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Die Stadt im späten Mittelalter – Bombenbau

Der Schmied hat in alten Büchern ein verheißungsvolles Rezept entdeckt. Er möchte eine Tontopf-Granate bauen. Er ist sich sicher, dass die Stadt damit eine ganz neuartige Waffe besitzen wird. In dem interaktiven Lernspiel können Schülerinnen und Schüler dem Schmiedemeister der spätmittelalterlichen Stadt bei seinem Experiment helfen!

Das Zeughaus betreten

Im virtuellen Zeughaus lässt sich eine Tontopf-Granate bauen.




Willkommen im mittelalterlichen Zeughaus!

Zum Bau einer Tontopf-Granate werden fünf Gegenstände benötigt: ein Tontopf, eine Abdeckung aus Tuch, eine Zündschnur und ein Kohlestück. Die Gegenstände müssen rechts vor den Schrank gezogen werden. Wichtig ist, dass die richtige Reihenfolge beachtet wird. Hilfreich sind hierzu die Kommentare des Sprechers, der bei Wahl von falschen Gegenständen automatisch das Wort ergreift.

Über den roten Hilfe-Button in der linken Ecke des Lernspiels lassen sich Lösungstipps aufrufen.

Bruder Berthold Schwarz gilt als Erfinder des Schwarzpulvers.

Bruder Berthold ist zutiefst erschrocken: Um ihn herum staubt und qualmt es, die Zimmerdecke ist ruiniert, und der laute Knall tut ihm noch in den Ohren weh! Dabei wollte er eigentlich Gold herstellen. Doch das Gemisch, das er auf dem Ofen erhitzt hat, ist plötzlich explodiert. Das geschah um 1350. Eher zufällig hat Bruder Berthold Schwarz aus Freiburg – der Legende nach – das nach ihm benannte Schwarzpulver erfunden.

Weiterführende Informationen

Das Zeughaus

Das Zeughaus ist das städtische Waffenarsenal im Mittelalter. Hier werden Waffen, Kriegsgeräte, Munition und Rohstoffe gelagert. In einigen Werkstätten werden die Bestände gepflegt und nötigenfalls auch wieder repariert.

Mit dem zunehmenden Reichtum und Wohlstand der spätmittelalterlichen Städte nehmen auch die räuberischen Überfälle der Adligen aus der Umgebung zu. Oftmals sind die Städte ein Spielball in der Politik des Landesherrn. Sie müssen daher stets gewappnet sein, um ihre Stadtmauern verteidigen zu können. Schließlich bedeuten die Wehrmauern die Unabhängigkeit der Stadt. Ein gefülltes Waffenlager ist daher überlebenswichtig. In Friedenszeiten verkörpert es Macht und Ansehen der Stadt.

Die Macht des Schwarzpulvers

Das Schwarzpulver ist eine revolutionäre Entdeckung. Mit ihm verändert sich die Kriegsführung schlagartig. In seiner Wirkung übertrifft es alle bisher bekannten Waffen.

Bislang hat man im Nahkampf mit Schwertern, Lanzen und Äxten gekämpft. Und wollte man Brandsätze fortschleudern, wurden handbetriebene Wurfgeschosse benutzt. Mit dem Schwarzpulver aber ist das erste Sprengmittel erfunden worden. Und schon bald gibt es auch die Kanone mit den dazugehörigen Kanonenkugeln. Die Belagerung einer Burg oder einer Stadt ist nun ein Leichtes, denn die Wehrmauern sind diesen Angriffen kaum mehr gewachsen.

Trotzdem – die Städte stehen zumeist auf der sicheren Seite. Nur sie können sich die kostspieligen Feuerwaffen leisten. Eine erfolgreiche Belagerung der Stadt von Fürsten und Adligen der Umgebung ist daher kaum zu erwarten.

Preisgekrönte Projekte
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