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Ab welcher Geschwindigkeit fangen Bilder an zu laufen?

Bei einer Filmvorführung erleben wir bewegte Bilder. Und das, obwohl ein Film aus zahlreichen Einzelbildern besteht. Nehmen wir den Filmstreifen dagegen in die Hand und betrachten ihn, sehen wir nur diese Einzelbilder und keine Bewegung. Wie ist das zu erklären? Hinweise liefert die interaktive Animation!

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Das menschliche Sehvermögen

Die Erklärung, warum man beim Filmschauen der Illusion erliegt, einen Bewegungsfluss zu sehen, ist in der Geschwindigkeit, mit der die Bilder hintereinander auf unsere Netzhaut treffen, begründet. Ab 16 Bildern pro Sekunde beginnen die von den einzelnen Bildern erzeugten Rezeptorpotentiale miteinander zu verschmelzen. So entsteht der Eindruck eines fließenden Ablaufs. Deshalb läuft ein Kinofilm mit 24 Bildern pro Sekunde und TV mit 25 Bildern bzw. 50 Halbbildern pro Sekunde.

Die Wahrnehmungsleistung von Facettenaugen

Für die empfindlichsten Wirbeltieraugen verschmelzen spätestens ab 50 Einzelreizen pro Sekunde die einzelnen Bilder vollkommen zu einer kontinuierlichen Bewegung.

Facettenaugen können generell eine deutlich bessere Bewegungswahrnehmung erzielen. Nicht wenige Insekten, vor allem einige sehr schnell fliegende Arten (z. B. Libellen), können noch bis zu 330 Lichtreize pro Sekunde jeweils als Einzelbild wahrnehmen. Diese Insekten würden einen Kinofilm als trägen Diavortrag mit langen Standzeiten der Einzelbilder erleben.

Preisgekrönte Projekte
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