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Nahrungskreislauf im See

Ein friedlicher Sommertag an einem See, ein Angler wartet auf einen guten Fang. Im See tummeln sich viele verschiedene Lebewesen: Algen, Plankton, Insektenlarven, Kaulquappen, Flusskrebse und Fische. Die interaktive Szenerie lädt zum Entdecken ein! Durch Anklicken der verschiedenen Tiere starten witzige Animationen, die einen lehrreichen Einblick in eine typische Nahrungskette im See bieten.

Nahrungskreislauf See starten

Anhand der interaktiven Szenerie am See können die Lernenden Wissenswertes über Nahrungsketten erfahren. In diesem Beispiel wird der Angler gleich die Überreste des von ihm verspeisten Fisches in das Gewässer werfen. Welcher Wasserbewohner wird wohl die Reste auffressen?

Funktionsweise der Animation

Die Bedienung der interaktiven Animation ist intuitiv: Einfach das gewünschte Tier anklicken und schon kann man auf originelle Weise ein Teil der Nahrungskette "See" erleben.

Detailansicht der interaktiven Animation: Eine Kaulquappe verschlingt Plankton.

Die natürlichen Fressfeinde von Plankton sind vor allem Kaulquappen.

Nahrungsketten im See

In einem Stoffkreislauf unterscheiden wir drei große Gruppen: Produzenten (Hersteller), Konsumenten (Verbraucher) und Destruenten (Zersetzer).

Produzenten sind Pflanzen und Algen, die aus nicht-organischen Stoffen wie Kohlenstoffdioxid organische Stoffe (zum Beispiel Zucker) bilden. Dazu brauchen diese Lebewesen nicht viel - sie sind autotroph, das bedeutet, sie erzeugen ihre Nahrung selbst. Mittels Fotosynthese können sie aus Kohlenstoffdioxid, Sonnenlicht und Wasser Zucker herstellen. Um daraus aber Eiweiße zu bilden, die Wachstum und Vermehrung erlauben, benötigen auch Pflanzen und Algen einige Nährstoffe, die sie nicht selbst herstellen können: vor allem Phosphor und Stickstoff. Auch wir Menschen brauchen diese Stoffe, haben aber den Vorteil, dass wir dafür zum Beispiel nur ein Brot essen müssen: Die Weizenpflanze hat uns die Arbeit abgenommen und Phosphor und Stickstoff bereits in ihr Gewebe eingelagert. Pflanzen aber sind darauf angewiesen, Phosphor und Stickstoff im Wasser oder im Boden vorzufinden und über ihre Wurzeln aufzunehmen.

Detailansicht der interaktiven Animation: Eine Kaulquappe verschlingt Plankton.

Kaulquappen sind insbesondere durch die Insektenlarven des Gelbrandkäfers bedroht.

Konsumenten können nicht selbst organische Stoffe herstellen und müssen daher diese Nahrung aufnehmen. Sie sind heterotroph. Sie fressen entweder direkt die Produzenten (und sind somit Pflanzenfresser) oder sie verspeisen andere Tiere. Im Ökosystem See werden die Konsumenten in drei Gruppen aufgeteilt:

Konsumenten I ernähren sich von Phytoplankton oder anderen autotrophen Lebewesen. Zu den Konsumenten I gehört Zooplankton, aber auch einige Fischarten, wie zum Beispiel das Rotauge. Auch Bisamratte und Biber sind Konsumenten I, da sie sich ausschließlich von Pflanzen ernähren.

Konsumenten II ernähren sich von Pflanzenfressern (also den Konsumenten I). Viele Jungfische, auch wenn sie als Erwachsene Fischräuber werden, fressen Zooplankton. Andere Konsumenten II ernähren sich von kleinen Tieren wie Würmern und Insektenlarven, die an Pflanzen und im Boden leben. Dazu gehören Fische wie Moderlieschen und Bartgrundel, aber auch Amphibien wie der Teichmolch.

Detailansicht der interaktiven Animation: Ein Hecht verschlingt einen kleineren Fisch.

Der Hecht als Raubfisch nimmt in der Nahrungskette "See" eine dominierende Rolle ein. Er wird zu den Konsumenten dritter Ordnung gezählt.

Konsumenten III sind die Spitzenräuber. Sie fressen andere Fleischfresser. Zu ihnen gehören zum Beispiel Hecht, Fischotter und Graureiher, die sich von Fischen und Amphibien ernähren.

Zu den Destruenten zählen zum Beispiel viele Würmer, Insekten und Krebse, die totes Pflanzen- und Tiermaterial fressen. Weitere Stufen im Zersetzungsprozess werden dann von Einzellern, Bakterien und Pilzen übernommen. Sie ernähren sich von dem, was die größeren Zersetzer übrig lassen und von den Ausscheidungen der Tiere. Die Bakterien wiederum scheiden Phosphor und Stickstoff als Abfallprodukte aus. So gelangen diese Grundbausteine wieder zurück in den Kreislauf und stehen den Produzenten erneut zur Verfügung.

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