 20 Millisekunden aufeinanderfolgen – also 20 tausendstel Sekunden. Unser Gehör ist sogar noch besser: Wir hören zwei einzelne Töne, wenn diese nur 3 Millisekunden nacheinander erklingen.

Doch wenn wir die objektive Dauer einer Zeitspanne angeben sollen, tun wir uns oft sehr schwer. Uns steht hier kein unabhängiger Maßstab zur Verfügung – einen eigenen Zeitsinn haben wir nicht. Zeitspannen intensiver geistiger Tätigkeit erscheinen uns länger, als sie tatsächlich sind. Müssen wir uns etwa in einer neuen Stadt zurechtfinden und an jeder Straßenecke nach dem richtigen Weg suchen, wird uns der Hinweg zu unserem Ziel länger vorkommen als der – nun ja schon einigermaßen bekannte – Rückweg. Weil wir also beim Rückweg weniger nachdenken müssen, kommt uns die Zeit kürzer vor. Wenn wir aber gar nichts zu tun haben, empfinden wir die Zeit mitunter als unendlich – und genau dieses Phänomen lässt sich im interaktiven Zeitspiel erproben!

Preisgekrönte Projekte
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