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Kleine Schritte im großen Krieg (für Tablets geeignet)

Die vier Missionen, die unabhängig voneinander gespielt werden können, beruhen auf historischen Ereignissen, wie etwa dem Attentat auf Franz Ferdinand und seine Frau in Sarajevo 1914. Die Spieler müssen verschiedene Aufgaben erledigen und Entscheidungen treffen. Diese Gewissensentscheidungen regen zur Reflexion und zur Überprüfung der eigenen Wertemaßstäbe an.

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Als Spieler schlüpft man in verschiedene Rollen während des ersten Weltkriegs - auf beiden Seiten der großen Kriegsmächte. Die vier unabhängig voneinander spielbaren Missionen liegen zeitlich in je einem der Kriegsjahre zwischen 1914 und 1918.

Mission 1 - 1914 - Das Attentat in Sarajevo

Verwundetes Mitglied der schwarzen Hand

Die Spieler müssen sich entscheiden, ob sie den Mord an Franz Ferdinand und seiner Frau verhindern wollen, oder nicht. (Quelle: Submarine / NTR / SWR)

Die Schüler schlüpfen in die Rolle eines Mitgliedes der Geheimorganisation die „Schwarze Hand“ und werden aufgefordert, an dem Attentat von Sarajevo aktiv mitzuwirken. Das Spiel konfrontiert die Spieler gleich zu Beginn mit einer Aussage von Oberst Apis, die den Spieler zu einer Entscheidung zwingt. Im Unterricht muss die Aussage von Oberst Apis unbedingt historisch eingeordnet werden, um den Schülern die komplexen historischen Zusammenhänge verständlich zu machen. Diese Mission bietet eine Fülle von Entscheidungsfragen, die Anlass für das ethisch-moralische Argumentieren geben. Viele Punkte, die in dieser Mission angesprochen werden, lassen sich auf die Gegenwart übertragen – das Thema Terrorismus zum Beispiel oder die Frage, ob Gewalt ein legitimes Mittel sein kann, um politische Ziele zu erreichen. Mit Hilfe der begleitenden Didaktik und der Arbeitsblätter im Wissenspool lernen die Schüler die Bedeutung des Attentats für die Entstehung des 1. Weltkriegs einzuordnen. Die Schüler erfahren, wie sich die politische Situation im Vorfeld des Krieges darstellte, und sie erkennen, dass eine Vielzahl von Ursachen zur Entstehung des Krieges führte.

Mission 2 - 1917 - Luftkrieg

Ein junger Kampfflieger

Als junge Kampfflieger müssen die Spieler im dritten Kriegsjahr kämpfen.
(Quelle: Submarine / NTR / SWR)

Mission 2 behandelt den Luftkrieg. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass es im 1. Weltkrieg zunehmend Waffen gab, die das unpersönliche Töten ermöglichten. Sie versetzen sich in die Situation eines jungen Kampffliegers, der entscheiden muss, ob er einen Zeppelin bombardiert. Die Mission kann auf den ersten Blick etwas martialisch wirken. Allerdings haben die Schüler dadurch die Chance, sich mit dem Unterschied zwischen unmittelbarer und unsichtbarer bzw. unpersönlicher Gewalt auseinander zu setzen. Auch wenn durch die Aktion im Spiel lediglich ein unbemannter und am Hangar verankerter Zeppelin anfängt zu brennen, so werden die Spieler dadurch doch selbst zu einer Person, die Zerstörung aus der Ferne verursacht. Das hilft ihnen dabei nachzuvollziehen, wie der technische Fortschritt das Töten im 1. Weltkrieg veränderte. Mit Hilfe der begleitenden Didaktik und der Arbeitsblätter im Wissenspool lernen die Schüler das historische Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und setzen sich mit Fragen der Gewalt und der Kriegsführung auseinander.

Mission 3 - 1916 - Im Lazarett

Ein junger Kampfflieger

Die Spieler müssen entscheiden, welche Behandlung für den Verletzten die richtige ist.
(Quelle: Submarine / NTR / SWR)

In Mission 3 geht es um das Schicksal der Soldaten in den Schützengräben. Die Schüler sollen im Spiel einen verletzten Kameraden aus dem Feld retten. Sie bringen ihn zunächst zu einem Sanitätsposten und begleiten ihn dann in ein Lazarett. Hier stehen sie vor der Entscheidung, ob dem Soldaten das Bein abgenommen werden soll oder nicht. Im einen Fall wäre er zwar versehrt, würde aber mutmaßlich am Leben bleiben. Im anderen Fall müsste er in wenigen Wochen zurück an die Front – zurück in den Schützengraben. Der emotionale Gehalt der Spielhandlung kann genutzt werden, um mit den Schülern die ethischen Fragen zu erörtern, die mit der dargestellten Situation verbunden sind. Mit Hilfe der begleitenden Didaktik und der Arbeitsblätter im Wissenspool setzen sich die Schüler mit dem Alltag in den Schützengräben auseinander und versuchen sich über Rollenspiele in die Situation der betroffenen Spielpersonen zu versetzen.

Mission 4 - 1918 - U-Boot-Krieg

Ein junger Kampfflieger

An Bord eines deutschen U-Bootes müssen sich die Spieler entscheiden, ob sie kämpfen oder unschuldige Menschen retten wollen.
(Quelle: Submarine / NTR / SWR)

Der U-Boot-Krieg und das Ende des Weltkrieges stehen im Mittelpunkt von Mission 4. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen die Rolle eines U-Boot-Kapitäns und bekommen in dieser Funktion den Auftrag, ein Schiff mit Kriegsmaterial zu versenken. Die Schüler werden vor die Entscheidungssituation gestellt, ob sie danach die Passagiere des Schiffes retten wollen – was das U-Boot vorübergehend kampfunfähig machen würde – oder nicht. Die Mission beschränkt sich jedoch nicht auf dieses Einzelereignis, sondern stellt in Kurzform die wichtigsten Eckpunkte des U-Boot-Kriegs und seine Auswirkungen auf den Kriegseintritt der USA dar. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Ausblick auf die Situation in Deutschland nach dem Krieg. Mit Hilfe der begleitenden Didaktik und der Arbeitsblätter im Wissenspool setzen sich die Schüler mit der Bedeutung des U-Boot-Krieges und des Waffenstillstandes auseinander.

Preisgekrönte Projekte
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