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Die Weltmeere

71% unseres Planeten sind "blau". Aber wie sieht es eigentlich unter der Wasseroberfläche unserer Weltmeere aus? Man stelle sich vor, auf dem Meeresboden gäbe es – vergleichbar zum Badewannenstöpsel – einen großen Meeresstöpsel, den man rausziehen kann. Was würden wir nach dem Ablaufen des Wassers zu Gesicht bekommen? Genau das kann man hier virtuell ausprobieren! Was sich unter der Meeresoberfläche verbirgt, ist faszinierend und geheimnisvoll: Krater, Berge und tiefe Schluchten, die zum Teil weniger erforscht sind als die Oberfläche des Mondes. Und die interaktive Animation bietet noch mehr: einen anschaulichen Überblick über die Weltmeere und deren Strömungen.

Animation Weltmeere starten

Der Meeresboden zwischen den Kontinenten wird durch aufsteigende geschmolzene Gesteinsmassen beständig auseinander gedrückt. So ist am Ozeanboden ein über 70.000 Kilometer langes, weltumspannendes Gebirgssystem entstanden: der Mittelozeanische Rücken!

Funktionsweise der Weltmeer-Animation

Mithilfe des Maschinentelegrafen kann man zwischen folgenden Bereichen wechseln: Weltmeere, Strömungen und Topografie.

Detailansicht der Animation : Teil des Nordpolarmeers

Das Nordpolarmeer – mitten drin liegt der Nordpol – hat eine Fläche von etwas mehr als 14 Millionen Quadratkilometern und gilt daher als kleinster Ozean der Erde. Abgesehen von den Schelfbereichen, die sehr flach sind, geht es im zentraleren Bereich des Nordpolarmeeres zwischen 2000 und 4000 Meter tief hinab. Die tiefste Stelle liegt bei 5600 Metern.

Zunächst bietet es sich an, die Weltmeere zu erforschen. Klickt man auf eine der im Wasser schwimmenden Bojen, kann man sich ausführliche Informationen über die jeweiligen Ozeane abrufen.

Darüber hinaus kann man die Strömungen entdecken. In der interaktiven Animation wird verdeutlicht, dass die Weltmeere ständig in Bewegung sind und nicht nur die Nährstoff- und Temperaturbedingungen unter Wasser beeinflussen, sondern auch das globale Klima. Mit einem Klick auf die Strömungssymbole erhält man weiterführende Infotexte.

Besonders eindrucksvoll gestaltet sich die Erforschung der Topografie. Indem man auf einen gewünschten Wert in der Skala klickt, kann man das Meerwasser ablaufen lassen. Je weiter man den Wasserstand senkt, desto mehr offenbart sich der Meeresgrund, bis letztendlich der Mittelozeanische Rücken und sämtliche Tiefseerinnen freigelegt sind. Auch hierzu werden lehrreiche Informationstexte angeboten.

Detailansicht der Animation: Brasilstrom

Der warme Brasilstrom zweigt an der östlichen Spitze Südamerikas vom atlantischen Südäquatorialstrom ab und strömt entlang der Küste Brasiliens Richtung Südpol. Allerdings wird der größere Teil des Südäquatorialstroms zur Karibik hin abgelenkt.

Mit der Fernglas-Schaltfläche lässt sich die Weltkarte jederzeit vergrößern beziehungsweise verkleinern. Über den Kompass kann man in die verschiedenen Himmelsrichtungen navigieren.

Die Weltmeere

Betrachtet man ein Satellitenbild der Erde, so erklärt sich von selbst, weshalb diese auch als der „Blaue Planet“ bezeichnet wird. 71 % des Erdballes sind von Meeren bedeckt. "Planet Wasser" wäre also eigentlich eine sehr viel zutreffendere Bezeichnung für unseren Globus als "Planet Erde".

In den Ozeanen sind mehr als 90 % des Wassers der Biosphäre enthalten. Der Hauptteil davon steckt in den drei großen Weltmeeren: dem Atlantischen, Pazifischen und Indischen Ozean. Der Pazifische Ozean ist das größte Weltmeer. Er ist in etwa so groß wie Atlantik und Indischer Ozean zusammen. Aber auch kleinere Meere wie zum Beispiel die Nordsee und das Mittelmeer haben einen Anteil an der großen blauen Oberfläche.

Detailansicht der Animation: Teil des globalen marinen Förderbands

Das globale marine Förderband zieht sich wie ein gigantisches Band durch alle Ozeane der Welt und ist damit am weltweiten Austausch von Wärme, Sauerstoff, Nährstoffen und leider auch Schadstoffen beteiligt.

Motoren der Meeresströmungen

Steht man an der Küste und blickt aufs Meer, so nimmt man keine glatte Oberfläche wahr. Die Wellen zeigen uns, dass das Meer ständig in Bewegung ist. Man ahnt jedoch nicht, dass diese Bewegung sehr weitreichend ist und dass große Strömungen Wassermassen bis zu 60 km pro Tag fortbewegen.

Verschiedene Kräfte sorgen für die Bewegung des Wassers, zum Beispiel die Winde. Wo sie beständig wehen, erzeugen sie sogenannte Driftströmungen an der Meeresoberfläche. Diese Strömungen werden durch die Erdrotation abgelenkt (Corioliskraft). Auf diese Weise entstehen an der Meeresoberfläche große Zirkulationssysteme, die auf der Nordhalbkugel und auf der Südhalbkugel entgegengesetzt rotieren.

Strömungen werden aber nicht allein vom Wind erzeugt. An ihrer Entstehung wirken vor allem auch Unterschiede in der Wasserdichte mit. Wovon hängt aber die Dichte des Wassers ab? Zwei Faktoren sind bestimmend: die Temperatur und der Salzgehalt.

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