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Zeitmessen mit der Sonnenuhr

Wie wurde früher Zeit gemessen? Um Kalender exakt einstellen zu können, musste der Stand der Sonne zu einer bestimmten Zeit, zum Beispiel dem Frühlingspunkt, entsprechend exakt gemessen werden. Ein einfaches Hilfsmittel dafür ist ein Stab im Boden – der Schattenstab. In der Interaktivität lässt sich diese verblüffend simple Möglichkeit der Zeitmessung ausprobieren!

Sonnenuhr starten

Funktionsweise der interaktiven Sonnenuhr

In der Interaktivität kann man durch Hin- und Herziehen des Schiebereglers die gewünschte Uhrzeit einstellen und dann den Schatten ansehen, den der Stab wirft. Klickt man auf Start, bewegt sich die Sonne im Zeitraffer am Himmel und man sieht den Schatten wandern. Es bietet sich zudem an, den Schattenverlauf im Sommer und im Winter zu vergleichen.

Detailansicht der interaktiven Animation: Sonnenstand im Sommer

Der Schattenstab ist die einfachste Möglichkeit, mithilfe der Sonne die Uhrzeit zu bestimmen.

Die Sonnenuhr

In der griechischen Antike wird Berosos (7. Jh. v.Chr.) als Erfinder der Sonnenuhr vermerkt. Er wusste bereits, dass sich während eines Jahres der Lauf der Sonne am Himmel ändert. Im Sommer steht die Sonne höher am Himmel als im Winter. In der Antike wurden daher keine flachen Sonnenuhren verwendet, wie man sie normalerweise kennt, sondern Hohlkugeln. Der Vorteil ist, dass so der Schatten, der durch den Schattenwerfer auf die Fläche trifft, über den Tag immer die gleiche Länge hat. Auf einer geraden Oberfläche ist der Schatten mittags kürzer als vormittags und abends.

Berücksichtigt man die Schattenlänge, kann man mit einer Sonnenuhr nicht nur die Uhrzeit messen, sondern auch Informationen über den Sonnenstand im Lauf eines Jahres abzulesen. Steht die Sonne zur Wintersonnenwende an ihrem tiefsten Punkt im Jahr, ist der Schatten am längsten. Zur Sommersonnenwende ist der Schatten am kürzesten.

Preisgekrönte Projekte
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