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Interaktives Panorama: Leben in Feld und Flur

Feld und Flur sind Landschaften, die durch Menschenhand entstanden sind. Trotzdem haben sich viele Tier- und Pflanzenarten an diese Kulturlandschaft angepasst. Wie schaffen sie es, in diesem landwirtschaftlich geprägten Lebensraum zu überleben? Komm mit auf einen Streifzug durch die faszinierende Vielfalt der Wildtiere und Pflanzen, die in menschengemachter Umgebung ihre Heimat gefunden haben! Nicht alle lassen sich sofort entdecken. Es gilt, auch auf die heimlichen Bewohner des Erdbodens zu achten.

Interaktives Panorama starten

Ein im Rüttelflug über einem Feld stehender Turmfalke ist ein typischer Anblick in der offenen Feldlandschaft. Unser häufigster Falke ist sehr anpassungsfähig und nicht sehr wählerisch in Bezug auf seinen Nistplatz. So brütet er in Baumhöhlen, Felsnischen, künstlichen Nisthöhlen oder Altnestern anderer Vogelarten, ohne allerdings selbst ein Nest zu bauen.

Hinweise zur Bedienung der Panorama-Animation

Das interaktive Feld- und Flur-Panorama lädt zum Erkunden ein: Es gibt hier viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken. Mit den Pfeiltasten, die sich im hellgrünen Rahmen des Panoramafensters befinden, kann man nach links und rechts sowie nach oben und unten navigieren.

Detailansicht der interaktiven Animation: Im Drop-Down-Menü des Navigators sind alle Tiere und Pflanzen der interaktiven Animation verzeichnet.

Mit dem Navigator erhält man einen Überblick über sämtliche im Panorama verborgenen Tiere und Pflanzen.

Fährt man mit der Maus über die Landschaftsszenerie, werden verschiedene Pflanzen und Tiere durch einen Leuchtrand hervorgehoben. Klickt man sie an, erhält man wissenswerte Informationen und Bildmaterial.

Folgende Pflanzen gilt es zu finden:

Feldahorn, Haselstrauch, Heckenrose, Kartoffel, Klatschmohn, Klee, Löwenzahn, Scharfgarbe, Schlehdorn, Wiesenknäuelgras, Wiesenstorchschnabel und Weizen.

Für diese Tiere bieten Feld und Flur ideale Lebensbedingungen:

Blindschleiche, Engerlinge, Erdhummel, Fadenwürmer, Feldhamster, Feldlerche, Feldmaus, Fuchs, Gartenkreuzspinne, Goldammer, Hase, Hauhechelbläuling, Igel, Ligusterschwärmer, Mauereidechse, Maulwurf, Maulwurfsgrille, Neuntöter, Rebhuhn, Regenwurm, Siebenschläfer, Springschwanz, Turmfalke und Weinbergschnecke.

Mit einem Klick auf das Kompass-Piktogramm links unten in der Interaktivität lässt sich der Navigator aufrufen. In dem erscheinenden Drop-down-Menü sind sämtliche Tiere und Pflanzen der interaktiven Animation verzeichnet und lassen sich von dort aus schnell anwählen.

Detailansicht der interaktiven Animation: Ein Fuchs streunt über das Feld.

Der Fuchs ist eines der anpassungsfähigsten Raubtiere in unserer Fauna und inmitten unserer Städte ebenso zu Hause wie auf dem freien Feld oder im Wald.

Ein Leben mit Ansprüchen – Die Ökologie der Hecken, Wiesen und Felder

Wiesen und Hecken sind ebenso wie Felder Bestandteil der vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft. Zwar kommen Wiesen und Hecken auch in einer natürlichen, vom Menschen gänzlich unbeeinflussten Landschaft vor, doch würden in Mitteleuropa ohne den Einfluss des Menschen Laubwälder klar dominieren. Erst mit der Einführung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Rodungsmaßnahmen wurde der offene Raum für Felder, Hecken und Wiesen geschaffen.

In dieser vom Menschen geschaffenen "künstlichen Steppe" haben sich zahlreiche Tiere und Pflanzen angesiedelt, die an diesen Lebensraum angepasst und zum Teil seit Jahrhunderten fester Bestandteil unserer Fauna und Flora sind. Sie alle leben in einem komplizierten ökologischen Netz gegenseitiger Beziehungen, das empfindlich auf Störungen reagiert. Ändert sich ein Teil dieses Netzwerks, zum Beispiel durch den Rückgang einer bestimmten Tierart, kann dies Auswirkungen auf viele andere Glieder des Ökosystems haben.

Detailansicht der interaktiven Animation: Auch im Erdboden haben Tiere ihren Lebensraum gefunden, wie zum Beispiel der Maulwurf.

Eine Wiese voller Haufen aus lockerer Erde verrät die Anwesenheit des Maulwurfs. Er lebt unterirdisch in einem von ihm selbst gegrabenen Tunnelsystem, das aus einer Hauptkammer, mehreren Nebenkammern und zahlreichen Verbindungsröhren besteht. Das Tunnelsystem kann eine Länge von 200 m erreichen.

Stockwerkauf­bau der Wiese

Eine Wiese bildet einen abwechslungsreichen Lebensraum. Durch den hohen Anteil verschiedener Gräser und Kräuter entsteht ein Stockwerkaufbau der Wiese, der ganz unterschiedliche Lebensräume bietet. Bis zu 1500 Insektenarten nutzen diese Vielfalt und haben sich an die unterschiedlichen Nischen angepasst. Es ist leicht vorstellbar, was das Mähen der Wiese mit ihren Stockwerken und deren Bewohnern anrichtet. Zu häufiges Mähen, bis zu sechs Mal im Jahr, begünstigt schnell- und hochwüchsige Arten. Durch eine einzige Mahd können bis zu 400 Tierarten von der Wiese entfernt werden, während nur wenige Tierarten begünstigt werden, die sich von neu sprießendem Grün ernähren, wie Heuschrecken.

Lebensraum Feld

Das landwirtschaftlich genutzte Feld scheint zunächst kein besonders gut geeigneter Lebensraum zu sein, schließlich ist jedes Weizen- oder Maisfeld im Grunde eine Monokultur, die allenfalls für die Parasiten der jeweils angebauten Pflanze ein Schlaraffenland darstellt. Doch der Schein trügt. In der Tat kann kein Feld als Lebensraum mit der Vielfalt einer Hecke oder Magerwiese konkurrieren. Aber dennoch haben es viele Tiere und Pflanzen geschafft, selbst diesen auf den ersten Blick eintönigen Le­bensraum für sich in Anspruch zu nehmen. Allerdings kommt es sehr darauf an, wie intensiv das Feld bearbeitet wird und wie viel Chemie zum Einsatz kommt.

Selbst direkt auf dem Feld oder in seiner unmittelbaren Umgebung fühlen sich einige Wildtiere zu Hause. Feldhase, Feldmaus und Feldlerche tragen sogar in ihrem Namen ihren engen Bezug zum Lebensraum Feld.

Preisgekrönte Projekte
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