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Lochkamera

Camera obscura – Fotografieren mit der dunklen Zelle

Ein einfacher Karton mit geschwärzten Seitenwänden und nur einer kleinen Öffnung an der Vorderseite – kann man damit optische Abbildungen erzeugen? Kann man ganz ohne Glaslinse, ohne jegliche Mechanik oder Elektronik die Umgebung auf einen Schirm abbilden? Diesen Fragen kann man in der Animation zur Lochkamera nachgehen.

Lochkamera starten

In diesem Beispiel wurde die kleinstmögliche Öffnung für die Camera obscura gewählt. Das Bild des Leuchtturms auf Rückwand ist zwar gestochen scharf, aber durch das wenig einfallende Licht auch entsprechend dunkel.

Die Funktionsweise einer Lochkamera

Bei der Lochkamera „Camera obscura“ handelt es sich um einen lichtdichten Kasten mit einem Loch auf der Vorderseite. Auf der Rückwand erscheint ein auf dem Kopf stehendes Abbild von dem, was sich vor der Kamera befindet. Historisch sind Lochkameras schon lange bekannt. So ist beispielsweise eine Konstruktion von Leonardo da Vinci überliefert.

Detailansicht der Lochkamera: Ein Abbild eines Leuchtturms auf der Rückwand

Durch die größere Lochgröße ist das Bild zwar heller aber auch weniger scharf.

Die Interaktivität zur Lochkamera zeigt zwei Strahlenbündel, die von zwei Punkten eines Gegenstands in das Loch eintreten. Zum Einstellen der Lochgröße der Kamera muss einfach die Schaltfläche mit der gewünschten Öffnung angeklickt werden.

Der kleine Durchmesser der Blende beschränkt die Bündel auf einen kleinen Öffnungswinkel und verhindert die vollständige Überlappung der Lichtstrahlen. Das Bild ist nicht völlig scharf, da die das Licht bündelnde Optik fehlt. Je kleiner die Öffnung, desto schärfer ist das Abbild. Allerdings nimmt mit der Verkleinerung der Öffnung die Helligkeit ab. Das lichtschwache Bild kann nur bei ausreichender Abdunkelung der Umgebung beobachtet werden. Dies geschieht zum Beispiel durch ein Tuch, das das Umgebungslicht außerhalb der halbtransparenten Rückwand abhält. Oder der Beobachter begibt sich selbst in die Kammer, wobei die Adaption der Augen einige Minuten dauern kann, bevor etwas zu sehen ist.

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