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Die Stadt im späten Mittelalter – Das Löschen eines Hausbrands

Das Haus des Bäckers brennt! Zum Glück ist niemand daheim. Aber die Nachbarhäuser der mittelalterlichen Stadt sind in Gefahr. Es wird wirklich jeder benötigt, der mit anpacken kann! Im interaktiven Lernspiel kann man hautnah miterleben, wie im späten Mittelalter ein Hausbrand gelöscht wird.

Das Feuer löschen

Ein Feuer wütet in der Stadt: Das Bäckershaus steht in Flammen! Mithilfe der Maus kann man erkunden, welche Schritte zum Löschen des Hausbrands im Mittelalter nötig sind.

Bedienung des interaktiven Lernspiels

Die mittelalterliche Stadtszenerie, in deren Zentrum sich das brennende Haus befindet, lädt zum Erkunden ein! Fährt man mit der Maus über einen für das Löschen des Feuers notwendigen Gegenstand bzw. eine Person, so erscheint ein kurzer Beschreibungstext auf dem Bildschirm. Durch einen einfachen Mausklick auf diese Objekte kann eine Aktion ausgelöst werden.

Detailansicht des Lernspiels: Ein schlafender Mann wurde geweckt.

Schlafende Menschen müssen bei einem Feuer schnellstens geweckt werden.

Folgende Personen und Gegenstände gilt es in der Szenerie ausfindig zu machen und anzuklicken:

  • einen Eimer
  • einen schlafender Mann
  • einen Nachtwächter
  • Stangen zum Einreißen brennender Wände

Doch das Löschen kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Objekte in der richtigen Reihenfolge angeklickt werden. Eine falsche Wahl wird dem Benutzer durch ein Störgeräusch signalisiert.

Über den roten Hilfe-Button in der linken Ecke des Lernspiels lassen sich Lösungstipps aufrufen.

Brände in Städten des späten Mittelalters

Immer wieder hatten die Städte mit verheerenden Brandkatastrophen zu kämpfen. In Abständen von nur zehn bis zwanzig Jahren wurden die Häuser einer Straße oder sogar eines ganzen Stadtviertels durch Feuer vernichtet. Die Gebäude in den Städten standen sehr dicht, denn viele Menschen wollten innerhalb der Stadtmauern leben. Wenn da nur ein einziges Haus brannte, konnte das Feuer leicht auf die Nachbarhäuser übergreifen. Um das zu verhindern, wurden zwischen manchen Gebäuden Brandschutzmauern eingezogen.

Detailansicht des Lernspiels: Ein Nachtwächter patroulliert auf der Stadtmauer.

Bei einem Feuer in der Stadt warnt der Nachtwächter die Bewohner. Durch sein Hornsignal werden die Menschen aus dem Schlaf geschreckt.

Für gewöhnlich waren die Hausdächer mit Stroh gedeckt. Da sie aber besonders leicht Feuer fingen, gingen die Städte immer mehr dazu über, beim Neubau eines Hauses gebrannte Ziegel zur Vorschrift zu machen. Viele Städte gründeten daher eigene Ziegeleien und stellten den Bürgern die Ziegel günstig zur Verfügung. Zusätzlich wurden vom Rat genaue Vorschriften zum Brandschutz erlassen.

Ratsvorschriften zum Brandschutz

Der Rat schrieb genaue Maßnahmen zur Verhinderung von Bränden vor: Häuser waren mit Ziegeln, anstatt mit Stroh oder Holzschindeln zu decken; zwischen den Häusern mussten Brandschutzmauern errichtet werden und Schornsteinfeger sollten nun regelmäßig die Kamine in den Häusern kontrollieren.

Feuergefährdete Werkstätten, wie Schmieden, mussten in manchen Städten an die Stadtmauern oder gar vor die Stadt verlegt werden. Auch durfte bei keinem Schmied nachts mehr Feuer im Ofen brennen. In Göttingen wurde den Leinenwebern das Rösten von Flachs gänzlich verboten - ein Arbeitsgang bei der Herstellung von Leinen, bei dem schnell Feuer ausbrechen konnte. Kam es trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen zu einem Brand, dann waren die Zünfte zur Brandbekämpfung verpflichtet.

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